Trost vom Sieger-Trainer nach überflüssiger Niederlage (sh:z)

  • Oktober 5, 2016

Nette Geste: Dusko Bilanovic, Trainer der Drittliga-Handballer der HSG Nord HU, nahm seinen Kollegen Matthias Hahn nach dem Spiel zur Seite und machte ihm Mut: „Du musst Dir keine Sorgen machen, dass ihr in der Tabelle da unten bleibt. Ihr müsst nur Euer Konzept durchziehen, denn ihr seid eine ganz starke Mannschaft.“

Hahn hörte das sicher gern, dennoch ärgerte ihn die 21:25 (12:10)-Niederlage seines Teams. „21 Tore sind einfach zu wenig“, analysierte er, Denn im Angriff offenbarten die Flensburger vor allem in der zweiten Halbzeit zu wenig Durchschlagskraft. Mitte des ersten Durchgangs hatten die Gäste 7:5-Vorsprung heraus geworfen, dann folgte die beste Phase der Fördestädter. Gestützt auf den starken Torhüter Paul Weidner, der auch zwei Siebenmeter entschärfte und den durchsetzungsstarken Lasse Johannsen, gelang bis zur Pause ein 7:2-Lauf und die 12:10-Führung. Fünf Minuten nach dem Wechsel erhöhte Malte Jessen auf 14:11 – der zweite Heimsieg der Saison zu erhöhen, als Malte Jessen vom Kreis das 14:11 erzielte. Doch dann stellte Gästetrainer Bilanovic seine Abwehr um und ließ die Halbpositionen des DHK im Rückraum sehr offensiv decken. So fehlte aus der zweiten Reihe fortan der nötige Druck. Dazu hielt der in der zweiten Halbzeit zwischen die HU-Pfosten gerückte Jan Peveling stark. Acht Minuten lang musste der DHK auf das nächste Tor warten und nach dem 16:16 von Timo Brüne (44.) lief vorne fast nichts mehr zusammen. So „bröckelte“ auch die eigene zuvor starke Deckung und konnte die schwache Angriffsleistung nicht mehr kompensieren.
Die Gäste spielten ihre Erfahrung aus. Der routinierte Spielmacher Nico Kibat setzte seine Nebenleute geschickt ein und so zogen die Gäste binnen fünf Minuten vorentscheidend auf 17:22 davon. Am Ende stand eine Niederlage, die laut Hahn. „nicht notwendig war. Aber wir sind zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir gegen eine Spitzenmannschaft mit vier Toren verlieren.“
jös

DHK Flensburg: Peters (n.e.), Weidner – Jessen (2), Brüne (1), Worm (1), Blumenberg (n.e.), Wickert-Grossmann (1), Timm (1/1), Johannsen (7), Bruhn (1/1), Tölle (6), Blockus (1).
HSG Nord HU: le Peillet, Peveling – Versakovs (2), Kibat (2/1), Hedehus (3), Stefan, Eschweiler, Lauenroth (4), Völzke (5/2), Schulze, Thöneböhn (1), Philippi (5), Laursen (3).
Schiedsrichter: Ahmad/Ulbricht (Barnstorf/Diepholz). Zuschauer: 580.