Pokal-Hürde gemeistert (FLA v. 05.10.19)

  • Oktober 6, 2019

Eine Leistungssteigerung nach der Pause reichte dem DHK Flensborg um den Einzug ins Viertelfinale gegen die HSG Tarp-Wanderup zu sichern.

Timo Fleth
sport@fla.de

Tarp. Insgesamt sehr souverän sind die SdU-Handballer des DHK Flensborg in das Viertelfinale des Landespokals eingezogen. Bei der HSG Tarp-Wanderup aus der Schleswig Holstein Liga bog der Oberligist schlussendlich zu Beginn der zweiten Halbzeit endgültig auf die Siegerstraße ein und fuhr einen deutlichen 39:28-Sieg ein.
»Wir haben in Tarp mit elf Toren gewonnen. Wenn du dann nicht zufrieden bist, wann willst du es sonst sein. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, auch zu 100 Prozent umgesetzt«, zeigte sich DHK-Trainer Jens Häusler sichtlich zufrieden nach dem Schlusspfiff.
Zu Beginn verlief das Spiel allerdings noch auf Augenhöhe. Zwar agierte der favorisierte Gast vor rund 400 Zuschauern aggressiv und leidenschaftlich in der Deckung, machte aber nach Ballgewinnen im eigenen, forcierten Tempospiel etliche Fehler. Jens Häusler griff in die Taktik-Werkzeugkiste und spielte fortan sieben gegen sechs.
»Das war von Anfang an geplant, da wir wussten, dass sie irgendwann auf Alexander von Eitzen rausgehen würden. Das war aus meiner Sicht das Mittel, mit dem wir das Spiel bestimmen konnten. Das hatte nichts mit Testen zu tun«, erklärte der DHK-Trainer seinen Schachzug, der sich bereits zur Pause beim 18:13 auf der Anzeigetafel niederschlug.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hielt der DHK an dieser Taktik fest und konnte sich in der Abwehr weiter steigern. Die Konsequenz waren etliche einfache Tore durch Gegenstöße. Beim 26:18 (40.) war die Vorentscheidung so bereits gefallen.
»Wir haben in der Mannschaft und der Staffelung in der Abwehr richtig gut gestanden. In der zweiten Halbzeit ging Tarp dann etwas das Gas aus und wir konnten genau da noch nachlegen«, freute sich Jens Häusler über den gelungenen Schachzug.
Vom großen Spielanteile verteilen in der Folge sah der DHK-Trainer allerdings trotz der sicheren Führung gegen nie aufsteckende Tarper ab. »Das haben wir bewusst nicht gemacht, damit wir weiter an der Konstanz und Konsequenz arbeiten konnten«, so Häusler. Doch im Nachgang konnte Jens Häusler auch über die wildere Schlussphase beim nie gefährdeten 39:28-Sieg hinwegsehen.
»Die letzten zehn Minuten waren wir etwas fahrlässig mit der Chancenauswertung und auch mit der Abwehrarbeit. Die zehn Minuten kann ich aber auch gerne vergessen, wenn wir dafür Spieler, die zuletzt um den Anschluss gekämpft haben, spielen lassen konnten. Wir haben trotz allem mit elf Toren gewonnen und haben damit auch nicht so richtig viel falsch gemacht«, so Häusler.

HSG Tarp-Wanderup: Kretschmer, Döhring – Carstens 2, Hein, Schmidt 4, Cardel 9/3, Petersen 1, von Petersson, Schroedter 5, Jakubowski 4, Brogmus 2/1, Thoroe.

DHK Flensborg: Wendt – de Bruin 5, Zinndorff 3, Honig 3, Desler 1, Schmidt, Wickert-Grossmann 6, Krüger 10/2, von Eitzen 8, Bandemer, Wenske 2, Marco Boyschau 2, Martin Boyschau.

Zeitstrafen: 3:6.Siebenmeter: 5:3.
Rote Karte: Gunnar Jakubowski/HSG Tarp-Wanderup (50.)
Schiedsrichter: Helge Doose/Patrick Isler

Zuschauer: ca. 400.