DHK unterliegt in Hildesheim
HC Eintracht Hildesheim – DHK Flensborg 41:35 (21:18)
Der DHK Flensborg hat am Sonntagabend eine nicht unerwartete Niederlage hinnehmen müssen. Beim heißen Aufstiegsanwärter Eintracht Hildesheim musste sich das Team von Magnus Frisk Jensen mit 35:41 (18:21) beugen. Zwar ist unsere Mannschaft nunmehr seit fünf Partien ohne Sieg, doch die Niederlage beim Favoriten war kein Beinbruch. Einen Bruch hatte hingegen der Reisebus, der unseren DHK nach Niedersachsen bringen sollte. „Wir hatten eine Buspanne und mussten auf die Polizei warten. Dann sind wir aus dem Bus ausgestiegen und sind mit unseren Sachen zu einer nahe gelegenen Tankstelle gegangen. Von dort sind wir dann mit Taxis noch eineinhalb Stunden bis Hildesheim gefahren. Es war ein verrückter Tag“, sagte Magnus zu den Voraussetzungen für das schwere Spiel beim Zweitligaanwärter.
Schwerer Beginn wird zunächst stark gekontert
Da auch Thilo nach einer Woche bei den Profis mit Spielen bei den Rhein Neckar Löwen und dem SC DHfK Leipzig direkt aus Sachsen anreiste, war die Vorbereitung auf die Partie noch schwieriger. „Ich habe nur eine Viertelstunde lang mit ihm über unsere Taktik sprechen können. Als wir in Hildesheim um 17.10 Uhr ankamen. Dann haben wir uns eine Viertelstunde aufgewärmt, mit Laufen und Werfen“, sagte Magnus. Der Anpfiff wurde von ursprünglich 17 Uhr auf 17.45 Uhr verlegt. Die Anfangsphase gestaltete sich dann auch schwer für unseren DHK. Gegen die Stärken des Eins gegen eins Spiels der Gastgeber, die robust in die Schnittstellen liefen, hatten wir oft das Nachsehen. So stand nach gerade einmal vier Minuten ein 0:3 Rückstand, zwei Minuten später ein 2:6 aus DHK-Sicht auf der Anzeigentafel der Hildesheimer Sporthalle im alten Hangar. Magnus nahm eine Auszeit, die der Konzentration unserer Mannschaft gut tat. Denn danach war der DHK auch mental in Hildesheim angekommen. Haui zeigte im Tor tolle Paraden, die Abwehr rackerte in einer offensiven 3-3 Formation für ihn mit. Dadurch gab es einige Ballgewinne und im Positionsspiel im Angriff wurde oftmals in einer Sieben gegen sechs Formation agiert. Und dies mit viel Übersicht. Sechs Minuten nach der Auszeit krönte Arv per Tempogegenstoß einen tollen 7:2 Lauf unserer Mannschaft mit der 9:8 Führung. Die Gastgeber reagierten und nahmen ihrerseits eine Auszeit. Auch sie erwischten danach eine gute Phase und warfen sich einen 16:11 Vorsprung heraus. Dann stabilisierte sich der DHK wieder. Einige Torchancen blieben aber ungenutzt. Beim 18:21 zur Halbzeit war aber alles drin. „Wir hätten schon zur Pause ein besseres Ergebnis haben können. Deshalb hatte ich auch ein Hammergutes Gefühl für die zweite Halbzeit“, sagte Magnus über den ersten Durchgang.
Guter Start in Halbzeit zwei – dann zu viele Ballverluste im Angriff
„Und wir sind richtig gut reingekommen“, ergänzte unser Trainer. Denn der Beginn war überragend von unserer Mannschaft. Maui, Mathias, Arv und Marc stellten binnen viereinhalb Minuten mit vier Treffern in Folge auf eine 22:21 DHK-Führung. Im folgenden Angriff wurde das mögliche 23:21 vergeben. Bis zum 24:24 durch Marc, zehn Minuten nach Wiederanpfiff, ging es hin und her. Unsere läuferisch starke Defensive in weiterer 3-3 Formation, die aber auch wie eine direkte Manndeckung anzusehen war, behagte den Gastgebern weiterhin nicht. Doch danach leistete sich unser umsichtiges 7-6 Angriffsspiel einige Aussetzer. Fehlpässe sorgten für Ballgewinne zugunsten von Eintracht Hildesheim. Sogar Eintracht-Keeper Leon Krka, der einige gute Paraden zeigte, konnte nach einem gehaltenen Ball zum 27:24 ins unser verwaistes Gehäuse einwerfen (42.). Magnus nahm sein zweites Time-Out, um den Negativtrend zu brechen. Doch erneut zeigte Krka eine Parade und warf zum 28:24 ein. Florian Billepp erhöhte gar auf 29:24 (44.). Danach war unsere Mannschaft zwar zurück im Spiel, doch die erfahrenen Niedersachsen verwalteten zumindest ihren Fünf-Tore-Vorsprung. Zumeist setzten sie noch einen Treffer Differenz drauf. Nur beim 33:29 durch Freddy und 34:30 durch Thilo, kam unsere Mannschaft noch einmal heran (54.). Die Gastgeber nahmen eine Auszeit und erzielten durch Piet Möller und zweimal Lukas Quedenbaum vier Minuten vor Schluss die Vorentscheidung zum 37:31. Am Ende stand die 35:41 Niederlage und für Magnus die Erkenntnis, „wir haben ein gutes Spiel gemacht und haben die Werte des DHK Flensborg auf dem Feld gezeigt. Es war für uns mehr drin, doch wir haben in einer Phase ab der 40. Minute zu viele Fehler gemacht. Da muss die Verantwortung für den Ball und die Mannschaft besser werden. Wir werden aus dem Spiel lernen und wollen es schon Freitag besser machen“, sagte unser Trainer und schaute bereits auf den 10. Oktober, wenn der DHK die HSG Eider/Harde zum Derby zu Gast hat. Der Anpfiff in Idraetshallen erfolgt dann um 20.30 Uhr. Jörn Saemann

HC Eintracht Hildesheim: Wesemann, Krka (2) – Möller (11/5), Müller (1), Szmetan (2), Juric, Wäger (2), Stoehr, Tonar (9), Hanemann (2), Quedenbaum (2), Jonas (2), Rodriguez, Ehlers (4), Billepp (4).
DHK Flensburg: Hauenstein, Backhaus – Niestroj (2), Günther (3), Schlott, Adam (3), Kinsky (4), Knutzen (9/3), Mau (5), Lorenzen, Westphalen, Koscielski (5), Sonne Domino (3), Rithaphorn (1), Schulte.
Schiedsrichter: Blümel/Vortmann
Zuschauer: 1011