Rezept mit einfachen Toren geht nicht auf (Flensborg Avis vom 25.03.19)

  • März 24, 2019
DHK scheitert an Oranienburger Torhüter Simon Herold und den eigenen Nerven und verlor das Heimspiel gegen den Oraienburger HC klar.

Flensburg. Der DHK Flensborg steht kurz vor dem Abstieg in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Denn im Heimspiel gegen den Oranienburger HC, musste sich das Team von Jens Häusler mit 19:27 (9:14) beugen. »Es tut mir ein bisschen leid. Denn ich mag den DHK und auch Jens. Aber es wird wohl die 4. Liga«, so OHC-Trainer Christian Pahl auf der Pressekonferenz nach der Partie in Richtung seines geschätzten Kollegen auf Flensburger Seite.

Denn durch die Heimpleite vor 357 Zuschauern in der Idrætshalle scheint der Klassenerhalt fast unmöglich. Denn bei nur noch fünf Saisonspielen und sieben Punkten Rückstand zum rettenden Ufer, scheint der Verbleib in der 3. Liga Nord schier unmöglich. »Wir hatten heute zwar auch gute Torhüter, aber ihr hattet den überragenden Torhüter«, entgegnete der DHK-Trainer seinem Gegenüber Christian Pahl.

Denn OHC-Keeper Simon Herold machte am Samstag den Unterschied. Mit 25 Paraden, brachte er die DHK-Offensive zur Verzweiflung. Nach dem schnellen 2:0, deutete sich durch das 2:5 schon die Angriffsmisere der Gastgeber an, die nach dem 7:9 (20.) weitere klarste Chancen gegen den spektakulär parierenden Herold vergaben.

Zur Pause war der Rückstand auf 9:14 angewachsen, weiterer Chancenwucher ließ das Häusler-Team nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff bis auf 11:18 zurückfallen. Doch der DHK zeigte Moral und stellte selbst eine gute Deckung, mit den beiden guten Torhütern Jasper Basenau und Tim Wendt. Beim 15:19 in der 42. Minute schien eine Wende möglich. Danach hatte der DHK dreimal Ballbesitz. Doch die Gastgeber leisteten sich einen technischen Fehler, einen schwachen Abschluss und scheiterten zudem zweimal an Herold.

Statt einem zumindest möglichen 17:19 spielten die Gäste danach konzentrierter im Angriff und kamen durch drei Tore in Folge zum vorentscheidenden 15:22 davon. Der DHK war im Angriff danach weiter fahrig und vergab weitere Chancen. Am Ende stand die klare, aber zu hoch ausgefallene 19:27 Niederlage, die Tjark Desler analysierte.

»Wir haben uns nach dem guten Spiel gegen Ostsee am vergangenen Wochenende viel vorgenommen. Doch in der ersten Halbzeit vergeben wir einen Siebenmeter, und leisten uns zwei Fehlpässe. So liegen wir zur Pause mit fünf hinten, obwohl mehr drin gewesen wäre. In der zweiten Halbzeit werfen wir dann sechs, sieben Konter weg. Das Ergebnis spiegelt das Spiel nicht wieder. Eine Niederlage mit zwei Toren, wäre vielleicht okay gewesen«, so der total enttäuschte DHK-Kapitän.

Linksaußen Johannes Krüger brachte die Partie treffend auf den Punkt. »Wir spielen die Chancen gut raus, machen die Dinger aber einfach nicht rein. Das war heute der Grund für die Niederlage.«

DHK Flensburg – Oranienburger HC 19:27 (9:14)

DHK Flensburg: Wendt, Basenau – de Bruin (3), Heinker, Busch, Jessen (1), Wickert-Grossmann, Krüger (5/2), Von Eitzen (1), Bandemer, Tölle (1/1), Zinndorff, Desler (3), Blockus (5), Linnebjerg.

Oranienburger HC: Herold, Szabo, Porath – Schmöker, Dömeland (8/5), Wertz, Schindel (2), Manderscheid, Kehl (3), Scharge (2), Spickers (1), Otto (2), Sauß (3), Kohnagel (4), Krai (2/1).

Schiedsrichter: Kieslich/Renner (Güstrower HV)

Zuschauer: 357