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Respekt vor den Gästen – doch zwei Punkte für den Klassenerhalt sollen in Flensburg bleiben 

DHK will seinen starken Lauf bestätigen 

Der DHK Flensborg befindet sich derzeit in einer richtig guten Form. Fünf der letzten sieben Partien wurden gewonnen, nur bei den Zweitligaaspiranten EHV Aue und MTV Braunschweig musste sich unsere Mannschaft geschlagen geben. Dadurch schob sich unser Team von der Abstiegszone mit 15:21 Punkten auf Rang zehn. Und der Aufwärtstrend soll weiter bestätigt werden. „Wir haben im neuen Jahr gefühlt nur Vier-Punkte-Spiele. Wieder geht es gegen eine Mannschaft, die wir in der Tabelle klar auf Distanz halten wollen. Doch ich habe Respekt vor Barmbek. Sie kommen mit einer großen Aufstiegseuphorie und haben bisher eine sehr gute 3. Liga Saison gespielt“, sagt unser Trainer Magnus vor der Begegnung am Samstag, gegen die HG Hamburg-Barmbek. Der Anpfiff in unserer heimischen Idraetshallen erfolgt um 17 Uhr.

Gästekader sehr ausgeglichen und erfahren

Ausgerechnet im Hinspiel gegen unsere Mannschaft, holte der zuvor punktlose Aufsteiger aus Hamburg-Barmbek seinen ersten Zähler. Einen 33:28 Vorsprung, achteinhalb Minuten vor Schluss, konnte unser DHK im September vergangenen Jahres nicht über die Zeit bringen. Einige unnötige Ballverluste und Zeitstrafen gegen uns, haben uns aus dem Rhythmus gebracht. Da haben wir nicht gut agiert“, sagt Magnus mit Erinnerung an das 35:35 Remis an der Elbe. „Doch jetzt sind wir voller Selbstvertrauen und die Mechanismen greifen bei uns immer besser. Deshalb wollen wir das Spiel natürlich gewinnen“, sagt Magnus mit großer Überzeugung. Doch er weiß um die erneute Schwere der Aufgabe. „Ich habe großen Respekt, denn Barmbek hat eine sehr eingespielte und erfahrene Mannschaft. Sie haben, ähnlich wie Söhre, Ostsee und Oranienburg, viele ältere Spieler in ihren Reihen, die dass Spiel tragen. Sie haben inzwischen zehn Punkte geholt und dabei Ostsee und Plauen geschlagen. Außerdem haben sie bei Eider/Harde gewonnen“, sagt Magnus über die Stabilität, die sich bei den Gästen im vergangenen Herbst einstellte. In diesem Jahr gab es mit dem 32:32 beim Oranienburger HC einen wichtigen Zähler, gegen den starken Stralsunder HV unterlag die HG Hamburg-Barmbek nur knapp mit 31:33. Dafür, dass die Gäste immer stärker geworden sind, macht unser Trainer auch ein Quartett aus. „Als Erster ist bei Barmbek Timon Kaminski im rechten Rückraum zu nennen. Er besticht durch seine Routine und sein gutes Auge für seine Mitspieler. Aber auch im Eins gegen eins ist er sehr durchsetzungsstark. Und er hat einen harten und präzisen Wurf. Barmbek wird ihn bestimmt gut ins Spiel bringen wollen. Aber wir wollen versuchen, ihn so gut wie möglich aus dem Spiel zu halten“, sagt Magnus mit großem Respekt vor dem Leistungsträger der Gäste, der unseren DHK im Hinspiel förmlich „nervte“ und elf Tore erzielte. Mit 85 Treffern ist Timon Kaminski auch der beste Schütze der HG Hamburg-Barmbek. Neben ihm, auf der Flügelposition, agiert Justin Kaminski. „Ein ganz starker Rechtsaußen, der sehr gut mit seinem Bruder eingespielt ist. Wir müssen also auf beide Brüder aufpassen“, sagt Magnus mahnend über das Kaminski-Duo.

Ben Behncke der Dreh- und Angelpunkt bei Hamburg-Barmbek

Vor einem weiteren Leistungsträger der Gäste hat Magnus ebenso großen Respekt. „Ben Behncke wurde in Flensburg ausgebildet und mit der A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt deutscher Meister. Er ist ein toller Spieler. Ich beobachte seinen sehr guten Weg. Er ist die Seele des Barmbeker Spiels, der Dreh- und Angelpunkt. Seine Kreise werden wir auch entscheidend einengen müssen“, sagt unser Trainer adelnd über den Spielmacher der HG Hamburg-Barmbek, der mit 66 Treffern, darunter 22 verwandelten Strafwürfen, der zweitbeste Torschütze des mit 10:26 Punkten auf Rang zwölf stehenden Aufsteigers ist. Und Magnus verweist auf die weiteren Möglichkeiten bei den Gästen. „Mit Tim Stapenhorst haben sie einen weiteren starken Rückraumspieler, der einen gefährlichen und präzisen Schlagwurf hat. Da müssen wir genauso aufpassen, wie auf Jan-Ove Litzenroth. Nach überstandener Verletzung spielt er bei der HG Hamburg-Barmbek wieder eine beständige Rolle. Insgesamt ist ihr Kader sehr breit aufgestellt und wir werden wieder eine schwere Aufgabe vor uns haben“, sagt unser Trainer, der ein typisches 3. Liga Spiel erwartet. „Es wird wieder eine enge Partie und spannend bis zum Schluss sein. Deshalb brauchen wir wieder die Unterstützung aus der Halle und auf und neben der Platte Emotionen. Auf dem Feld und auf der Bank brauchen wir dieselbe Stimmung wie gegen die HSG Ostsee. Dann werden wir das Spiel auch gewinnen“, sagt Magnus und freut sich, dass auch unser Torhüter Haui wieder dabei ist. „Die Verletzung von Rune war nicht so schlimm und er hat während der Woche voll trainiert. Ben hat es in den letzten beiden Spielen im Tor aber auch überragend gemacht. Langsam kommen die angeschlagenen Spieler wieder zurück und wir können in unserem Kader aus dem Vollen schöpfen. Darüber freue ich mich. Wir haben uns seit Oktober so stark weiterentwickelt, dass macht mich sehr stolz. Wir wollen unsere tolle Serie weiter ausbauen“, sagt Magnus und hat die nächsten zwei Punkte im Visier. Jörn Saemann