Hahn: »Bei uns ist gerade die Seuche drin«

  • Dezember 1, 2016

Der DHK Flensborg fährt am Sonnabend mit einer stark dezimierten Mannschaft zum Tabellenletzten SV Beckdorf – und will trotzdem punkten.


Flensburg. Auf DHK-Trainer Matthias Hahn kommt ein Spiel zu, bei dem er viel Phantasie und Einfallsreichtumbeweisen muss. Denn im Auswärtsspiel gegen Drittligakonkurrent SV Beckdorf am Sonnabend um 19.30 Uhr fährt der DHK Flensborg mit einer sehr dezimierten Mannschaft.

Hahn gibt einen Überblick: »Bei uns ist gerade die Seuche drin. Wir haben nicht nur die Grippe in der Mannschaft, sondern auch merkwürdige Augenkrankheiten und normale Sportverletzungen. Jannes Timm glaubt, dass er vielleicht Kraft für fünf Minuten hat (Redaktion: Magen- Darm), Tobias Wickert-Grossmann ist in einer Kieler Augenklinik in Behandlung, Malte Jessen fällt weiter mit seinem Fußbruch aus, Jannis Blumenberg ist ebenfalls krank. Ole Zakrzewski laboriert weiter an seinem Bänderriss im Fuß und Timo Brüne ist an der Schulter verletzt, kann aber wenigstens spielen.«

Schon jetzt spielt Hahn verschiedene Optionen durch: »Des einen Pech kann ja des anderen Glück werden. Spieler wie Klint Wohldmann oder Torben Ilper bekommen sicher ihre Chance. Sjören Tölle spielt am Kreis. Und mal sehen, was mir sonst noch einfällt.«

Eigentlich dachte Hahn, das Punktekonto des DHK könnte dieses Jahr das erste Mal positiv sein. Zur Zeit hat die Mannschaft 12:12 Punkte. Aber die Flensburger fahren nicht nach Beckdorf um zu verlieren. »Dieses Jahr kann jeder jeden schlagen und die Beckdorfer können schon Handball spielen, auch wenn sie nur zwei Punkte haben. Aber das können wir auch. Die Frage ist nur, mit welcher Besetzung und ob die Kraft für 60 Minuten reicht«, gibt der Trainer zu bedenken, der kurz über ein Comeback nachgedacht hat. »Wir haben drei Kreisläufer und alle fallen aus. Und wenn es nicht so gefährlich wäre, würde ich meiner Mannschaft auch gerne auf diese Weise helfen«, sagt Hahn mit einem Lächeln, auch wenn ihm aufgrund der Personallage im Moment nicht so viel zum Lachen zu Mute ist.

Grit Jurack

Flensborg Avis