Der DHK Flensborg muss kurz vor dem Start in die Vorbereitung zwei personelle Veränderungen verkraften. Mit Mathias Sonne Domino und Ole Günther verlassen zwei Rückraumspieler den Drittligakader.
Mathias Sonne Domino wechselt mit sofortiger Wirkung zum österreichischen Erstligisten ALPLA Hard und erfüllt sich damit den Traum vom Profihandball. Nach einer herausragenden Saison und einer beeindruckenden Entwicklung unter Trainer Magnus Frisk Jensen bietet sich dem 23-Jährigen nun die Chance, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen.

„Das Profiangebot kam für uns überraschend und auch sehr spät. Schließlich hatten wir den Vertrag mit Mathias erst im Februar verlängert. Am Ende haben wir aber gemeinsam eine Lösung gefunden, die diesen Wechsel möglich macht. Wenn ein Spieler die Chance erhält, Profi zu werden, möchten wir ihm diese Möglichkeit nicht verbauen. Wir wünschen Mathias für seinen weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg“, sagt Geschäftsführer Tobias Dahm.
Für den DHK Flensborg ist der Wechsel zugleich eine Bestätigung der erfolgreichen Nachwuchs- und Entwicklungsarbeit.
„Mathias hat sich in der vergangenen Saison unter Magnus Frisk Jensen hervorragend entwickelt. Dass er nun den Sprung in die erste österreichische Liga schafft, freut uns sehr und zeigt einmal mehr, welchen Weg Spieler beim DHK Flensborg gehen können.“
Nach Thilo Knutzen, der in die erste schwedische Liga wechselte, und zum Beispiel Stefan Wuzella, der im vergangenen Jahr den Schritt in die österreichische Bundesliga machte oder auch Oscar Czertowicz (1. Liga Polen), ist Mathias Sonne Domino bereits der vierte Spieler innerhalb kurzer Zeit, der den Sprung in eine europäische Erstliga schafft.
Auch der Abschied von Ole Günther kommt kurzfristig. Der Rückraumspieler ist mit dem Wunsch an den Verein herangetreten, eine neue berufliche Perspektive in Hamburg wahrzunehmen.

„Ole hat die Möglichkeit bekommen, beruflich einen neuen Weg einzuschlagen. Diese Chance möchte er nutzen und wird deshalb seine Handballschuhe zunächst an den Nagel hängen. Er gehört künftig nicht mehr zum festen Kader. Sollte personell einmal Bedarf bestehen, wird er uns möglicherweise punktuell unterstützen. Auch ihm wünschen wir für seine private und berufliche Zukunft alles Gute.“
Durch die beiden Abgänge steht der DHK Flensborg nun vor einer neuen Herausforderung in der Kaderplanung.
„Unsere Mannschaft ist ohnehin sehr jung. Deshalb würden wir gerne noch einen etwas erfahreneren Rückraumspieler verpflichten, der unserem Team zusätzliche Stabilität geben kann. Der Markt ist allerdings sehr überschaubar, sodass wir in Ruhe prüfen werden, welche Möglichkeiten sich ergeben.“
Gleichzeitig setzt der DHK Flensborg weiterhin auf die erfolgreiche Kooperation mit der SG Flensburg-Handewitt und möchte jungen Talenten den Weg in die 3. Liga ermöglichen.
„Durch die Zusammenarbeit mit der SG Flensburg-Handewitt haben wir hervorragende Möglichkeiten, junge Spieler an den Seniorenbereich heranzuführen. Zunächst werden wir den Jungs aus dem Nachwuchs die Chance geben, sich zu beweisen. Allerdings ist die Doppelbelastung aus Jugend- und Drittligahandball enorm und alle Mannschaften innerhalb unserer Kooperation verfolgen ihre eigenen sportlichen Ziele. Deshalb werden wir den Markt weiterhin aufmerksam beobachten und Ausschau nach einem passenden Rückraumspieler für unsere Drittligamannschaft halten.“
Abschließend betont Tobias Dahm: „Natürlich schmerzen beide Abgänge. Gleichzeitig freuen wir uns, wenn Spieler den nächsten Schritt machen oder sich beruflich weiterentwickeln können. Genau dafür stehen wir als DHK Flensborg: Junge Menschen sowohl sportlich als auch persönlich auf ihrem Weg zu begleiten. Dass inzwischen mehrere Spieler aus unserem Umfeld den Sprung in eine europäische erste Liga schaffen, macht uns stolz und bestätigt unseren eingeschlagenen Weg.“