DHK tritt auf der Stelle (FLA v. 26.11.2018)

  • November 25, 2018
Der DHK Flensborg klebt nach der deutlichen 28:35-Heimpleite gegen den HSV Hannover weiter im Tabellenkeller fest.

Flensburg. Das war ein Satz mit X. Die Handballer des DHK Flensborg haben den richtigen Dreh noch nicht wiedergefunden und haben am Ende eine auch in der Höhe verdiente 28:35-Heimpleite gegen den HSV Hannover in der 3. Liga kassiert.

Dass die Niederlagenserie und der personelle Notstand nicht spurlos an den SdU-Handballern vorübergegangen ist, war auch dem Gäste-Trainer nicht verborgen geblieben.

»Man hat gesehen, dass der DHK Flensborg an den letzten hohen Niederlagen doch etwas schwerer zu tragen hat«, stellte Gäste-Trainer Stephan Lux treffend fest. Dabei gab es vor der Partie noch einen Lichtblick für DHK-Trainer Jens Häusler, der fortan auf die Geschicke von Marc Blockus (siehe nebenstehenden Artikel) bauen kann. Doch fast DHK typisch gab es auch eine Hiobsbotschaft. Torhüter Jasper Basenau hat sich einen Bänderriss zugezogen und fällt bis zu sechs Wochen aus.

Jens Häusler war trotz der verdienten Pleite und all den Fehlern, die die Gastgeber fabrizierten, gefasst und sparte nicht mit Lob – das allerdings für die Zuschauer.

»Nachdem wir Woche für Woche nicht in der Lage gewesen sind, vernünftig Handball zu spielen, ist es bemerkenswert, dass die Hütte immer noch voll ist und die Fans die Mannschaft auch immer noch tragen«, so Häusler dankbar. Erhofft hatten sich nicht nur die Zuschauer mehr, auch die Spieler hatten wieder Morgenluft gewittert. Entsprechend tief saß der Stachel der Enttäuschung im Anschluss.

»Unsere eigene Erwartungshaltung war nach zwei Trainingseinheiten mit 14 Spielern groß. Das haben wir seit vielen Wochen nicht gehabt. Entsprechend ist die Enttäuschung groß, weil sich die Mannschaft mehr davon erhofft hat. Das ist aber nicht von Heute auf Morgen zu ändern«, sortierte Häusler den Spielausgang ein.

Ganz über die gemachten Fehler konnte der DHK-Trainer aber, bei allen verständlichen Erklärungen, nicht hinwegsehen.

»Wenn wir so ganz, ganz einfache Fehler machen, dann ist es ein großes Problem für uns, weil wir im gebundenen Spiel noch nicht wieder so gut sind, dass wir diese einfachen Dinge so wegstecken können. Das haben wir heute gemerkt. Wir können momentan einfach nicht dagegen halten. Wir werden aber jeden Tag alles dafür geben, um uns zu verbessern«, suchte Jens Häusler schon wieder den Streif am Horizont: »Wir werden den Mut nicht verlieren und weiter daran arbeiten, dass wir wieder vernünftigen Handball auf die Platte bringen. Dann holen wir die Punkte eben in der Rückrunde.«

Gegen einen ersten Teilerfolg im Derby am kommenden Freitag gegen die SG Flensburg-Handewitt dürfte Jens Häusler aber auch nichts haben.

DHK Flensborg: Wendt, Muus Meyer – Heinker 3, Jessen 3, Blumenberg 2, Wickert-Grossmann, Krüger, von Eitzen 5, Ejmar, Tölle 10/7, Zinndorff 1, Desler 3, Blockus 1, Skaaning Linnebjerg.

HSV Hannover: Heuer, Frommeyer, Lange – Mertens, Czok 7, Bausch 1, Labitzke 6, Harig, Wolf , Klages 1, Mazic 12/3, Kellner 1, Muscheiko 2, Schenker 2/1, Schiebler, Müller 3.

Zeitstrafen 3:5.

Siebenmeter: 7:5.

Schiedsrichter: Alexander Kieslich/Morten Renner.

Zuschauer: 357.