Skip links

Bei den „Jungfüchsen“ ersatzgeschwächt Chancenlos

DHK kassiert klare Niederlage in Berlin 

Füchse Berlin II – DHK Flensborg 42:29 (21:14) 

Der DHK Flensborg musste in der 3. Liga bei den Füchsen Berlin II eine nicht
unerwartete Niederlage hinnehmen. Beim Primus der Nord-Ost Staffel hatte unsere
ersatzgeschwächte Mannschaft beim 29:42 (14:21) ganz klar das Nachsehen. „Ich
bin natürlich total enttäuscht. Wir haben auf Thilo, Schulle, Arv und Ben
verzichten müssen. Deshalb ist diese Niederlage nicht überraschend. Doch die
Art und Weise ärgert mich. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht“, sagte unser
Trainer Magnus Frisk Jensen nach der Partie. Mit Schulle auf halbrechts und
Thilo auf Halblinks und auf der Spielmacherposition, fehlten unsere beiden
besten Torschützen aus dem Rückraum. Thilo war bei der ebenfalls von
Verletzungen gebeutelten Profimannschaft der SG Flensburg-Handewitt in der
Bundesliga gegen den HC Erlangen im Kader.
 

Start misslingt dem DHK völlig

Die Hoffnung auf Zählbares in Berlin schwand für unseren DHK sehr früh. Nach dem 2:3 in der
vierten Minuten geriet unsere Mannschaft schnell sehr klar ins Hintertreffen.
Ab dem 3:8 (9.) lief unsere Mannschaft einem Fünf-Tore-Rückstand hinterher.
Beim Stand von 5:10 (13.) nahm Magnus eine Auszeit. Doch statt mit Schwung
anzugreifen, ging dieses Time-Out nach hinten los. Drei Gegentreffer in Folge
sorgten für das ernüchternde 5:13 aus Sicht des DHK, der erst danach besser in
die Partie fand. Marc sorgte mit dem 9:14 (22.) wieder für einen machbaren
Fünf-Tore-Rückstand. Als Maui das 12:17 vier Minuten vor der Pause erzielt
hatte, schien unser Team ihren Rhythmus gefunden zu haben. Doch gegen die sehr
bewegliche und aggressive Füchse-Deckung rannte sich unser Angriff immer wieder
fest. So stand acht Sekunden vor der Halbzeitsirene mit dem 13:21 wieder eine
Acht-Tore-Hypothek, die Maui im Gegenzug aber gerade noch mit dem 14:21 mildern
konnte.    

Nach dem Wechsel wieder ein Fehlstart

Nach Wiederanpfiff kassierte unsere Mannschaft zwei schnelle Gegentreffer, so das es
beim 14:23 erstmals neun Tore aufzuholen gab. Zwar gab der DHK alles, doch de
Angriff leistete sich weiter zu viele Aussetzer. „Wir haben technische Fehler
gemacht und unsere Torchancen nicht genutzt“, sagte Magnus. Nach der dritten
Zeitstrafe gegen Maui, musste unsere Mannschaft die noch lange verbleibenden 27
Minuten des zweiten Durchgang mit einem noch kleineren Kader bestreiten. Denn
schon in der ersten Halbzeit verletzte sich Haui im Tor, so das Felix die ganze
Last zwischen den Pfosten tragen musste. Doch unser sich seit Wochen in der Not
zur Verfügung stehende Schlussmann machte seine Sache gut und zeigte einige
Paraden. Dennoch geriet unsere Mannschaft weiter in Schieflage. Denn beim 17:27
war der Rückstand erstmals zweistellig (36.). Danach war die Partie auf beiden
Seiten Vogelwild. Unser Team warf die Bälle förmlich weg. Unbedrängt wurden
Fehler zuhauf produziert und so kamen die Gastgeber ohne große Mühe in Ballbesitz.
Doch auch der Ligaprimus agierte oftmals fahrig, leistete sich Fehler und keine
guten Abschlüsse. So nahmen die Gastgeber, trotz eines klaren 30:18 Vorsprungs,
eine Auszeit (39.). Das Spiel verlief danach weitestgehend ausgeglichen, da
eine Wende schon ausgeschlossen war. Der Rückstand unseres DHK wogte dann
zumeist zwischen elf bis 13 Toren hin und her. Gut zehn Minuten vor dem Abpfiff
stand sogar ein ernüchterndes 23:37 auf der Berliner Anzeigentafel. Und in der
54. Minute musste unsere Mannschaft gar den 40 Gegentreffer verdauen. Am Ende
stand die klare 29:42 Pleite und jede Menge Erfahrung für unsere
ersatzgeschwächte und junge Mannschaft. Das sah auch unser Trainer so. „Wir
haben sehr viele Ausfälle. Gegen die Spitzenteams konnten wir zuletzt unsere
Neuzugänge immer mehr einspielen, auch wenn es Niederlagen gab. Wir spielen
erst sehr kurz in diesen Konstellationen. Bei den Füchsen Berlin, die eine
Ausrichtung mit der Stärkung von jungen Spielern haben und es gerade überragend
machen, kann man verlieren. Diesen Weg wollen wir auch irgendwann so klar
gehen. Deshalb ist jedes Spiel wichtig für unsere Neuen. Jetzt kommt uns die
eine Woche Pause sehr gelegen. Wir werden hart trainieren, um für das nächste
Spiel bereit zu sein und es besser zu machen“, sagte Magnus nach der klaren
Niederlage in der Hauptstadt kämpferisch und legte schon den Fokus auf das
Derby beim TSV Altenholz, am Freitag, 7. September (20.30 Uhr), in der dortigen
Edgar-Meschkat-Halle. Jörn Saemann

 
Füchse Berlin II: Joppich, Glamann – Losch (2), Mohr (1),
Laskowski (5), Pichiri (6), Kupiec, Bernkop-Schnürch (10/1), Reichhardt (2),
Grüner (10/3), Wollny, Jonas Kofler (4), Gabriel Kofler (2), Kusche.
DHK Flensburg: Hauenstein, Backhaus – Niestroj (2), Günther
(4), Schlott (1), Hansen (2), Adam (1), Mau (3), Lorenzen (4/3), Westphalen
(1), Koscielski (1), Sonne Domino (8), Rithaphorn (2).
Schiedsrichterinnen: Khalil/Oliger 
Zuschauer: 63