DHK erwartet SC Magdeburg II
Der DHK Flensborg wartet seit drei Partien auf ein Erfolgserlebnis in Form eines Sieges. Nach dem 35:35 Remis beim Aufsteiger HG Hamburg-Barmbek, steht am Samstag, die nächste Herausforderung auf dem Spielplan. Dann erwartet unsere Mannschaft den SC Magdeburg II. Der Anpfiff in heimischen Idraetshallen erfolgt um 17 Uhr. „Magdeburg ist sehr stark in die Saison gestartet. Sie sind als Team weitestgehend zusammengeblieben. Fast alle Spieler der letzten Saison sind noch dabei. So sind sie sehr eingespielt“, sagt unser Trainer vor der Partie gegen den Tabellendritten, der eine sehr gute Ausbeute von 7:3 Zählern vorweist.
Gäste mit typischer Magdeburger Handballphilosophie
Und Magnus warnt vor den Stärken der Gäste. „Magdeburg spielt eine sehr robuste Abwehr. Zumeist ist es eine kompakte 6-0 Deckung. Dann versuchen sie mit Schnelligkeit umzuschalten. Im Positionsspiel im Angriff sind sie sehr stark im Eins gegen eins Spiel. Eben der typische Magdeburger Handball“, erklärt unser Coach die Philosophie des Bundesligaunterbaus. Dementsprechend sind die Gästespieler ausgebildet. „Fast alle Spieler sind aus der eigenen A-Jugend des SC Magdeburg. Für einige ist es das ersten Herrenjahr, einige sind aber im zweiten Seniorenjahr. Mit Pablo Lange haben sie einen ganz starken und talentierten Linksaußen. Er hat in der letzten Saison schon Einsätze in der Bundesligamannschaft gehabt“, sagt Magnus über die Gäste und deren zweitbesten Torschützen, der in fünf Partien 27 Treffer erzielte. Dabei ist Lange auch ein verlässlicher Vollstrecker von der 7-Meter Marke. Bester Werfer des SC Magdeburg II ist Sebastian Bialas, der es auf 28 Tore bringt. „Er ist ein ganz starker Spielmacher. Er verfügt über einen sehr gefährlichen Schlagwurf und auch sein Zusammenspiel mit dem Kreis ist überragend. Dort wartet mit Mattis Heiß ein sehr großer Akteur, der auch geschickte Sperren für seine Mitspieler setzt. Leon Bahr ist auf der Rückraum Mitte stark im Eins gegen eins Spiel. Von dort kommt also viel Druck“, sagt Magnus über die Magdeburger Schaltzentrale. Aber aus der zweiten Reihe gibt es weitere Topspieler bei den Gästen. Und vor ihnen warnt unser Trainer ebenfalls. „Im rechten Rückraum ist Noach Hensen sehr torgefährlich. Dazu kommt Niklas Döbbel, der im rechten und linken Rückraum stark aufspielt“, sagt Magnus. Döbbel traf bisher zwanzig Mal und ist gemeinsam mit Jordan Hammer drittbester Magdeburger Torschütze. „Hammer ist von Rechtsaußen ein richtig spannender Spieler“, lobt unser Coach den Flügelspieler der Gäste.
Gutes Rückzugsverhalten der Schlüssel für den Erfolg
„Mit Willi Lücke hat Magdeburg zudem einen sehr starken Torhüter. Deshalb müssen wir im Angriff sehr konzentriert spielen“, fordert Magnus Geduld in der eigenen Offensive. Aber auch auf unseren Deckungsverband wartet Schwerstarbeit. „Wir wissen, was auf uns zukommt. Doch wir müssen dabei 110 Prozent Einsatzbereitschaft zeigen und von der ersten Minute an hellwach sein. Dazu ist auch nach eigenen Angriffen gegen die schnellen Magdeburger ein sehr gutes Rückzugsverhalten vonnöten. Da fängt die Abwehrarbeit schon an. Das ist der Schlüssel in diesem Spiel“, sagt Magnus. Das beste Beispiel der Magdeburger Offensivstärke war ausgerechnet in einem Auswärtsspiel zu sehe. Vor drei Wochen spielten die jungen Gäste den guten Aufsteiger Sportfreunde Söhre in deren eigener Halle förmlich schwindelig und trafen 47 (!) Mal beim 47:37 Sieg in der Nahe Hildesheim liegenden niedersächsischen Gemeinde. „Magdeburg ist trotz ihrer jungen Mannschaft sehr diszipliniert. Das müssen wir auch sein. Ich erwarte ein typisches enges 3. Liga Spiel auf Augenhöhe“, sagt Magnus, der während der Woche einige erkrankte und angeschlagene Spieler hatte. „Doch am Samstag werden sicherlich alle topfit sein. Und wir werden heiß sein, denn wir freuen uns darauf, wieder ein Heimspiel zu haben. Wir hoffen auf eine volle Halle, die uns unterstützt. Das gibt uns immer so viel Energie. In der letzten Saison haben wir beide Spiele knapp gewonnen. Und wir wollen es wieder schaffen und Samstag gewinnen“, sagt Magnus voller Vorfreude auf ein tolles Handballspiel, „zweier junger talentierter Mannschaften mit sehr viel Potenzial“. Jörn Saemann
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