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Nach der Pause mit zu vielen technischen Fehlern     

DHK mit zehnminütigem Blackout

HC Empor Rostock – DHK Flensburg 32:21 (15:11) 

Der DHK Flensborg hat am Sonntagabend eine derbe Pleite hinnehmen müssen. Beim Aufstiegsaspiranten HC Empor Rostock setzte es für das Team von Magnus Frisk Jensen eine deutliche 21:32 (11:15) Schlappe. Schon Anfang März diesen Jahres war unsere Mannschaft beim Gastspiel in der Sporthalle Marienehe in Rostock beim 20:42 klar unterlegen gewesen. „Mein Gefühl sagt mir gerade, dass ich genervt bin. Mit der ersten Halbzeit war ich zu 90 Prozent zufrieden. In der zweiten Halbzeit machen wir dann aber der 37. Minute nicht mehr das, was wir vorher sehr gut gemacht haben. Mit Geduld und Disziplin spielen. Wir haben völlig die Struktur verloren“ sagte Magnus nach der Partie total enttäuscht.

Ruhiger Spielaufbau trotz einiger unglücklicher Entscheidungen 

Mit seiner Analyse hatte er die Partie auf den Punkt getroffen. Denn nach dem 2:2 in der achten Minute, wo beide Mannschaften ihre Startprobleme beim Torabschluss hatten, kamen die Gastgeber besser in die Partie. Beim 3:6, vier Minuten später, nahm Magnus seine erste Auszeit. Bis zum 5:10 hatte der erste klare Fünf-Tore-Rückstand seine Gültigkeit (16.). Doch ausgerechnet in einer doppelten Unterzahl, Thilo und Tom brummten jeweils eine Zeitstrafe ab, überzeugte unser Team. Im Angriff wurde mit sehr viel Ruhe agiert. Die Folge war der Anschluss zum 8:10 (20.), der Empor-Trainer Michael Jacobsen zu einer Auszeit zwang. Danach hatte unsere Mannschaft weiterhin Pech, da die Schiedsrichter ein wenig kleinlich pfiffen. Zu den Zeitstrafen kamen Pfiffe, wegen des Übertretens in den Torraum. „Das war dreimal so. Normalerweise wird so etwas gar nicht gepfiffen. Zumindest nicht innerhalb von fünf Minuten. Ich kann aber auch nicht beurteilen, ob es wirklich Fehler von uns waren“, sagte Magnus zu den sehr unglücklichen Entscheidungen der Unparteiischen Alexander Kittel und Lars Erik Scharfe, ohne ihnen einen Vorwurf zu machen. So verpasste unsere Mannschaft mögliche drei Treffer und kassierte ihrerseits Gegentore durch die Gastgeber. Zur Halbzeit leuchtete ein 11:15 Rückstand des DHK von der Rostocker Anzeigentafel.   

Nach dem 15:18 im Angriff zu harmlos und mit vielen technischen Fehlern  

„Ich denke, ein 14:15 aus unserer Sicht wäre okay gewesen. Denn wir haben gegen die starken Rostocker eine sehr gute Halbzeit gespielt. Deshalb hatte ich in der Pause auch ein Hammergutes Gefühl“, sagte Magnus und ging positiv gestimmt in den zweiten Durchgang. Und der Start war durchaus verheißungsvoll. Durch zwei Treffer, die in einer engen Phase mit der nötigen Geduld sowie Glück und Geschick bei angezeigtem Zeitspiel erzielt wurden, kam unser DHK vier Minuten nach Wiederbeginn auf 13:15 heran. Die Gastgeber legten dann in Unterzahl durch eine überragende Einzelaktion von Julius Siedler, der mit einer geschickten Drehung und starkem Abschluss vom Kreis traf, das 16:13 drauf. Doch Maurice traf im Gegenzug zum 14:16 Anschluss. Das schnelle 14:18 konterte unser Team nach einem schönen Anspiel an den Kreis durch Addi´s 15:18 (37.). Doch dann brach unsere Mannschaft im Angriff förmlich zusammen. Viele technische Fehler sorgten für unnötige Ballverluste, die von den dann brutal effektiven Gastgebern bestraft wurden. Zudem zog Rostocks bester Akteur auf dem Parkett, Torhüter Leon Mehler, unserer Offensive zusätzlich den Zahn. Magnus hatte mit einer Sieben gegen sechs Variante ohne eigenen Torhüter versucht, mehr Durchschlagskraft im Angriff zu entfachen. Doch die Fehlerquote vorne war weiter zu hoch. Unsere Mannschaft schmiss die Bälle förmlich weg. Binnen zehn Minuten wurde aus dem hoffnungsvollen und machbaren Drei-Tore-Rückstand, durch sieben Gegentore in Folge, mit dem 15:25 eine Zehn-Tore-Hypothek (47.). „Da haben wir ohne Struktur gespielt. Man kann Schwächephasen im Spiel haben. Aber dann muss es zum Beispiel eine 1:3 Phase sein. Aber nachdem wir vorne überhaupt keine Pässe mehr an den Mitspieler gebracht haben, war auch das Zurücklaufen beim Sieben gegen sechs zu kopflos“, beschrieb Magnus die Phase, die zur Vorentscheidung zu Ungunsten unseres DHK führte.

Lehren aus den schwachen zehn Minuten ziehen

In den letzten Minuten der Partie war es dann wieder etwas ausgeglichener. Am Ende stand die klare 21:32 Pleite, die aufgrund ihres Zustandekommens völlig unnötig war. „Wenn wir eine so geduldige zweite Halbzeit spielen, wie wir das in den ersten dreißig Minuten gemacht haben und mehr Tore erzielen, dann steht vielleicht eine 26:30 Niederlage bei einem Spitzenteam wie Empor Rostock da. Nach einer Leistung in der ersten Halbzeit auf Top fünf Niveau, haben wir leider zehn Minuten auf dem Level einer Mannschaft für die untersten Fünf gespielt. Das ist enttäuschend“, sagte unser Trainer, der aber schnell nach vorne schauen wollte. „Natürlich beschäftigt mich dieser Einbruch im Spiel. Aber wieder einmal müssen wir daraus lernen und es im nächsten Spiel besser machen. Wir werden während der Woche hart trainieren, denn am nächsten Sonntag, sind wir bei den Füchsen Berlin II zu Gast, die im Moment völlig zurecht auf Platz eins der Tabelle stehen. Da sind wir wieder Außenseiter und wollen alles geben und unsere Schwächephasen minimieren. Dann besteht die Möglichkeit, zu überraschen“, sagte Magnus mit Blick auf die Partie am 26. Oktober, um 16 Uhr, beim Ligaprimus in der Hauptstadt. Jörn Saemann

HC Empor Rostock: Wetzel, Leon Mehler – Costa Dias (3/2), Scheminski (3), Richter, Mamporia, Dennis Mehler (3), Siegler (3), Schütze (2), Uhl (2/2), Reichardt (3), Funke (4), Pratschner (1), Gansau (8), Pechstein.
DHK Flensburg: Hauenstein, Backhaus – Niestroj (3), Günther, Schlott (1), Hansen, Adam (2), Knutzen (7/5), Mau, Lorenzen (1), Westphalen (1), Koscielski, Sonne Domino (5), Rithaphorn (1). 
Schiedsrichter: Kittel/Scharfe
Zuschauer: 876     

Bilder: SPEEDphotos.de