DHK mit gelungener Heim-, und Saisonpremiere
DHK Flensborg – HG Hamburg-Barmbek 30:25 (13:11)
Der DHK Flensborg hat die erste Partie der neuen Spielzeit 2026/27 für sich entschieden. Das Team von Magnus Frisk Jensen und Daniel Wuzella gewann hochverdient mit 30:25 (13:11) das Duell mit den „alten Bekannten“ von der HG Hamburg-Barmbek. Nach den beiden Remis der vergangenen Saison, in denen unser Dansk Handbold Klub jeweils Fünf-Tore-Führungen verspielte, war der Fünf-Tore-Sieg diesmal Balsam für die Handballseele der Fördestädter „Ich bin so unglaublich stolz auf die Mannschaft. Nach den beiden engen Spielen in der letzten Saison, war es heute eine Charakterstärke, das Spiel für uns zu entscheiden. Es war eine überragende Mentalität in der Mannschaft. Sie hat unsere DNA gezeigt“, sagte Magnus mit strahlendem Gesicht. „Viele Leute haben gesagt, dass es gefährlich und schwer ist, mit dieser jungen Mannschaft in der 3. Liga zu spielen. Doch Magnus und ich sehen Tag für Tag, was für tolle Jungs und Spieler es sind. Es macht so großen Spaß, mit ihnen zu arbeiten. Wir kommen alle so gerne zum Training. Wir haben Vertrauen in die Mannschaft und das hat sie heute zurückgegeben“, sagte Daniel schwärmend nach dem Heimsieg.
Nach Premierentor einige unsichere Minuten
Nach 67 Sekunden erzielte Onno Buschmann, der aus dem Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt zu uns in die 3. Liga aufgerückt ist, den ersten Saisontreffer des DHK Flensborg. Danach zeigten aber die Gäste, dass sie einige routinierte Akteure in ihren Reihen haben. Kleine Fehler in unserem Aufbauspiel und vergebene Chancen bestraften sie mit eigenen Toren. Durch den Sand in unserem Offensivgetriebe zogen die Hamburger auf 1:5 davon (9.). Danach fand unser Angriff mehr und mehr in die Partie. So ging es Tor um Tor und beim 6:10 (17.) hatte der Vier-Tore-Rückstand weiter Gültigkeit. In der Folgezeit überzeugten zwei in die 3. Liga aufgerückte Nachwuchstalente im Innenblock. U 18 Europameister Moritz Dethlefsen und Zacharias Minning hielten den Barmbeker Angriff mit starkem Stellungsspiel durch Verschieben und gutem Block extrem in Schach. Den Gästen gelang so gut wie gar nichts mehr. „Wir haben ja schon ein Jahr in der U 23 zusammengespielt und dabei oft im Innenblock gestanden. Das hat heute auch gut funktioniert, obwohl wir erst eine volle Woche zusammen trainiert haben“, sagte Moritz zufrieden nach der Partie.
Augrund seiner EM-Teilnahme, war er erst später zur Vorbereitung des DHK gestoßen. „Auch wenn die Vorbereitung gesplittet war, haben die Absprachen bei Moritz und mir sehr gut geklappt. Wir haben uns an die Vorgaben und den Matchplan durch unser Trainerteam gehalten und sollten vor allem das Kreisläuferspiel des Gegners in den Griff bekommen. Da haben wir diszipliniert agiert, wie auch die gesamte Mannschaft. So haben wir Barmbek den Zahn gezogen“, ergänzte der strahlende Zachi einige Minuten nach dem Spiel. Da er im Wechsel mit Onno im Rückraum agierte, drehte unser DHK auch in der Offensive zunehmend auf. Aus dem 6:10 (17.) wurde nicht nur der 9:10 Anschluss (23.), sondern nach dem 9:11 sogar der 11:11 Ausgleich (26.). Und es kam sogar noch besser. Mit viel Selbstvertrauen wurde agiert und kein Gegentreffer mehr kassiert. Zachi mit der 12:11 Führung und der ganz stark auftrumpfende Maurice Niestroj mit seinem fünften Treffer zum 13:11 Pausenstand, sorgten für ersten großen Jubel in Idrætshallen.
Starker Start in die zweite Halbzeit der Schlüssel
„Maurice war heute überragend. Er hat als Spielmacher die Partie gestaltet. Er ist für mich der Man of the Match“, adelte Magnus seinen Mittelmann, der im Angriff geschickt die Fäden zog und auch in der Abwehr Akzente setzte. „Ich habe seit der Vorbereitung diese neue Rolle, dass ich das Spiel gestalten und die jungen Spieler leiten soll. Das liegt mir und ich habe gemerkt, dass Spiel läuft auch gut für mich“, sagte der „Geadelte“ und sah den Schlüssel zum Erfolg in der ganz starken Anfangsphase der zweiten Halbzeit. „Wir sind richtig gut raus gekommen und haben dominiert. Durch unsere einfachen und schnellen Tore, haben wir die Halle gleich angezündet“, schwärmte Maurice über die ersten neun Minuten nach dem Wechsel. Denn nach dem 13:12 Anschluss durch Tim Geyer, 33 Sekunden nach Wiederanpfiff, wirbelte unser DHK die routinierten Gäste wild durcheinander. Gestützt auf unseren starken Torhüter Catalin Haidu, der auch einen Siebenmeter des ansonsten bei Strafwürfen sicheren Justin Kaminski in Klasse-Manier parierte, setzte unsere Mannschaft binnen acht Minuten zu einem 7:2 Lauf zum 20:14 Vorsprung an (39.).
Danach versuchten die Gäste, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Doch unsere Deckung rackerte weiter und ließ Hamburg-Barmbek wenig Spielraum. Zudem wurde immer wieder ein wichtiger Treffer nachgelegt, wenn die Gäste auf vier Tore herankamen. So erzielte Zachi acht Minuten vor Schluss das 28:23. Erst danach gab es knapp sieben Minuten keinen eigenen Torerfolg. Barmbeks Moritz Schaefer per Doppelpack sorgte mit zwei „Rückraumgeschossen“ für das 28:25. Doch Tom erzielte nervenstark das 29:25 und entschied somit 67 Sekunden vor Ultimo die Partie endgültig. Sein Treffer zum 30:25 Endstand wurde schon vom Kollektivjubel der ganzen Mannschaft, des gesamten Staffs und der begeisterten 408 Fans in Idrætshallen. „Das war heute ein Vier-Punkte-Spiel für uns und wir sind froh und stolz, dass wir es gewonnen haben. Die Jungs bedeuten mir so viel. Wir sind so eng miteinander, wie eine Familie. Darauf wollen wir weiter aufbauen und mit Selbstvertrauen in jedes Spiel gehen und unser bestes geben“, sagte Magnus abschließend strahlend über den gelungenen Saisonauftakt und die nächsten anstehenden Aufgaben in der 3. Liga Nord-Ost. Jörn Saemann
DHK Flensburg: Hauenstein (1.-16./1 Parade), Haidu (ab 16./10/1 Paraden) – Schröder, Kusners, Dethlefsen, Niestroj (7), Schmidt (1), Schlott, Hansen, Buschmann (4), Simon, Lorenzen (5/1), Zacharias Minning (4), Westphalen (3), Koscielski (3), Rithaphorn (3).
HG Hamburg-Barmbek: Asmuß (ab 28./3 Paraden), Wommelsdorf (1.-28./6 Paraden) – Janzen, Ramm, Scharnweber, Geyer (3), Eg, Kaminski (5/5), Neher (4), Litzenroth, Schäfer (3), Stüber (3), Bruse (4), Matussek, Behncke (3), Zarnadze.
Schiedsrichter: Thies/Husemann-Brandt
Zuschauer: 408