Mit „Mega-Moral“ das Spiel gedreht

  • februar 12, 2018

Kollektives Durchatmen bei den Drittliga-Handballern von DHK Flensburg. Acht Tage nach der enttäuschenden 22:27-Derby-Niederlage beim SG Junior-Team hatte das Team von Torben Walluks die richtige Antwort parat, feierte nach großem Kampf über 60 Minuten einen 24:23 (12:12)-Heimsieg gegen den Oranienburger HC und sicherte sich zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

„Wir haben in der Abwehr richtig gefightet und dort den Grundstein für den Sieg gelegt“, hob Walluks den Zusammenhalt seiner Mannschaft hervor. Diese fand gut ins Spiel und setzte sich nach sieben Minuten auf 5:2 ab. Danach verlief die Partie ausgeglichen, wobei DHK im Verlauf des ersten Durchgangs zumeist vorne lag. Nach 16 Minuten waren die Gastgeber 9:6 vorn, da sie in der Rückwärtsbewegung sehr aufmerksam agierten und das Tempospiel der Oranienburger unterbanden.

Zudem hatte die starke Deckung OHC-Spielmacher Per Oke Kohnagel gut im Griff und verhinderte die gefürchteten Anspiele an den Kreis. So waren auch die Außen der Gäste lahm gelegt, die ihre Tempogegenstöße so gut wie gar nicht laufen konnten. Zur Pause war beim 12:12 noch alles offen. Fünf Minuten nach dem Wechsel hatte sich DHK beim 14:12 wieder die Führung erarbeitet. Doch danach kam Sand ins Offensivgetriebe, die unnötigen Druck auf die eigene Defensive brachte. „Wir haben uns im Angriff nicht gut bewegt“, so Torben Walluks. Seine Mannschaft agierte zu statisch und hatte so große Probleme, Lücken in der Oranienburger Deckung zu finden.

Zudem wurden öfter falsche Entscheidungen getroffen, die Ballverluste sorgten für Gästetore über die erste und zweite Welle sorgten. Beim 18:22, achteinhalb Minuten vor dem Ende, schienen die Flensburger auf die Verliererstraße zu geraten. Doch dann bewiesen die Gastgeber laut Walluks, „Mega-Moral“ und entdeckten ihr Kämpferherz. Gestützt auf die überragende Abwehr und nach einigen Wechseln im Angriff gewann DHK die Sicherheit zurück. Nach dem 20:22 übernahm Jannes Timm Verantwortung. Er sorgte aus dem Rückraum per Doppelschlag für den Ausgleich. Und der 4:0-Lauf drei Minuten vor Spielende wurde auch von einer Oranienburger Auszeit nicht gestoppt – es wurde sogar ein 6:0-Lauf daraus. Denn Sjören Tölle legte ebenfalls einen Doppelpack drauf und machte 14 Sekunden vor Ultimo mit seinem Treffer zum 24:22 den Heimsieg perfekt.

Nach dem achtminütigen Endspurt atmete Torben Walluks tief durch. „Es war eine Sache des Willens. Und meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie den Sieg unbedingt wollte“, freute sich der stolze DHK-Trainer über die beiden wichtigen Punkte. jös DHK Flensburg: Peters, Basenau – Zakrzewski (5), Jessen (2), Lohrbach (3/1), Worm, Blumenberg, Wickert-Grossmann, Jochimsen (3), Timm (3), Ejmar, Johannsen, Tölle (4), Desler (4).

Bericht SHZ