Das Siegesgefühl ist zurück

  • März 19, 2017

Der DHK Flensborg belohnt sich nach Leistungssteigerung in der Abwehr mit dem erstem Sieg im neuen Jahr. 31:28 gegen die SG VTB Altjührden.


Flensburg. Die Sehnsucht ist gestillt. Handball-Drittligist DHK Flensborg beendete am Sonnabend mit dem 31:28 (17:17)-Heimerfolg gegen die SG VTB Altjührden die Serie siegloser Spiele und verschaffte sich frische Luft zu den Abstiegsrängen. Acht Spiele lang (sechs Niederlagen, zwei Remis) hatte die Mannschaft von Matthias Hahn warten müssen – nun hat sie das Siegesgefühl zurück.


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Erleichterung beim DHK nach dem Sieg. Auch Torwart Paul Weidner (li.) spielt wieder mit.


 

»Der Sieg war das Wichtigste heute. Wir waren zuvor in vielen Spielen nah dran, heute haben wir uns den Sieg nicht nehmen lassen«, sagte der Däne Lasse Johannsen, der ein starkes Spiel ablieferte. Auf dem Weg zu den zwei Punkten machte sich der DHK jedoch selbst das Leben schwer. Vor 359 Zuschauern in Idrætshallen zeigte das Heimteam nämlich in der ersten Halbzeit eine erschreckend schwache Leistung in der Abwehr und musste sich mit einem 17:17 zur Pause begnügen.

Zakrzewski bester Mann

Nach dem Wechsel machte der DHK dann hinten besser die Schotten dicht. Die Gastgeber gingen gerade in der Defensive viel konzentrierter zu Werke, und so konnte auch Torwart Andreas Meyer Ejlersen, dem zuvor der eine oder andere haltbare Ball ins Tor entwischte, wichtige Bälle halten und sich auszeichnen. Der DHK Flensborg, der im siebenfachen Torschützen Ole Zakrzewski seinen besten Mann hatte, setzte sich auf 21:18 ab. Auch wenn der DHK Gästeakteur Oliver Staszewski (9 Tore) nie so wirklich in den Griff bekam und es versäumte, dem Gegner mit sechs oder sieben Toren zu enteilen, ließ der DHK nie mehr einen Zweifel am Sieg aufkommen. Zur Freude der DHK-Anhänger und Teamkollegen war auch der so lange verletzte Torwart Paul Weidner bei diesem langersehnten Sieg für einige Minuten wieder mit von der Partie.

Wie gut dieser Sieg dem DHK tut, belegten eindrucksvoll die Worte, die der von Gästetrainer Andrzej Staszewski zum Matchwinner auserkorene Ole Zakrzewski auf der Pressekonferenz wählte. »Ich habe mich sehr unter Druck gefühlt. Die Tabellensituation war extrem brenzlig. In der ersten Halbzeit waren wir auch nicht ganz frei«, sagte der Spieler mit der Nummer 3 auf dem Rücken. Der ehrgeizige DHK-Trainer Matthias Hahn sprach von einem »schönen Gefühl« nach dem doppelten Punktgewinn. »Wir strotzen nicht gerade vor Selbstvertrauen und freuen uns über den Sieg«, sagte Hahn, der den Schlüssel zum Erfolg in der deutlich aggressiveren Abwehr nach dem Seitenwechsel sah. So richtig glücklich war er mit der Gesamtleistung indes nicht. »Mit der ersten Halbzeit bin ich überhaupt nicht zufrieden. Die Abwehr stand gar nicht, viel zu statisch und unbeweglich «, kritisierte der Trainer.

»Und leider war die rechte Seite wieder tot. Man merkt, dass Marc (Blockus, Red.) nur einmal pro Woche trainieren kann«, erklärte Hahn, der seinen Akteuren Ole Zakrzewski, Timo Brüne und Lasse Johannsen ein Sonderlob aussprach. Hahn machte dann auch noch eine klare Ansage, die zeigt, wie sehr er an sein Team glaubt: »Das wird mit Sicherheit nicht unser letzter Sieg in dieser Saison sein.« Werden uns nicht zurücklehnen Denn noch ist der Klassenerhalt nicht unter Dach und Fach und bereits am Sonnabend (19 Uhr) steht für den Tabellen-Elften (20:28 Punkte) ein wichtiges Auswärtsspiel bei HV GW Werder an. Der Vorletzte nahm beim Hinspiel im November (24:24) immerhin einen Punkt aus Flensburg mit.

»Wir werden uns nicht zurücklehnen «, versprach Hahn im Gespräch mit Flensborg Avis. »Wir müssen weiter Punkte sammeln und haben mit Werder noch eine Rechnung offen.«

Marc Reese

Flensborg Avis

DHK Flensborg: Weidner, Ejlersen – Zakrzewski 7, Jessen 2,

Brüne 6, Worm, Wickert-Grossmann 4, Timm 4/1, Johannsen

1, Bruhn 5/2, Tölle 2, Blockus, Ilper, Moisen.

SG VTB Altjührden: Stasch, Bröckerhoff – Janßen, Wiedenmann

3, Janssen 4, Xhafolli 5, Langer 1, Toepler, Staszewski 9,

Mikèci 3, Straten, Libergs 3.

Siebenmeter: 4/3:4:4

Zeitstrafen: 4:1

Zuschauer: 359

Schiedsrichter: Christian Kroll/Emanuel Oliver Polke