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Zu viele technische Fehler münden in unnötigen Gegentoren 

DHK verpasst besseres Ergebnis in Aue 

EHV Aue – DHK Flensborg 36:27 (20:17)

Der DHK Flensborg hat das Jahr 2025 mit einer Niederlage beendet. Mit 27:36 (17:20) musste sich unsere Mannschaft beim favorisierten EHV Aue beugen. „Wir hatten nach den drei letzten Siegen gehofft, dass wir mit Spaß und Selbstvertrauen auch in Aue gewinnen können. Doch wir hatten nur zwölf Spieler im Kader und Aue dagegen 16. Sie konnten viel durchwechseln. Wir haben uns für eine überragende erste Halbzeit nicht mit dem richtigen Ergebnis belohnt“, sagte unser Trainer Magnus nach dem Abpfiff. Und ergänzte. „Da hätten wir nicht mit minus Drei in die Pause gehen müssen, sondern vielleicht mit einer eigenen Führung.“

DHK mit starkem und energischem Beginn 

Zu Beginn der Partie trumpfte unser DHK nämlich mächtig auf. Angeführt von unserem durchschlagskräftigen Mathias auf der Mitte oder im linken Rückraum, kamen unser Team zu einfachen Torerfolgen. Der DHK-Angriff agierte energisch und stark im Abschluss. Und auch von der Linksaußenposition setzte zunächst Jonas Akzente. Da auch Addi und Schlotti vom Kreis trafen, erspielte sich unsere Mannschaft nach sieben Minuten eine 5:2 Führung. Die Deckung stand gegen den Favoriten und Ex-Zweitligisten, der unbedingt wieder ins Bundesligaunterhaus will, sehr gut. Zudem bekam Haui die ersten Bälle mit starken Paraden zu fassen. Danach kamen die Gastgeber vor 1.620 begeisterten Zuschauern in der Erzgebirgshalle in Lößnitz aber auch im Spiel an. Beim 7:6 ging das Team von Trainerroutinier erstmals in Führung. Doch unser DHK spielte weiter stark auf zweimal Mathias, sowie Jonas und Addi sorgten Mitte des ersten Durchgangs für eine 10:8 Führung des DHK. Danach schlichen sich einige Fehler ein, die Magnus nach dem 11:13 durch eine Auszeit kurzfristig korrigieren konnte. Jonas und Maurice glichen schnell zum 13:13 aus. „Die ersten zwanzig Minuten von uns waren überragend. Leider haben wir in Überzahl unsere Chancen nicht gut genutzt“, sagte Magnus. Sein Gegenüber nahm eine Auszeit und schwor seine Mannschaft ein. Bis zum 15:16 (23.) war unser DHK aber weiter das gefälliger agierende Team. Doch nach dem 17:15 durch Aues Robin Pfeil, leistete sich unsere Mannschaft zu viele leichte Fehler, die in Ballverlusten und Tempogegenstößen mündeten. Aues Paul Bones schloss zwei hintereinander zum 19:15 ab. In Unterzahl musste auch noch das 15:20 hingenommen werden. Mikkel und Mathias sorgten dann mit ihren Treffern für den 17:20 Pausenstand und Hoffnung für die zweite Halbzeit. 

Zweite Halbzeit mit zu viel Ungeduld

„In der Deckung hatten wir einige Probleme. Wir haben das angesprochen und wollten gute Anpassungen für die zweiten dreißig Minuten vornehmen. Doch leider ist es uns nicht gelungen, diese umzusetzen.“, sagte Magnus über den Plan für den zweiten Durchgang. Die ersten fünf Minuten nach dem Wechsel agierte unsere Mannschaft wieder gefällig und war nach 20:24 durch Addi weiter in Schlagdistanz. Doch danach wollte unser Team scheinbar zu viel. Es wurde die Ruhe im Angriff verloren, einige Aktionen wirkten kurzzeitig kopflos. Die Folge waren einige technische Fehler, die wieder in Ballverlusten mündeten. Torben Lange und der starke Justin Döbler erhöhten zugunsten des EHV Aue auf 26:20 (39.). Magnus nahm wieder eine Auszeit und schwor unser Team erneut ein. Beim 22:27 schien diese zu fruchten (42.). Doch es wurden danach beste Chancen gegen EHV-Keeper Armis Priskus liegengelassen, zudem war das Überzahlspiel unserer Mannschaft nicht abgeklärt genug. „Eine Überzahl muss man mit 2:1 gewinnen. Man darf sie aber auf keinen Fall verlieren“, sagte Magnus. Doch leider war dies der Fall. Unsere Mannschaft musste einen 0:3 Negativlauf hinnehmen und konnte noch froh sein, dass Benni einen Siebenmeter von Francisco Pereira parierte. Doch das 22:30, dass Aues Schlussmann Armis Priskus erzielte, war vorentscheidend. 

Schlussphase mit Moral

„Wir haben alles versucht, auch eine sieben gegen sechs Überzahl. Doch Aue ist eine klasse Mannschaft, sie gehören zu den Top vier der 3. Liga Nord-Ost. Sie haben es dann routiniert gespielt“, sagte Magnus. Unsere Mannschaft zeigte Moral. Mit nur zwölf Spielern und somit wenig Wechselmöglichkeiten, hielt unser Team in der Schlussphase nach Kräften dagegen. Trotz Neun-Tore-Rückstand wurde alles probiert. Benni hielt einige Bälle, im Angriff wurde die gegnerische Deckung attackiert. So ging es in den Schlussminuten hin und her und am Ende stand die 27:36 Niederlage, die Magnus schon auf der achtstündigen Rückfahrt moderat einordnete. „Natürlich verlieren wir nicht gerne. Aber dieses Spiel war ein Lernprozess. In der ersten Halbzeit haben wir uns im Resultat nicht so belohnt, wie es verdient gewesen wäre. Die zweite Halbzeit gegen so ein Topteam wie Aue, die verdient gewonnen haben, war ein sehr großer und wichtiger Lernprozess für unsere junge Mannschaft. Jetzt ist erst einmal Pause und ich hoffe, dass im Januar alle verletzten Spieler zurückgekehrt sind. Im letzten Jahr hatten wir zum gleichen Zeitpunkt zehn Punkte. Jetzt sind es elf. Und wir werden uns  in der Rückrunde noch besser weiterentwickeln“, sagte Magnus und schaute schon positiv ins Jahr 2026. Jörn Saemann

EHV Aue: Priskus (1), Lausch – Pfeil (3), Roch (3), Simenas, Sanchez, Pereira (5/1), Stryc (1), Mubenzem (4), Bones (5), Briest, Swat, Döbler (9), Paraschiv (1), Lange (1), Löpp (3). 
DHK Flensburg: Hauenstein, Schmitt – Niestroj (4), Günther, Schlott (2), Hansen (1), Adam (1), Lorenzen (3), Westphalen (3), Koscielski, Sonne Domino (8), Rithaphorn (5).
Schiedsrichter: Herbst/Oliva  
Zuschauer: 1.620