Zu spät aufgewacht (Flensborg Avis)

  • Oktober 5, 2021

Der DHK Flensborg legte gegen das Tabellenschlusslicht VfL Fredenbeck einen schwachen Auftritt hin und verlor verdient.

Mit Moritz Schaefer erhielt das Angriffsspiel des DHK zwischenzeitlich mehr Struktur. Foto: Tim Riediger

Flensburg. Der DHK Flensborg konnte auch gegen das Tabellenschlusslicht VfL Fredenbeck nicht wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Bei der 27:36-Niederlage machte eine erste Halbzeit, in der der SdU-Vertreter vieles vermissen ließ, einen anderen Ausgang zu Nichte. Das in der zweiten Halbzeit wiedergefundene Kämpferherz konnte den zu schwachen ersten Durchgang aber nicht mehr wett machen.

 Die Gäste waren mit lediglich neun Feldspielern in den hohen Norden gereist. Dass manchmal die Quantität nicht der entscheidende Faktor ist, wurde in der Idrætshallen deutlich. Zudem hatte der VfL seine Hausaufgaben gemacht und setzte den DHK mit einer aggressiven 5:1-Abwehr unter Druck. 

Während zu Beginn noch die individuelle Klasse eines Ole Zakrzewski die Gastgeber im Spiel halten konnte, wurden die Probleme mit fortlaufender Spielzeit im ersten Durchgang immer deutlicher. Viel zu individuell und häufig wenig überlegt agierte der SdU-Vertreter. Die Folge waren alleine sieben reine Gegenstoßtore im ersten Durchgang. 

Dass zudem auch Abwehr und Torhüter des DHK nicht annähernd die Stabilität aus dem Saisonauftakt auf die Platte brachten, erschwerte das Unterfangen zusehends. Entsprechend war der Rückstand beim 10:17 zur Pause schon groß und hätte sogar noch größer sein können. Kampf und Leidenschaft waren dem DHK einfach mit zunehmendem Misserfolg abhanden gekommen.

Ole Zakrzewski gab Kostproben seiner individuellen Klasse, aber insgesamt konnte sich auch der Rückraumspieler zu selten durchsetzen. – Foto: Tim Riediger

DHK verzweifelt an Spark

Die Heimmannschaft war nach der Pause gewillt, ein anderes Gesicht zu zeigen. Gegen Gäste-Keeper Sebastian Spark schien aber kein Kraut gewachsen. Egal von welcher Position und welcher Spieler, in Spark fanden sie ihren Meister. Der Rückstand war nach 37 Minuten so erstmals auf zehn Tore angewachsen.

DHK-Trainer Kai Nielsen versuchte sich in der Folge mit einer Abwehrumstellung mit doppelter Manndeckung und im Angriff im Spiel sieben gegen sechs. Das zeigte soweit Wirkung, dass die Gäste nicht noch weiter davon ziehen konnten.

Am Ende wurde es eine deutliche und in der Form auch verdiente 27:36-Niederlage für den DHK Flensborg. Die Gäste konnten sich über den ersten Sieg der Saison freuen und das SdU-Team muss sich die Frage nach der schwachen ersten Halbzeit gefallen lassen, in der es an grundlegendem fehlte. 

Timo Fleth
tif@fla.de

Statistik

DHK Flensborg: Adsersen, Klicmann – Zakrzewski 2, Jürgensen 2, Desler, Schmidt, Wickert-Grossmann 1, Gebelein 2, Krüger 5/3, von Eitzen 1, Johannsen, Schaefer 3, Wenske, Boyschau 1, Mau, Möller 7, Schulte 3.

VfL Fredenbeck: Mestrovic, Spark – Sievert 2, Buhrfeind 9, Sharnikau 2, Huckschlag 3/1, Fick 7, Brassait 4, Lens 2, Riedecker 4, Möller 3.

Zeitstrafen: 5:5

Siebenmeter: 3:3

Schiedsrichter: Jan Krüger/Björn Schmidt.

Zuschauer: 240.