DHK belohnt sich nicht
DHK Flensburg – Füchse Berlin II 34:38 (19:18)
Der DHK Flensborg musste sich am Samstagabend nur unglücklich einem weiteren Topteam der 3. Liga Nord-Ost beugen. Nach dem knappen 37:38 gegen den HC Empor Rostock, fiel die Niederlage gegen die Füchse Berlin II mit 34:38 (19:18) am Ende laut dem Ergebnis zwar etwas klarer aus, doch eine Überraschung war für das Team von Magnus und Daniel durchaus drin. „Wir haben Berlins Torhüter Norman Glamann in der zweiten Halbzeit förmlich zum Helden geworfen“, sagte Daniel nach der Partie und fügte hinzu, „in der Abwehr haben wir zu wenig Zweikämpfe verloren. Die Leistung im Tor von Rune und Ben war okay, doch bei einigen Würfen fehlte die Unterstützung unserer Deckung.“ So kamen die 38 Gegentore mit zustande. Zudem agierten beide Mannschaften mit Tempo.
Bis kurz vor der Halbzeit sehr fokussiert und treffsicher
Nach ausgeglichenem Beginn und einigen vergebenen Möglichkeiten, lag unser Team in der achten Minute mit 2:5 im Rückstand. „Doch wir waren sehr fokussiert und das Spiel lief auch so, wie wir es uns vorgestellte hatten“, sagte Daniel zu der dann folgenden Phase bis kurz vor der Pause. Denn unser DHK zeigte sein gefürchtetes Tempospiel und fand immer wieder Lösungen im Angriff. Da auch die Gäste ihren schnellen Handball spielten, ging es hin und her. Die Berliner konnten nach dem DHK Ausgleich zum 8:8 und 10:10 zunächst aber wieder in Front gehen. Nach dem 10:11 (19.) war unsere Mannschaft dann aber endgültig am Drücker. Fünf Tore in Folge mündeten binnen drei Minuten in einer verdienten 19:15 Führung des DHK. Doch in den letzten drei Minuten vor dem Wechsel schlich sich dann der Chancenwucher auf unserer Seite ein und Füchse-Keeper Norman Glamann hielt mit seinen Paraden die Gäste im Spiel. So musste unser Team noch drei Gegentore schlucken und mit einem zu knappen 19:18 ging es in die Kabinen. „Berlins Torhüter war der überragende Mann des Spiels“, sagte Magnus über die Leistung des Füchse-Schlussmanns, der sich im zweiten Durchgang zum überragenden Akteur auf der Platte der Idraetshallen aufschwang.
In der zweiten Halbzeit bleibt die Wende aus
Und der Beginn in die zweiten dreißig Minuten begann ebenfalls denkbar unglücklich. Bei einer 20:19 Führung kassierte Schlotti seine zweite Zeitstrafe und war ebenso „Rot-gefährdet“, wie auch Addi. Dieser hatte in der wilden Anfangsphase der ersten Halbzeit bereits nach knapp zehn Minuten schon seine zweite Hinausstellung hinnehmen müssen. So war unsere Defensive doppelt vorbelastet. Dies nutzten die Gäste und waren im Angriff fortan effektiver. Beim 23:23 (37.), belohnte sich unsere Mannschaft dann im Angriff nicht mehr so, wie noch im ersten Durchgang. Zwar wurden die sich bietenden Torchancen mit tollen Spielzügen sehr gut ausgespielt, doch immer wieder scheiterten unsere Spieler am überragenden Norman Glamann im Füchse-Gehäuse. Binnen vier Minuten geriet unser DHK mit 23:26 ins Hintertreffen. Von diesem Drei-Tore-Vorsprung zehrten die Gäste zunächst bis zum 27:30 (46.). Doch unser DHK hielt dagegen. Marc per Doppelschlag sorgte für den 29:30 Anschluss und auch Thilo per verwandeltem Siebenmeter brachte unser Team mit 30:31 auf einen Treffer heran (49.). Die Füchse nahmen eine Auszeit, aus der sie gestärkt zurück kamen. Unsere Mannschaft ließ danach weiter reihenweise beste Chancen ungenutzt. Die Gäste hingegen fanden die Lücken in unserer vorbelasteten Deckung. Felix Bernkop-Schnürch und Felix Hofrichter per Doppelschlag taten uns mit ihren Treffern zum 30:34 erheblich weh. Das letzte Aufbäumen des DHK waren die Tore von Mathias und Marc. Vier Minuten vor Schluss stand es somit 32:34 und die Hoffnung auf zumindest einen verdienten Zähler waren da. Doch ein Berliner Treffer durch Julian Kusche sorgte für das 32:35. Im Gegenangriff ließ unsere Mannschaft den erneuten Anschluss liegen und so war es 108 Sekunden vor Ultimo der beim VfL Potsdam in der 2. Bundesliga spielende Berliner Linksaußen Jan Grüner, der mit dem 32:36 für die endgültige Entscheidung sorgte. Am Ende stand das 34:38 Endergebnis. Trotz der Enttäuschung über die Niederlage, fand Daniel viel Positives in der Rückschau auf die Partie. „Wir haben in der Abwehr zu viel zugelassen und leider auch zu viele Chancen nicht genutzt. Aber unsere Gesamtleistung während des Spiels war richtig gut und wir haben uns die Chancen geduldig erspielt. Über sechzig Minuten haben wir wenig technische Fehler gemacht und den Tempohandball gespielt, den wir uns vorstellen. Jetzt haben wir ein Wochenende spielfrei und dann hoffen wir, dass wir in zwei Wochen beim Freitagabendspiel, ein gutes und erfolgreiches Derby gegen den TSV Altenholz bestreiten“, sagte unser Co.-Trainer mit Zuversicht auf die Partie am 10. April (20.30 Uhr), gegen die Kieler in heimischen Idraetshallen. Jörn Saemann
DHK Flensburg: Hauenstein, Schmitt – Niestroj, Schlott (1), Hansen, Adam (2), Knutzen (5/1), Mau, Lorenzen (5/1), Westphalen (6), Koscielski (6), Sonne Domino (6), Rithaphorn (3), Schulte.
Füchse Berlin II: Joppich, Glamann – D´Incecco, Parke, Hofrichter (5), Steltner (1), Laskowski (4), Kupiec, Bernkop-Schnürch (4), Grüner (4), Wollny (5/2), Barbet (3), Jonas Kofler (5), Kusche (7), Babini.
Schiedsrichter: Lüdemann/Mühlenberg
Zuschauer: 413