Toller Kampf vor toller Kulisse

  • Dezember 27, 2016

Vor 8555 Zuschauern wehrte sich der DHK Flensborg nach Leibeskräften, die zwei Punkte aber blieben beim HSV in Hamburg.


271220162DHK-Rückraumspieler Ole Zakrzewski (links) gegen Lukas Ossenkopp (Handball Sportverein Hamburg). (Foto: Mario Koberg)


Hamburg. Der Dansk Handbold Klub

(DHK) Flensborg hatte am 2. Weihnachtsfeiertag ein großes Paket unter dem Tannenbaum. Denn es galt im ersten Rückrundenspiel dieser Saison in der 3. Liga, die schwere Aufgabe beim HSV Hamburg zu lösen. Denn dort stieg vor 8.555 Zuschauern in der Barcleycard Arena das Rekordspiel.

Nach tollem Kampf, musste sich das Team von DHK-Trainer Matthias Hahn dem ehemaligen Bundesligisten aus der Hansestadt mit 32:37 (16:17) Toren beugen. Nach einem Weihnachtslied vor dem Spiel, war es mit der Besinnlichkeit auf dem Spielfeld dann zu Ende. Und auf der Platte der Hansestadt hatten zunächst beide Mannschaften mit ihrer Nervosität zu kämpfen. Dabei brauchte der DHK sechs Minuten, um durch Marc Blockus beim 1:2 das erste Tor zu bejubeln.

Hamburger legten ihre Nervosität ab

Dies war zunächst ein Befreiungsschlag, da die Mannschaft von Matthias Hahn nachlegte und Mitte des ersten Durchgangs selbst mit 7:5 in Front gehen konnte. Doch die Hamburger legten nun auch ihre Nervosität ab und dies vor allem in Person von Lukas Ossenkopp. Der HSV-Spielgestalter leitete zügige Angriffe und vor allem die schnelle Mitte ein. Gemeinsam mit dem ehemaligen Flensburger Stefan Schröder und Jan Forstbauer, sorgte er für einen 11:8 Vorsprung der Elbstädter, die danach durch gute Anspiele an den Kreis zu Niklas Weller, den DHK bis zum 16:13 (28.) mit drei Toren auf Abstand hielten.

Zum Glück für die Flensburger lief die DHK-Offensive und so konnte ein 3:1-Lauf in den beiden letzten Minuten vor dem Pausenpfiff den Rückstand von 13:16 auf 16:17 mildern. Und die Flensburger kamen gut aus den Kabinen und konnten in der zweiten Halbzeit an der Endphase des ersten Durchgangs anknüpfen. Im Angriff wurde mit kühlem Kopf agiert und nach dem 18:19 (34.) und einer Zeitstrafe für Tobias Wickert- Grossmann, agierte das Hahn- Team in Abwehr und Angriff beweglich. Chance, auf drei Tore davonzuziehen So konnten die Gäste sieben Minuten später selbst wieder eine Führung vorlegen und hatten beim 23:21 sogar die Möglichkeit, auf drei Treffer davonzuziehen. Doch Jannes Timm ließ sich von Stefan Schröder in eine Wurffalle von Linksaußen aus spitzem Winkel locken und bekam ein Stürmerfoul gegen sich gepfiffen.

Im Gegenzug wehrte Tobias Wickert- Grossmann einen Pass in Richtung des HSV-Kreisläufers Niklas Weller nach einem Reflex in Torwartmanier mit dem rechten Fuß ab und bekam dafür eine Zeitstrafe. So kassierten die Gäste nicht nur den Ausgleich, sondern durch zwei Tempogegenstöße von Christopher Rix und Stefan Schröder, sowie einem verwandelten Siebenmeter des überragenden Lukas Ossenkopp das 23:26 (46.).

Diesem Rückstand lief das Hahn- Team, dass nun dem Tempo Tribut zollen musste und weniger Alternativen als der HSV hatte, immer hinterher. Als dann auch noch der Hamburger Joker Finn Wulleneweber in der Schlussphase per Doppelschlag auf 36:31 erhöhte, war die Messe gelesen und so musste sich der DHK Flensburg mit einer 32:37 Niederlage auf die Heimreise machen. Marc Reese und Jörn Saemann

mr@fla.de

Flensborg Avis

 

HSV Hamburg: Rundt, Plaue – Bütow, Schröder (7), Stabick,

Weller (7), Ossenkopp (10/4), Kohnagel, Nowacki, Ehlers

(1), Forstbauer (4), Rix (3), Wullenweber (5), Mehrkens.

DHK Flensborg: Peters, Noah Jessen – Zakrzewski (3), Moisen,

Brüne (1), Worm (4), Blumenberg, Wickert-Grossmann

(4), Timm, Johannsen, Bruhn (7/4), Tölle (6), Blockus (7).

Schiedsrichter: Aniol/Gillmann

Zuschauer: 8.555 (in der Barcleycard Arena im Hamburger

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