DHK dreht nach Drei-Tore-Rückstand auf
DHK Flensborg – SC DHfK Leipzig II 37:31 (16:16)
Der DHK Flensborg hat den Bann gebrochen. Nach neun Spielen ohne Sieg, feierte die Mannschaft von Magnus Frisk Jensen und Daniel Wuzella endlich das langersehnte Erfolgserlebnis. Gegen die U 23 des SC DHfK Leipzig, setzte sich der Dansk Handbold Klub mit 37:31 (16:16) durch. Doch es bedurfte einer Anlaufzeit von knapp vierzig Minuten, bis unser Team nachhaltig in die Partie fand und die wichtigen zwei Punkte sicherte.
Starke Abwehr hilft bei gutem Start
Dabei hatte das Spiel so gut für den DHK in Idraetshallen begonnen. Die Anfangsphase ging klar an die Gastgeber. Durch eine starke Abwehrleistung eroberte unsere Mannschaft viele Bälle von den zunächst nicht durchschlagskräftigen Gästen. So gab es einige Tempogegenstöße. Nach dem 2:2 in der fünften Spielminute setzte sich unser DHK durch Tore von Addi, Ole und Mathias nur drei Minuten später auf 5:2 ab. Es kam sogar noch besser. Durch die starke Deckungsarbeit gab es weiter leichten Ballbesitz. Jonas sorgte per Tempogegenstoß für ein klares 8:3 in der zwölften Minute. Doch dann griff die erste Auszeit der Gäste, die fortan nicht nur von der Durchschlagskraft ihres halbrechten Rückraumspielers Nick Volmert „lebten“. Denn auf der Mittelposition zog vor allem Franz Häcker geschickt die Fäden und wich auch auf die halblinke Position aus. Er drückte dem Leipziger Spiel seinen Stempel auf und traf zudem nach belieben.
Franz Häcker bringt Leipzig wieder ins Spiel
Nach unserem 9:4 durch Maurice, leitete Häcker die Geschicke der Gäste mit Ruhe und Übersicht. Beim 12:11 (22.) erzielte er den Anschlusstreffer. Kurz darauf glich Jan Brix mit einem Wurf ins leere DHK-Tor erstmals seit der Anfangsphase wieder für die Sachsen aus. Bis zur Pause ging es hin und her. Unser Team legte die Führung vor, die Gäste glichen postwendend aus. Brix war dann der Treffer zum 16:16 vorbehalten. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen der Idraetshallen. Nach dem Wechsel legten Jonas und Tom das 17:16 und 18:17 vor. Danach leistete sich unsere Mannschaft aber zu viele Fehler. Angeführt von Häcker und dem auf der Mittelposition ihn entlastenden Rune Klecar, setzten die Leipziger zu einem Zwischenspurt an. Knapp neun Minuten nach der Pause geriet unser nervöses Team mit 18:21 ins Hintertreffen. Magnus zog die Notbremse in Form einer Auszeit. Nach dieser ließ er mit viel Risiko agieren. Denn zugunsten eines siebenten Feldspielers, nahm er unseren Keeper Haui bei unseren Angriffen aus dem Tor.
DHK mit der richtigen Mischung aus Ruhe und Emotionen
Und dieser Schachzug sorgte nachhaltig für Wirkung. Im Angriff wurde mit sehr viel Struktur und vor allem der nötigen Ruhe agiert. Thilo, im ersten Durchgang noch glücklos, leitete fortan gemeinsam mit Marc und Mathias die Offensivaktionen. Im entscheidenden Moment wurde in die sich bietenden Lücken gestoßen, oder das Anspiel an den Kreis gelang. Dort boten Addi und Schlotti eine starke Leistung und nutzten ihre Chancen. Dagegen taten sich die Gäste in ihrem Angriff zunehmend schwerer. Unsere Deckung drückte den Leipziger Rückraum immer weiter raus und so musste sich das 3. Liga Schlusslicht viele Notwürfe nehmen. Diese wurden von unserer Abwehr häufig geblockt, oder vom sich zu starker Form steigernden Haui zwischen den Pfosten abgewehrt. So gab es zusätzlich leichte Ballgewinne für unsere Mannschaft. So erzielte Jonas einige Treffer per Tempogegenstoß, oder wir kamen über die zweite Welle zum Erfolg. So glich unser DHK Mitte des zweiten Durchgangs zum 22:22 aus. Nach dem 22:23 durch Volmert, sorgte ein Doppelschlag von Addi und ein Treffer von Tom von der Rechtsaußenposition in der 49. Minute für eine 25:23 Führung unserer Mannschaft. Und die Emotionen in Abwehr und Angriff sollten weiter belohnt werden.
Schlussphase gehört dem DHK
Mit zunehmenden Spielzeit zermürbte unser gutes Stellungsspiel und das aggressive Zupacken die Gäste. Leipzig verkürzte in der 50. Minute durch Klecar letztmalig hoffnungsvoll zum 26:25. Danach gelangen unserer Mannschaft durch Thilo, Marc und Jonas ein 3:0 Lauf zum 29:25 (53.). Noch gaben die Sachsen nicht auf und bei ihnen sorgte Ben Kremen mit wichtigen Treffern und guten Pässen dafür, dass beim 32:29 durch Häcker die Chance auf Punkte in Idraetshallen noch bestand. Doch dann nutzte unsere Mannschaft ihre Stärke der letzten zwanzig Minuten, dass Spiel über den Kreis, zur Vorentscheidung. Addi und Schlotti erhöhten mit ihren Toren aus der Nahwurfzone auf 34:29 und machten so „den Deckel drauf“ für den so wichtigen Heimsieg. Garniert wurde der 37:31 Sieg durch einen Kempa-Trick, als Tom den hereinspringenden Thilo mit dessen spektakulärem Tor belohnte. „Wir haben so viele unnötige Punkte in den letzten Spielen liegengelassen und wussten, dass wir heute die zwei Punkte holen müssen. Wir haben einige Schwächephasen gehabt. Aber wir sind ruhig geblieben und haben den Kopf oben behalten. Wir haben in der ersten Halbzeit einige Fehler gemacht und viele Chancen liegengelassen, sie aber in der zweiten Halbzeit genutzt. Vor allem im Spiel Sieben gegen sechs, weil wir vom Video wussten, dass sie da ihre Schwächen haben. Wir müssen jetzt so weitermachen, denn nach dem Sieg ist das Selbstvertrauen wieder da“, sagte Haui nach dem Spiel erleichtert und lächelnd. Jörn Saemann
DHK Flensburg: Hauenstein, Schmitt – Niestroj (2), Günther (2), Schlott (4), Hansen, Knutzen (7/1), Mau (1), Lorenzen (4/1), Westphalen (5), Koscielski (2), Sonne Domino (5), Rithaphorn (5).
SC DHfK Leipzig II: Huber, Guretzky – Faske, Gauer, Häfner, Volmert (7), Häcker (9/1), Klecar (2), Zimmermann (1), Kremen (5), Brix (5), Voß (1), Pietrusky, Busch (1), Börner, Kramm.
Schiedsrichter: Schöttelndreier/Weist
Zuschauer: 279