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Gäste sollen mit einem Heimsieg auf Distanz gehalten werden 

DHK erwartet Sportfreunde Söhre zum nächsten „Vier-Punkte-Spiel“ 

Der DHK Flensborg hat vor der zuletzt dreiwöchigen Pause wieder in die Erfolgsspur gefunden. Im November gab es mit dem 37:31 gegen den SC DHfK Leipzig II und dem 29:28 beim SV 04 Plauen-Oberlosa zwei ganz wichtige Siege. Dadurch sprang die Mannschaft von Magnus Frisk Jensen und Daniel Wuzella vom vorletzten 15. Tabellenplatz auf Rang elf der 3. Liga Nord-Ost. „Ich bin jetzt noch Stolz auf die Jungs. Gegen Leipzig war der Druck sehr hoch, weil Leipzig noch ohne Punkte ist. Und in Plauen zu gewinnen ist alles andere als selbstverständlich. Aber meine Mannschaft hat immer die Ruhe bewahrt und war voll fokussiert. Jetzt wollen wir mit diesem Selbstvertrauen gegen Söhre spielen und im letzten Heimspiel des Jahres des dritten Sieg in Folge einfahren“, sagt Magnus mit klarer Zielsetzung für die Partie am Samstag, gegen die Sportfreunde Söhre, in der heimischen Moltkestraße. Der Anpfiff in Idraetshallen erfolgt um 17 Uhr.  

Gäste besser als ihr Tabellenstand

Doch unser Trainer warnt vor den Gästen. „Sie haben eine sehr starke Mannschaft. Sie sind im Altersdurchschnitt eher in den Endzwanzigern und somit ein sehr erfahrenes Team. Und sie haben eine Breite im Kader, wo kein Alleinunterhalter in der Mannschaft ist“, sagt Magnus über die Routine der Sportfreunde Söhre von 1947. Und er stellt den täuschenden Tabellenstand der Niedersachsen klar. „Söhre ist viel besser, wie es der vorletzte 15. Tabellenplatz aussagt. In der letzten Saison waren sie in der 3. Liga Nord-West Zehnter, davor sogar Siebenter. Das zeigt wieder einmal, wie stark und ausgeglichen unsere 3. Liga Nord-Ost ist. Söhre hat bei einigen ihrer knappen Niederlagen „sehr gute Leistungen gezeigt“, sagt Magnus und hebt dabei das 23:26 beim TSV Altenholz und auch das klare 28:39 gegen Tabellenführer Füchse Berlin II hervor. „In Altenholz war es sehr eng und sie haben erst ganz am Schluss verloren. Gegen Berlin haben sie kurz nach der Halbzeit noch mit zwei Toren geführt. Dann haben sie einige Zeitstrafen bekommen und wurden von den Füchsen förmlich überrannt. So täuscht das Ergebnis etwas“, ergänzt Magnus und reflektiert das Resultat der Gäste im Gegensatz zu der guten Leistung. Auch gegen den amtierenden Meister MTV Braunschweig waren die Sportfreunde Söhre sehr stark und unterlagen knapp mit 29:32. Den EHV Aue besiegte man gar mit 33:32. Bei ihren Gastspielen holten sie mit 35:35 bei der HSG Ostsee und dem 27:27 beim Oranienburger HC, bei zwei heimstarken Teams wertvolle Zähler. Nur mit dem Tore werfen, haben sie einige Probleme. Die 369 Saisontreffer machen sie zum Schlusslicht der 3. Liga Nord-Ost. Mit 430 Gegentreffern, stellen sie aber eine solide Defensive, die im breiten Mittelfeld des Liga-Rankings ist.    

Breite im Gästekader birgt große Gefahr 

So lässt sich Magnus auch von der vermeintlichen Angriffsschwäche des Gegners nicht blenden. „Sie haben eine große Breite in ihrem Kader und jeder Spieler übernimmt auch Verantwortung im Abschluss. Ihr stärkster Spieler ist aber Tom Hanel. Er kommt von der Position des Spielmachers in der Rückraum Mitte und auch aus dem linken Rückraum mit viel Wucht bei seinen Schlagwürfen. Er ist auch stark im Eins gegen Eins. Das macht ihn sehr unberechenbar“, sagt unser Trainer über den besten Torschützen der Sportfreunde Söhre, der bisher 76 Treffer erzielte und somit nur einen weniger als unser bester Torjäger Thilo, der auf denselben Positionen für Gefahr sorgt. Als Spielmacher fungiert bei den Gästen auch Tom Folger, der bisher zwanzig Mal ins gegnerische Tor traf. Zweitbester Torschütze der Gäste ist Niklas Ihmann mit 51 Treffern, Yannik Ihmann streuerte 28 Tore bei. Im Söhrer Angriff droht zudem Gefahr aus der Nahwurfzone. Denn Kreisläufer Norman Kordas ist mit starken 48 Treffern vom Kreis der drittbeste Torjäger der Gäste. Alexander Thiel mit „45 Buden“, davon 18 Strafwürfen, ist auch ein stetiger Unruheherd. Dies zeigt, dass die Sportfreunde Söhre von 1947 ein Gegner auf Augenhöhe sind. Auch ihr Trainer hat sehr viel Handballerfahrung. Denn mit Sascha Bertow kommt ein Coach mit den Gästen in Idraetshallen, der Flensburg und Umgebung nur zu gut kennt. Der gebürtige Quickborner spielte als torgefährlicher Linksaußen einst für das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt und wechselte 2001 von unserem Kooperationspartner zum TuS Nettelstedt-Lübbecke, wo er auch in der Bundesliga für Furore sorgte. So gibt es also ein Wiedersehen mit einem sehr bekannten Gesicht in Idraetshallen. 

Schulle ist wieder dabei

„Wir müssen von Anfang an sehr fokussiert sein und dies dann über sechzig Minuten. Wir dürfen uns keine Schwächephasen erlauben. Dafür ist Söhre zu routiniert. Es ist das Vier-Punkte-Spiel, dass wir unbedingt gewinnen wollen. Dann würden wir Söhre vor der Weihnachtspause etwas weiter auf Distanz halten“, sagt Magnus mit dem Wissen um die Wichtigkeit der Partie in Idraetshallen. Dabei kann er sich auf die Rückkehr eines Leistungsträgers freuen. Beim Besuch eines Spiels der Stjernen Frauen in unserer gemeinsamen Heimstätte, zeigte Schulle den rechten Daumen und sagte, „Ich bin wieder dabei“. Unser Shooter im rechten Rückraum steht nach seiner langwierigen Verletzung endlich wieder im Kader. „Schulle ist auf und neben der Platte ein ganz wichtiger Spieler für uns. Während seiner Verletzung hat er sich von der Bank sehr für die Mannschaft eingebracht. Ich bin so froh, dass er wieder schmerzfrei ist und zur Verfügung steht. Hoffentlich bleibt er nun verletzungsfrei. Er ist Samstag dabei und wir freuen uns, dass er uns wieder auf dem Feld helfen kann“, sagt Magnus über unseren Leistungsträger. Und so gibt unser Trainer noch einmal die klare Zielsetzung für das Spiel gegen die Sportfreunde Söhre aus. „Wir wollen den dritten Sieg in Folge, einen gelungenen Jahresausklang in unser heimischen Idraetshallen und uns mit zwei wichtigen Punkten weiter von unten absetzen“, sagt Magnus mit Fokus auf die Saisonpunkte zehn und elf. Jörn Saemann