Vom Pech verfolgt (FLA v. 23.11.18)

  • November 23, 2018
Dier DHK Flensborg pfeift personell weiterhin aus dem letzten Loch.

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Flensburg. Die Handballer des DHK Flensborg bleiben vor der Partie am Sonnabend ab 17 Uhr gegen den HSV Hannover in der 3. Liga vom Pech verfolgt. Bei der anhaltenden Verletzten-Misere bleibt Trainer Jens Häusler fast nur die Flucht in den Galgenhumor. »So etwas habe ich noch nie erlebt. Wenn es muskuläre Probleme wären, könnte ich das Training umstellen, aber das sind Verletzungen, gegen die du nichts machen kannst«, so Häusler, der gegen Hannover wieder auf die DHK-Fans baut. »Das Publikum ist zuletzt wirklich leidgeprüft aber immer noch unser größter Faustpfand. Großen Respekt dafür, denn sie werden uns auch gegen Hannover tragen müssen und über die Fehler hinweghelfen«, so der DHK-Trainer. Gegen den HSV Hannover kann Jens Häusler erneut nur auf einen begrenzten Kader zurückgreifen. So steht neben den ohnehin schon Verletzten Sjören Tölle, Johannes Krüger und Leon Wenske auch noch ein Fragezeichen hinter Daniel Jessen (Knie), Jannis Blumenberg (Kapsel) und Tjark Desler (Pferdekuss).

»Wir werden ein Löwenherz brauchen. Es geht nur, wen wir alles raushauen. Für einen Erfolg müssen die Spieler an ihre Grenzen und etwas darüber hinaus. Am Ende sehen wir dann, was dabei rauskommt«, so Häusler, der hofft, dass die Köpfe wieder frei geworden sind und Leichtigkeit zurück gekommen ist. »Wir werden die Fehler minimieren müssen, ohne aber Angst zu bekommen, wenn wir welche machen. Da dürfen wir nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern müssen mit Brust raus weitermachen«, so der DHK-Trainer.

Die Lage im Tabellenkeller würde sich mit einem Erfolg deutlich erhellen und ein Wegkommen von den Abstiegsrängen ermöglichen. Die Spielzeit ist zwar immer noch jung, aber alle die Punkte, die man derzeit nicht holt, müssen dann woanders eingefahren werden. Ein Umstand, der auch Jens Häusler geläufig ist, wenngleich der Blick auf die Tabelle derzeit kaum Einfluss auf das Stimmungsbild des Übungsleiters hat.

»Es sind noch keine Schicksalsspiele, dafür ist die Saison noch zu lang. Aber das Spiel gegen Hannover und danach gegen die SG (Flensburg-Handewitt II/Red.) haben schon größere Bedeutung«, so Häusler, der aber nichts unversucht lassen will: »Wir schmeißen unser Löwenherz in den Ring, geben alles und sehen dann wofür es gereicht hat.«