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Auf dem Parkett und auf der Bank ist Geschlossenheit gefordert 

DHK will zwei Punkte gegen Ostsee     

Der DHK Flensborg hat gut in die Rückrunde der 3. Liga Nord-Ost gefunden. Nach dem klaren 37:30 Heimsieg gegen den Oranienburger HC, musste sich unsere Mannschaft nur hauchdünn mit 28:29 beim amtierenden Meister MTV Braunschweig beugen. „Wir haben dort eine tolle Leistung gezeigt, dass Spiel aber schnell abgehakt. Denn jetzt steht ein ganz wichtiges Derby gegen die HSG Ostsee für uns auf dem Programm. Und das wollen wir unbedingt gewinnen“, sagt unser Trainer Magnus Frisk Jensen mit Blick auf die Partie am Samstag (17 Uhr), in heimischen Idraetshallen. Und in Anlehnung auf die laufende Europameisterschaft in seinem Heimatland, hofft unser dänischer Coach auf große Unterstützung des Publikums. „Am Samstag ist kein EM-Spiel, so dass ich mir eine volle Idraetshalle wünsche. Unsere Mannschaft ist derzeit sehr gut in Form und hätte große Unterstützung verdient“, sagt Magnus.

Das Loch nach unten noch größer graben

Denn das Spiel gegen den Schleswig-Holsteinischen Konkurrenten aus Neustadt und Grömitz, wo Deutschlands Spielmacher Juri Knorr das Handballspielen erlernte, ist ein sogenanntes „Vier-Punkte-Spiel“. Darauf weißt Magnus extra hin. „Wir wollten schon gegen unseren direkten Konkurrenten aus Oranienburg ein Loch nach unten graben. Das wollen wir gegen Ostsee noch tiefer graben. Dann würden wir sie nach Punkten noch klarer auf Distanz halten. So ist ein Heimsieg in dieser starken 3. Liga so eminent wichtig“, sagt Magnus, dessen Team mit 13:21 Zählern auf Rang zehn steht und den Vorsprung auf die HSG Ostsee (8:26) auf sieben Punkte ausbauen könnte. Doch der Respekt vor den Gästen ist sehr groß. Vor allem, weil die drei Spiele nach dem Wiederaufstieg unseres in Liga drei allesamt verloren gingen. Dem 31:32 im Dezember 2024 in Idraetshallen, schlossen sich die Niederlagen in der Ostholsteinhalle im vergangenen April (36:39) und September (31:30) an. „Ich kann mir die Leistungsschwankungen der HSG Ostsee in dieser Saison überhaupt nicht erklären. Denn sie haben eine Mannschaft, die ungefähr ein Durchschnittsalter von 28 Jahren und sehr routinierte Spieler in ihren Reihen hat“, sagt Magnus verwundert über den vorletzten 15. Tabellenplatz der Gäste. 

HSG Ostsee mit sehr vier Zweitligaerfahrung  

Denn in ihrem Kader befinden sich gestandene Handballprofis. „Ostsee hat Spieler in ihren Reihen, die zum Teil zehn Jahre Zweitligaerfahrung in Bad Schwartau haben. Dabei ist Jasper Bruhn der absolute Dreh- und Angelpunkt bei ihnen“, sagt Magnus und hebt den ehemaligen Torjäger der 2. Bundesliga besonders hervor. Die „Seele“ des Spiels der HSG Ostsee, ist mit 84 Treffern derzeit zweitbester Torschütze der Ostholsteiner. „Mit Lucas Harms haben sie einen der besten Linksaußen der 3. Liga Nord-Ost in ihrer Mannschaft“, sagt Magnus lobend über den Flügelspieler der HSG Ostsee, der mit 91 Toren bester Schütze der Gäste ist und dabei mit 46 verwandelten Strafwürfen auch sehr sicher von der Siebenmeter-Marke ist. Doch im Hinspiel waren es viele Gegentreffer, die unsere Mannschaft aus der Nahwurfzone kassierte. „Ostsee hat mit Jannes Farschchi und Mats Schramm zwei große Kraftpakete am Kreis, die sehr durchsetzungsstark sind“, sagt Magnus über das Duo, dass uns beim 31:38 im vergangenen September satte neue Treffer erzielte. „Doch sie haben einen so ausgeglichenen Kader und torgefährliche Spieler. Als Beispiel sind da noch im Rückraum Marius Nagorsen und Friedrich Kilias zu nennen“, sagt unser Trainer warnend vor dem spiel- und wurfstarken Duo. In der Ostholsteinhalle war Kilias im September mit acht Treffern bester HSG-Schütze. „Auf Außen hat die HSG Ostsee mit Finn Kretschmer einen weiteren Schwartauer mit reichlich Zweitligaerfahrung aus Bad Schwartau. Im Tor steht mit Maximilian Minning ein sehr starker Keeper, der von seinem Torwarttrainer und der weiteren Bad Schwartau-Legende Dennis Klockmann gecoacht wird“, sagt Magnus voller Respekt über die Breite der HSG Ostsee.

Auf der Platte und auf der Bank Leistung gefordert

Dementsprechend fordert Magnus von seiner Mannschaft hundertprozentige Konzentration. „Es geht in den nächsten Spielen nur um den DHK Flensborg. Es geht nur um die Einheit als Mannschaft. Egal, wer wie viele Spielminuten bekommt, jeder muss seine Leistung abrufen. Auf der Platte und auch auf der Bank muss Anfeuerung und Geschlossenheit die Maxime sein. Wir wollen uns weiter unten absetzen, doch das ist in dieser ausgeglichenen 3. Liga Nord-Ost an jedem Spieltag schwer. Jedes Spiel ist ein Endspiel. Man gewinnt nicht so nebenbei, sondern braucht hundertprozentige Einstellung und Leidenschaft. Und die müssen wir am Samstag gegen die HSG Ostsee wieder zeigen. Denn koste es, was es wolle, wir wollen und müssen die zwei Punkte haben“, sagt Magnus mit klarem Fokus Heimsieg und wünscht sich eine stimmungsvolle Idraetshalle am Finalwochenende, dass nicht nur im benachbarten Dänemark, sondern auch in Flensburg steigt. Jörn Saemann