DHK belohnt sich für ein tolles Spiel
SV 04 Plauen-Oberlosa – DHK Flensborg 28:29 (9:13)
Der DHK Flensborg ist wieder in der Spur. Sieben Tage nach dem erlösenden 37:31 Heimerfolg über den SC DHfK Leipzig II, der eine Durststrecke von neun Partien ohne Sieg beendete, legte die Mannschaft von Magnus Frisk Jensen und Daniel Wuzella nach. Denn der Dansk Handbold Klub gewann das wichtige Spiel beim SV 04 Plauen-Oberlosa zwar knapp, aber verdient mit 29:28 (13:9) Toren. „Riesenrespekt vor der Leistung. Wir haben eine neunstündige Fahr hierher gehabt. Alle waren so fokussiert. Wenn wir so geschlossen auftreten, dann sind wir schwer zu schlagen. Ich bin so stolz auf die Mannschaft. Jetzt geht es wieder für neun Stunden in den Bus. Das wird eine hammergeile Rückfahrt“, sagte Magnus voller Freude über den doppelten Punktgewinn, der unseren DHK Flensborg mit 9:17 Punkten vorübergehend auf Rang elf katapultierte. Nur einen Zähler hinter den Gastgebern (10:16) aus Sachsen.
DHK mit starker Deckung im ersten Durchgang
Dort zeigte unsere Mannschaft von Anfang an, dass sie sich für die längste Reise in der 3. Liga Nord-Ost belohnen wollte. Denn die Deckung hielt den gefährlichen Rückraum der Hausherren mit beweglichem Stellungsspiel sehr gut in Schach. Dahinter zeigte Haui zahlreiche starke Paraden. „Die Abwehrarbeit war der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Magnus über das Prunkstück in der Partie. In der sechsten Minute lag unser Team durch das 3:1 von Thilo erstmals mit zwei Treffern vorne. Thilo erhöhte in der zehnten Minute gar auf 6:3. Beim 6:5 war es noch einmal eng. Dann wurde nach guten Aktionen eine 9:6 Führung herausgeworfen (16.). Auf beiden Seiten stachen danach die Torhüter heraus. Haui parierte ebenso stark, wie auch Plauen-Oberlosa Schlussmann Patryk Foluszny. So erzielte jede Mannschaft in neun Minuten nur einen Treffer. Nach dem 10:7 war unser DHK dann wieder überlegen und strukturiert. Mit einem verdienten 13:9 Vorsprung ging es in die Pause.
Starker Angriff ebnet den Weg in die zweite Halbzeit
Nach dem Wechsel war unsere Defensive weiter schier unüberwindbar. Im Innenblock der Deckung wurde der Plauener Rückraum weiter förmlich aus dem Spiel genommen. Vor allem unsere großgewachsenen Akteure Thilo und Schlott blockten die Schützen des Aufsteigers rechtzeitig ab. Aber auch die Bewegung in der Deckung war dafür verantwortlich, dass Lücken für die übrigen Spieler der Gastgeber schnell geschlossen wurden und diese so keine nachhaltigen Drucksituationen herausspielen konnten. Unser Angriff hingegen spielte mit viel Ruhe und suchte die sich bietenden Chancen. Angeführt von unserem überragenden zwölffachen Torschützen Thilo, setzte sich der DHK durch ihn und Schlott schnell auf 15:9 ab. Der umsichtig agierende Marc, als Rechtshänder auf der ungewohnten halbrechten Rückraumposition, sorgte mit dem 19:13 dafür, dass der Sechs-Tore-Vorsprung weiter Bestand hatte (40.). „Marc hat dort 45 Minuten lang gespielt und es überragend gemacht“, lobte Magnus den jungen Spielmacher, der in seinem zweiten Seniorenjahr und dem Ersten in der 3. Liga, die Bälle geschickt verteilte und gute Übergänge schuf. Als Addi Mitte des zweiten Durchgangs das 23:17 erzielte, schien unser DHK einem sicheren Sieg entgegenzusteuern. Vielleicht wäre es nicht mehr spannend geworden, hätte der anschließende Kempa-Trick von Mikkel auf Thilo sein Ziel gefunden. Doch er misslang (46.). So kamen die Gastgeber beim 21:24, zehn Minuten vor dem Abpfiff, auf drei Tore heran.
In der Schlussphase wird es noch einmal richtig eng
Doch es schien, als würde unser DHK kühlen Kopf bewahren. Marc mit dem 25:21 und Thilo mit dem 26:22 erhöhten jeweils auf vier Tore Differenz. Dann kassierte Schlott eine Zwei-Minuten-Strafe. Diese nutzten die Sachsen zum 24:26 Anschluss. Magnus zog die Notbremse in Form einer Auszeit, weil sich unser Angriff in der Plauener Defensive förmlich festlief. Danach hatte unsere Mannschaft wieder bessere spielerische Passagen und sehr gute Chancen. Doch nun „nervte“ Plauens Torhüter Patryk Foluszny unsere Spieler mit sehr starken Paraden und hielt so die Gastgeber im Spiel. Zudem bekam Thilo eine Zeitstrafe, obwohl sein Block in der Bewegung fair war. So waren wir in Unterzahl und dem Aufsteiger gelang nicht nur der 25:26 Anschluss, sondern auch der 26:26 Ausgleich durch Libor Hanisch (56.). Wieder gelang es unserem DHK, sich durch Jonas und Thilo zum 28:26 abzusetzen. Doch die verbleibenden zwei Minuten wurden zum Krimi. Wieder brachte unsere Mannschaft zwei große Chancen nicht im Tor unter und die Gastgeber hatten 15 Sekunden vor Schluss den Ball. Ein früher Abschluss von ihnen wurde gestört und Haui lenkte ihn über die Querlatte. Er machte dann das Spiel schnell. Der Ball kam zu Maurice, der sich halblinks durch tanke und vier Sekunden vor der Schlusssirene zum umjubelten 29:28 Siegtreffer unseres DHK Flensborg einwarf. „Natürlich wurde es noch einmal unnötig spannend. Aber das ist jetzt egal. In Plauen werden nicht viele Mannschaften gewinnen. Aber wir haben es geschafft und das über das ganze Spiel hochverdient. Jetzt haben wir zwei Wochenenden Pause und dann liegt der Fokus auf das wichtige Spiel gegen Söhre“, sagte Magnus und schaute schon auf die Partie gegen den nächsten Staffelneuling Sportfreunde Söhre. Der derzeitige Tabellenvorletzte (6:20 Punkte) gastiert in drei Wochen, am Samstag, 13. Dezember (17 Uhr), in Idraetshallen. Jörn Saemann
SV 04 Plauen-Oberlosa: Foluszny, Ebert – Stäglich, Kunst (10), Hanisch (4), Jezernik (1), Chobot (4), Meckel (1), Becvar (1), Olkowski (3), Malta, Puljic, Naumann (4/2).
DHK Flensburg: Hauenstein, Schmitt – Niestroj (4), Günther, Schlott (2), Hansen, Knutzen (12/3), Mau, Lorenzen (1), Westphalen (1), Koscielski (2), Sonne Domino (5), Rithaphorn (2).
Schiedsrichter: Bier/Sistermanns
Zuschauer: 609