DHK verliert gegen geduldige HSG Ostsee
HSG Ostsee – DHK Flensborg 38:31 (20:14)
Der DHK Flensborg hat nach seinem guten Frühstart in die Saison der 3. Liga Nord-Ost seine zweite Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Das Derby bei der HSG Ostsee setzte das Team von Magnus Frisk Jensen mit 31:38 (14:20) in den Sand. Somit gab es in Grömitz erneut nichts zu holen für unseren DHK „Wir haben gut angefangen und hatten starke Momente im Angriff. Da haben wir uns an den Matchplan gehalten. Doch dann bekommen wir vom Kreis unnötige Gegentore, da uns die letzten fünf Prozent Aggressivität fehlen“, sagte Magnus nach dem Spiel.
Beginn der Partie mit Konzentration im Angriff
Mit viel Schwung begann unsere Mannschaft im Derby. Der Ball lief gut in den eigenen Reihen, die Abschlüsse waren zunächst Konsequent. Maui brachte und mit einem Doppelpack 2:0 in Führung, nach sechs Minuten lag unsere Mannschaft mit 6:5 in Front. Bis zum 8:9 war unser DHK im Soll, doch dann kassierten wir die von Magnus angesprochenen ersten unnötigen Gegentreffer aus der Nahwurfzone. „Da fehlte uns der letzte Schritt im Abwehrverhalten“, monierte Magnus die letzte Bewegung zum Gegenspieler. „Wir waren vorne zudem zu ungeduldig und haben unser Konzept verloren. Statt mit drei oder vier Toren zu führen, da wir eigentlich ein gutes Spiel machen, geraten wir mit sechs Toren in Rückstand. Denn unsere Mannschaft kassierte nach dem 9:11 (16.) vier Gegentore in Folge. Auch eine Auszeit von Magnus beim 9:13 konnte den Negativlauf zum 9:15 (20.) nicht stoppen. Zur Pause stand ein 14:20 auf der Anzeigentafel der Ostholsteinhalle in Grömitz.

In der zweiten Halbzeit zu ungeduldig
Auch im zweiten Durchgang fand unsere Mannschaft nicht entscheidend in die Spur. Nach dem schnellen 14:21 kämpfte sich unser Team zunächst zwar auf 19:23 heran (37.), doch wieder agierte es zu ungeduldig. Die Folge waren unnötige Abschlüsse und Ballverluste. Die Gastgeber hingegen agierten mit der nötigen Ruhe. „Ostsee hat ein sehr gutes Spiel gemacht und war gegen unsere junge Mannschaft einfach abgezockt“, lobte Magnus die Hausherren. Diese waren weiter wacher gegen unsere Deckung, die nie die nötige Aggressivität zeigte. Die HSG Ostsee nutzte so die sich bietenden Torchancen. Dabei spielte ihnen häufiges Überzahlspiel in die Karten. „Wir haben in der zweiten Halbzeit viele Zeitstrafen bekommen. Da müssen wir analysieren, ob die Schiedsrichter es zu hart bestraft haben, oder ob wir uns nicht gut angestellt haben“, ergänzte Magnus eine erneut schwer wiegende Schwächephase. Aus dem 19:23 wurde binnen sechs Minuten ein 1:7 Negativlauf zum 20:30 Mitte des zweiten Durchgangs. Zumindest kämpfte unsere Mannschaft und kam acht Minuten vor dem Abpfiff auf fünf Treffer heran. Doch nach dem 27:32 gelangen der HSG Ostsee in den folgenden Angriffen wichtige Tore, sodass es bei dem stetigen Fünf-Tore-Rückstand blieb. Nach dem 29:34 (55.) waren es wieder zwei wichtige Treffer, die unser Team zermürbten. Nach dem 31:36, gut 68 Sekunden vor Schluss, musste unser DHK dann noch zwei Gegentreffer zum 31:38 Endstand schlucken. So versuchte unser Trainer schnell, die Niederlage abzuhaken. „Ich bin sehr enttäuscht, denn meiner Meinung nach war hier viel mehr möglich. In Oranienburg haben wir gezeigt, was mit einer beweglichen und aggressiven Abwehr drin ist. Da haben wir klar gewonnen. In dieser starken 3. Liga wird einem nichts geschenkt. Deshalb wird in der kommenden Trainingswoche der Fokus auf die Abwehrarbeit gelegt. Außerdem müssen wir uns an den Matchplan halten, damit wir unsere Schwächephasen minimieren. Es wartet harte Trainingsarbeit auf uns“, sagte Magnus nach der Niederlage abschließend. Jörn Saemann
HSG Ostsee N/G: Minning, Zupp – Farschchi (4), Harms (4/3), Mendle (1), Kilias (8), Schramm (5), Klemann (3), Gajate (2), Claasen, Deleske (3), Hanisch (1), Mathis Bruhn (1), Jasper Bruhn (6).
DHK Flensburg: Hauenstein, Schmitt – Niestroj (3), Günther (1), Schlott, Adam (1), Kinsky (2), Knutzen (10/2), Mau (4), Lorenzen, Westphalen, Sonne Domino (2), Rithaphorn (7), Schulte (1).
Schiedsrichter: Ebel/Hermschröder
Zuschauer: 206
Bilder: SPEEDPhotos.de