Ohne Druck nach Rostock (FLA v. 05.10.2018)

  • Oktober 5, 2018

Die SdU-Handballer des DHK-Flensborg fahren mit einer angespannten Personalsituation zum Favoriten HC Empor Rostock.

Timo Fleth
tif@fla.de

Flensburg. Die Handballer des DHK Flensborg liegen nach sechs Spielen mit 5:7-Punkten auf Platz zehn im Mittelfeld der 3. Liga. Am Sonnabend (20 Uhr) steht nun die Reise zum wiedererstarkten HC Empor Rostock an. Der Traditionsverein hat nicht nur auf Platz zwei liegend einen guten Saisonstart hingelegt, sondern verfügt neben dem Trainer Till Wiechers auch über sechs ehemalige Spieler der SG Flensburg-Handewitt im Kader.

»Das ist schon eine erfahrene Truppe und die Jungs, die bei der SG gewesen sind, machen den Kader nicht schlechter. Das ist eine eingespielte Mannschaft, die in der vergangenen Spielzeit auch durch die Untiefen der 3. Liga gehen musste, aber gestärkt daraus gekommen ist«, zeigt sich auch DHK-Trainer Jens Häusler angetan von der Qualität der Rostocker. Damit ist die Favoritenrolle von der Papierform her für Häusler auch klar verteilt.

»Keine Frage. Da brauchen wir nicht groß drüber zu Reden. Wir werden uns auf uns konzentrieren müssen und können ohne jeglichen Druck aufspielen«, so der DHK-Trainer unerschrocken. Dabei hat sich das Lazarett der SdU-Handballer in der vergangenen Woche nicht unbedingt gelichtet. So musste Timmi Ejmar krank das Bett hüten und Alexander von Eitzen und Mads Zinndorff haben Blessuren am Daumen davongetragen. Auch die Fortschritte des am Knie angeschlagenen Toptorjägers Sjören Tölle sind überschaubar gewesen. Doch Jammern will Jens Häusler dennoch nicht, und auch die knappe Niederlage gegen Handball Hannover-Burgwedel am vergangenen Spieltag steckt der Mannschaft nicht mehr in den Köpfen versichert der DHK-Trainer.

»Wir haben keinen Druck und werden wieder Kampf, Wille und Herz dagegen setzen. Dann ist es auch egal ob wir gewinnen oder verlieren. Eine Klatsche werden wir uns dann aber nicht abholen«, so Häusler, der auch eine Überraschung nicht ausschließt: »Wenn du das Quäntchen Glück hast, dann geht immer etwas. Ein Spiel muss auch immer erst noch gespielt werden.«

Das Remis der Rostocker am vergangenen Spieltag gegen die Füchse Berlin ist dem Übungsleiter in jedem Fall nicht entgangen.