„Zweite Halbzeit war eine Katastrophe“ (sh:z)

  • September 5, 2016

Ernüchterung bei den Drittliga-Handballern des DHK Flensburg nach der 21:30-Niederlage gegen den HSV Hamburg vor 1000 Zuschauern
flensburg

13f130eb634c9d62b8d3af27c2c0a18b1000 Zuschauer, prima Stimmung, ein 12:13-Pausenstand – es hätte so schön sein können für die Drittliga-Handballer des DHK Flensburg. Doch am Ende stand eine ernüchternde 21:30 (12:13)-Niederlage, die Trainer Matthias Hahn so kommentierte: „Ich bedanke mich für die tolle Atmosphäre und Unterstützung in der Halle. Aber die zweite Halbzeit war eine Katastrophe. Wir haben das Spiel 40 Minuten offen gestaltet, aber dann völlig den Faden verloren. Wir haben zu viele Fehler gemacht, die der HSV clever genutzt hat. Aber ich will meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat bis zum Schluss gekämpft.“

Nach einem so klaren Resultat hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. DHK ließ sich vom schnellen 1:3 -Rückstand (4. Minute) der furios startenden Hansestädter nicht aus der Ruhe bringen und bot dem großen Aufstiegsfavoriten einen beherzten Kampf. Der stark aufspielende Tobias Wickert-Grossmann ackerte dabei unermüdlich am Kreis und schuf so Lücken für seine Mitspieler, die diese zum Torerfolg nutzten. Es ging hin und her – mal führten die Flensburger, mal der Meisterschaftsanwärter der Nord-Staffel.

Nach dem Wechsel erwischte DHK einen perfekten Start. Torhüter Paul Weidner parierte gegen Felix Mehrkens einen Siebenmeter, dazu steckte das Hahn-Team eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Lasse Johannsen weg. Ein „Hattrick“ von Sjören Tölle sorgte für die 15:13-Führung in der 35. Minute Front. Danach jedoch war das Spiel des DHK wie abgeschnitten. Es wurden Chancen vergeben, entweder scheiterten die Angreifer am starken HSV-Keeper Plaue oder dem Hamburger Block. Dazu kamen immer mehr technische Fehler und das Weiterschieben der Verantwortung, so dass zu wenig Druck auf die Defensive der Gäste erzeugt wurde.

Diese kamen so immer wieder zu Torerfolgen durch den weiter starken Jan Forstbauer (acht Tore), aber vor allem den im zweiten Durchgang überragenden Kreisläufer Niklas Weller, der sechs seiner sieben Treffer in den zweiten 30 Minuten erzielte. So sorgte er nach einem vom Ex-Flensburger Stefan Schröder schön initiierten Kempa-Trick für den 17:23-Vorsprung (47.). Danach versuchte der DHK sich noch einmal gegen die drohende Niederlage aufzubäumen – zwei beherzte Abschlüsse von Neuzugang Jannes Timm und ein wuchtiger Wurf von Ole Zakrzewski brachten das 20:23 heran. Dazu hielt Weidner erneut einen Strafwurf von Mehrkens.
Doch bei zwei eigenen Angriffen leistete sich das Hahn-Team wieder leichte Fehler, die von den Gästen konsequent mit Gegentoren bestraft wurden. Spätestens beim 20:26 von Weller war die Vorentscheidung gefallen.
jös

DHK Flensburg: Peters (n.e.), Weidner (10/2 Paraden) – Zakrzewski (4), Jessen (n.e.), Brüne (1), Worm (1), Wickert-Grossmann (3), Timm (3/1), Johannsen (1), Bruhn (2/1), Tölle (4), Blockus (2).
HSV Hamburg: Rundt (n.e.), Plaue (19/1 Paraden) – Bütow, Schröder (3), Stabick, Weller (7), Ossenkopp (2), Kohnagel (n.e.), Nowacki (n.e.), Ehlers (3), Forstbauer (8), Mehrkens (6), Maciejewski (1), Papirow (n.e.), Wullenweber (n.e.), Siebert. Schiedsrichter: Kroll/Polke (Wildau/Berlin). Zuschauer: 1000 in der Idrætshalle.