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Gastgeber brauchen nach dem Umbruch einige Anlaufzeit 

DHK Flensborg – TSV Altenholz 24:29 (10:15)

Der DHK Flensborg hat das Kooperationsderby gegen den TSV Altenholz mit 24:29 (10:15) verloren. Im ersten Test der neuen Saison, der in der Urzelle der „Hölle Nord“ im Rahmen einer Doppelveranstaltung mit der SG Flensburg-Handewitt (35:33 gegen SAH Skanderborg-Arhus) stattfand, offenbarten sich dabei einige Abstimmungsprobleme in unserer Mannschaft. Der abermalige Umbruch, nach dem Weggang vieler routinierter Leistungsträger, war in der Anfangsviertelstunde vor allem im Angriff deutlich zu sehen.

Nach Fehlstart mit mehr Dynamik  

Nach zwei Minuten traf Tom zwar zur 1:0 Führung per Strafwurf, doch es sollte für zehn Minuten das einzige DHK-Tor sein. In der Offensive fehlte der erforderliche Druck um den Altenholzer Mittelblock auseinander zu spielen und sich hundertprozentige Torchancen zu erarbeiten. So fiel unser Team auf 1:5 zurück. Danach erzielte Tom mit einem erneuten Siebenmeter das 2:5. Doch ein Doppelschlag sorgte für das 2:7 zugunsten der Gäste aus Kiel (14.). „Wir haben in der Anfangsphase einfach zu viele Chancen vergeben“, sah unser Trainer Magnus aber auch einen Grund für den klaren Rückstand in der fehlenden Effektivität, die bei sich bietenden Möglichkeiten zu Tage traten. Zwar folgten danach schön ausgespielte Aktionen, mit den ersten Feldtoren und der kurzzeitige 5:8 Anschluss, doch aus dem rechten Rückraum waren eben die Gäste weiter sehr Effektiv und setzten sich noch einmal auf 5:11 ab. In den letzten sieben Minuten vor der Pause gestaltete unser DHK die Partie auf Augenhöhe. Der Angriff kam nun gegen die kompromisslose und bewegliche Altenholzer Deckung besser zum Zug. So wurden mit einem 10:15 die Seiten gewechselt.

Nach der Pause mit mehr Durchschlagskraft

Mit Beginn des zweiten Durchgangs legte der DHK konzentriert los. Marc per Doppelpack und Addi verkürzten schnell zum hoffnungsvollen 13:15. Danach verpasste Addi mit einem listigen Dreher den möglichen Anschlusstreffer zum 14:15. Dies sollte sich im Gegenzug leider rächen, denn der TSV Altenholz erhöhte auf 13:16. So ging es Minutenlang hin und her. Der Dansk Handbold Klub traf und verkürzte auf zwei Treffer, praktisch im Gegenangriff setzten die Gäste auf plus Drei auf. „In der zweiten Halbzeit sind wir sehr gut reingekommen und auch Rune hat im Tor sehr gut gehalten. Doch wir haben dann zu viele hundertprozentige Chancen im Angriff vergeben. Dann wären wir nochmal herangekommen“, sagte Tom nach der Partie.

Altenholzer Routine gibt den Ausschlag

Denn beim 16:18, 17:19 und 18:20, hatte unsere Mannschaft erneut die Chance, auf ein Tor heranzukommen. Doch der erfahrene TSVA-Keeper Tom Landgraf konnte die Möglichkeiten unserer Offensive vereiteln. Statt des Anschlusstreffers, musste sich der DHK Flensborg fortan aber der Routine des TSV Altenholz beugen. Die Gäste setzten sich durch drei Tore in Folge auf 18:23 ab (48.). In den verbleibenden zwölf Minuten zeigte der Tabellendritte der vergangenen Spielzeit, warum er eine absolute Spitzenmannschaft in der 3. Liga Nord-Ost war. Immer wieder wurden Torerfolge unseres DHK mit Gegentreffern beantwortet. So blieb es beim Fünf-Tore-Vorsprung des Teams von Torge Greve. Der TSVA-Trainer war einst selbst in der Urzelle der „Hölle Nord“ als pfeilschneller und torgefährlicher Rechtsaußen in der 2. Bundesliga aktiv gewesen und lief auch für die benachbarte HSG Tarp-Wanderup im Bundesligaunterhaus auf. Zudem etablierte er den Kooperationspartner VfL Lübeck-Bad Schwartau als eine Institution in der 2. Bundesliga. So landete seine Mannschaft am Ende einen verdienten Sieg. Das 24:29 aus Sicht unseres DHK Flensborg zeigte, dass unsere Mannschaft noch einige Arbeit vor sich hat. Der Halbzeit übergreifend gute Auftritt zwischen dem 5:11 und 18:20, machen aber Mut und Lust auf mehr. Dies sah auch Tom so. „Wir waren in der Abwehr sehr solide. In Skærbæk spielen wir gegen Hamm-Westfalen. Das wird noch einmal ein anderes Kaliber. Aber wir werden es hoffentlich besser machen“, sagte Tom abschließend, mit Blick auf das nächste Testspiel gegen den Zweitligarückkehrer, der in der Saison 2023/24 sogar noch in der Bundesliga spielte. „Es geht jetzt gegen zwei Zweitligisten. Aber die Gegner haben wir bewusst ausgewählt, denn wir wollen uns mit starken Mannschaften messen“, sagte unser Trainer, dessen Team am 8. August, den VfL Lübeck-Bad Schwartau in heimischen Idraetshallen erwartet. „Heute war es am Anfang schwierig für uns, aber wir müssen wieder viele junge Leute einbauen. Aber ich freue mich auf die Aufgabe und brenne richtig. Das passt zum tollen Event hier. Das hat, wie im letzten Jahr, sehr viel Spaß gemacht. Die Wikinghalle war voll und es war richtig heiß hier“, sagte Magnus mit einem Lachen über die Atmosphäre in der „Hölle Nord“ und der Hitze vor gut 2.200 Fans in der Arena. Jörn Saemann

DHK Flensburg: Hauenstein, Haidu – Niestroj (4), Schlott (1), Hansen, Lorenzen (5/5), Westphalen (1), Koscielski (5), Rithaphorn (1), Zacharias Minning (1), Simon (2), Schmidt (2), Schröder (2), Buschmann.

Zuschauer: 2.200