Hahn schiebt Druck nach Schwerin

  • März 11, 2017

Flensburg. Die Handballer des DHK Flensborg stehen vor ihrem Auswärstspiel in der dritten Liga gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin mit dem Rücken an der Wand. Am Sonntag, um 16 Uhr wollen die Männer von DHK-Trainer Matthias Hahn trotzdem alles geben:

»In diesem Spiel liegt der Druck des Gewinnens bei den Schwerinern. Denn sie haben einen Lauf, stehen weit über uns in der Tabelle und spielen mit etwa 2000 Zuschauern im Rücken zu Hause. Aber wir fahren nicht zu den Stieren, um eine Niederlage einfach so hinzunehmen. Wir werden versuchen, die ganz kleine Chance, die wir haben, zu nutzen.« Dabei muss der DHK allerdings auf einige Spieler verzichten. Die beiden Torhüter Paul Weidner und Christoph Peters (beide Knieverletzung) fallen ebenso aus wie die aus verschiedenen Gründen verhinderten Torben Ilper, Jonas Moisen und Jannis Blumenberg.

Auf der Torhüterposition wird Frederik Helmer aus der zweiten Mannschaft den jungen Andreas Ejlersen unterstützen. Trainer Hahn hat diese Woche versucht, die Mannschaft wieder in die Spur zu bekommen:

»Wir versuchen wieder in alte und erfolgreiche Muster zurückzufinden. Wir haben zum Beispiel kein Video geschaut, dass hat in den letzten Spielen auch nichts gebracht. Wir wollen uns wieder mehr auf unsere eigenen Stärken konzentrieren und die Lust am Handballspielen wiederfinden. Wenn das gelingt, gewinnen wir auch wieder.« Hahn sucht bei seinen Spielern nach der Lockerheit der vergangenen Tage. »Es ist ja nicht so, dass wir unsere Spiele mit zehn Toren verlieren. Die Niederlagen sind immer knapp. Sobald wir aber anfangen Fehler zu machen, kommt bei meinen Spielern das Zweifeln und das Selbstvertrauen verschwindet. Das muss sich wieder ändern«, sagt der Trainer und hofft etwas auf die Mithilfe der Gegner: »Schwerin ist bärenstark, vor allem in der Abwehr spielen sie sehr robust. Aber meine Spieler wissen, dass wir am Wochenende kaum eine Chance auf ein Sieg haben. Und genau das könnte uns helfen. Der Druck liegt bei den Schwerinern.«

Grit Jurack

Flensborg Avis