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Am Ende fehlt die Abgeklärtheit um die zwei Punkte zu sichern

DHK mit unnötigem Punktverlust

HG Hamburg-Barmbek – DHK Flensborg 35:35 (19:19)

Der DHK Flensborg hat den Bann nicht brechen können. Nach zwei Niederlagen in Folge, gelang der erhoffte Befreiungsschlag nicht. Denn beim zuvor punktlosen Aufsteiger HG Hamburg-Barmbek, kam unsere Mannschaft nicht über ein 35:35 (19:19) Remis hinaus. Dabei leistete sich unser DHK die große Hypothek, in den letzten Minuten klare Vorsprünge zu verspielen. „Im Moment sind wir Hammerenttäuscht. Barmbek macht ein super Spiel. Sind sind nicht umsonst in die 3. Liga aufgestiegen. Wir sind während der sechzig Minuten besser, belohnen uns aber nicht. Uns fehlen die Torwartparaden und das Abwehrspiel. Das müssen wir analysieren“, sagte Magnus nach der Partie nachdenklich.

Starker Angriff sorgt für guten Beginn

Dabei startete der DHK sehr gut in die Partie. Die Gastgeber legten zwar zunächst immer einen Treffer vor, doch unsere Mannschaft glich jeweils aus. Nach dem 2:3 (4.), war es vor allem der Angriff, der durch gute Spielzüge überzeugte. Thilo zog geschickt die Fäden im Angriff und erzielte nach der Frühphase drei Tore. Thilo, Schulle und Maui drehten den Rückstand binnen drei Minuten in eine 5:3 Führung. Es ging Tor um Tor, wobei unsere Mannschaft ihren Vorsprung behauptete. Nach dem 8:7 (11.), waren Maui und Schulle erfolgreich und besorgten das 10:7. Thilo per Siebenmeter traf zum 11:8 (14.).

Timon Kaminski nervt den DHK

Doch danach leistete sich unser DHK im zuvor funktionierenden Angriff zu viele technische Fehler. Zudem wurde unsere Defensive immer wieder von den schnell umschaltenden Gastgebern unter Druck gesetzt. So kassierte unsere Mannschaft zu viele Gegentore. Dabei überragte vor allem der Barmbeker Timon Kaminski. Er traf aus dem rechten Rückraum nach belieben und erzielte so ebenfalls die sogenannten leichten Tore für die Hamburger. Binnen sieben Minuten wurde aus unserer Drei-Tore-Führung ein 13:15 Rückstand. Danach fing sich zumindest der Angriff wieder uns auch Haui zeigte zwei, drei wichtige Paraden. So wurden mit dem 19:19 Remis die Seiten gewechselt. „Wir waren viel besser, haben uns da aber schon nicht belohnt. Wir müssen mit einer Führung in die Halbzeit gehen“, sagte Magnus über den ersten Durchgang. Nach dem Wechsel ging es zunächst weiter hin und her. Die Führung wechselte keine Mannschaft konnte sich nie mehr als einen Treffer Vorsprung erspielen. Beim 24:25 aus Sicht unserer Mannschaft (39.), folgte dann die beste DHK-Phase der zweiten Halbzeit.

Niestroj (6 Tore) führte mit Knutzen und Schulte (beide 7 Tore) den Angriff an.

Mathias rote Karte zunächst gut verdaut

Denn unser Angriff zog wieder konzentriert auf. Maurice, Mathias, Schulle und Jonas drehten mit ihren Toren den Rückstand in eine 28:26 Führung (42.). Auch die rote Karte gegen Mathias, der von hinten einen Stoß bekam und mit dem Ellenbogen unglücklich einen Gegenspieler im Gesicht traf, wenige Sekunden später, steckte unsere Mannschaft zunächst mit Bravour weg. Nach dem 29:28 Anschluss der HG Hamburg-Barmbek wurde es im Angriff noch besser. Schlott erhöhte mit einem Doppelschlag auf 31:28 (49.). Maurice und Thilo legten nach und so stand achteinhalb Minuten vor Schluss eine 33:28 Führung.

In der Offensive die Übersicht verloren

Doch danach war richtig Sand im Angriffs-Getriebe. Zudem war Timon Kaminski bei den Gastgebern nicht zu bändigen. Er traf zweimal, sodass der Tabellenletzte beim 30:33 wieder dran war. Magnus zog die Notbremse in Form eines Time-Out. Ich wollte einiges besprechen und den Sieg sichern“, sagte unser Trainer. Doch die HG Hamburg-Barmbek kämpfte mit Tempohandball weiter. So schmolz der Vorsprung für unser Team gar auf 33:32 zusammen (35.). Nachdem Thilo zum 34:32 traf, kassierte er wenige Sekunden später eine Zeitstrafe. Doch das Pendel schien für unseren DHK auszuschlagen, als Schulle in Unterzahl zum 35:32 traf. Doch in den verbleibenden 117 Sekunden entriss uns der Aufsteiger noch den Sieg. „Wir haben im Angriff danach zu wilde Sachen gemacht“, sagte Magnus. So bekamen unsere Mannschaft die zielführenden und somit erfolgreichen Abschlüsse nicht mehr hin. Beim 35:34 bekamen die Gastgeber noch einmal den Ball, nahmen eine Auszeit und in der Schlusssekunde trafen sie zum 35:35 Ausgleich. Statt zwei Punkten, ging nur ein DHK-Zähler mit auf die Rückfahrt an die dänische Grenze. „Die Enttäuschung ist gerade riesig. Wir lassen einfach zu viel liegen. Vielleicht waren wir am Ende im Angriff und Abwehr auch zu passiv. Wir müssen das analysieren und es beim nächsten Mal gegen Magdeburg besser machen“, sagte Magnus nachdenklich, aber auch kämpferisch eine Stunde nach dem Spiel. Jörn Saemann

HG Hamburg-Barmbek: Naglik, Siemer – Janzen (1), Ramm (3), Timon Kaminski (11), Geyer (2), Stapenhorst (3), Justin Kaminski (2), Düsterhöft (3/2), Litzenroth, Kühn, Schäfer, Dede, Bruse (3), Matussek (2), Behncke (5).
DHK Flensburg: Hauenstein, Schmitt – Niestroj (6), Günther, Schlott (3), Adam (1), Kinsky, Knutzen (7/3), Mau (3), Lorenzen (1), Westphalen, Koscielski (1), Sonne Domino (3), Rithaphorn (3), Schulte (7).
Schiedsrichterinnen: Odabas/van Os
Zuschauer: 199

Bilder: SPEEDPhotos.de