DHK Flensborg in der Krise

  • April 10, 2016

Aufsteiger ließ bei 24:31-Auswärtsniederlage gegen HSV Hannover Leidenschaft, Moral und Willen vermissen.

Hannover/Flensburg. Der DHK Flensborg steckt in der Krise. Wenige Wochen vor Saisonende ist kaum mehr etwas da von der Leichtigkeit, dem Selbstvertrauen, der Willenskraft und Leidenschaft, die den Drittliga-Aufsteiger zuvor so stark machte. Höhepunkt der Negativspirale war nun der Auftritt bei der 24:31 (13:14)-Niederlage am Sonnabend beim HSV Hannover. DHK-Coach Matthias Hahn war entsetzt. Und so sauer, dass er sich am Wochenende gegenüber Flensburg Avis jeglichen Kommentar verkniff.

»Zu wenig Einsatz, zu wenig Wille, zu wenig Spirit. Und der Glaube fehlte«, kritisierte dahingegen Teammanager Tobias Dahm, der von einer »ganz schwierigen Phase « sprach. »Die Mannschaft ist sehr verunsichert und labil im Moment «, sagte Dahm.

Vom Ergebnis her war der DHK zwar bis zum 17:19 (38. Minute) dran, ehe der Kontakt zu den Hausherren abriss (19:24 in der 46. Minute). Die Kontrahenten legten aber eine völlig unterschiedliche Einstellung an den Tag. Die abstiegsbedrohten Gastgeber kämpften, bissen, wollten, während die ersatzgeschwächten Flensburger eher leblos zu Werke gingen.

»Natürlich kann und muss man anders auftreten. Die Niederlage ärgert uns. Der Gegner braucht jeden Punkt gegen den Abstieg, hatte den Siegeswillen, der uns fehlte. Wir haben den Kampf nicht angenommen und das Spiel – meiner Meinung nach – in der ersten Halbzeit verloren«, sagte DHK-Kapitän Malte Jessen. »Es läuft 2016 einfach nicht bei uns. In der Mannschaft ist aber alles in Ordnung.« In den drei noch ausstehenden Ligaspielen geht es noch gegen den HSV Insel Usedom (16. April/Idrætshallen), zum TSV Burgdorf (23. April) sowie zum Abschluss gegen Eintracht Hildesheim (30. April/Idrætshallen).

Was ist zu tun? »Das liegt jetzt an der Mannschaft. Da können wir auch nichts mehr machen. Da muss ein Kick aus der Mannschaft kommen. Das wollen und erwarten wir«, sagt Teammanager Dahm. DHK-Gesch.ftsführer Peter Stotz, ebenfalls enttäuscht vom Auftritt in Hannover, setzt auf schnelle Besserung.

»Ich glaube, die Mannschaft wird wieder ein anderes Gesicht zeigen. Das war jetzt der Tiefpunkt, den sie vielleicht auch mal brauchte. Keiner macht das hier mit Absicht «, sagte Stotz. Noch in dieser Saison soll die Trendwende her. »Wir arbeiten daran. Denn wir wollen Schwung mit in die neue Saison nehmen. Und den Fans in den verbleibenden Heimspielen etwas zurückgeben«, sagte Malte Jessen.

DHK: Weidner, Peters – Jessen, Moisen, Brüne 4, Sievers 1,

Wickert-Großmann 2/1, Hinrichsen 2/1, Johannsen, Bruhn

5/3, Blockus 10/1,

Zeitstrafen: Hannover: 3, DHK: 3

Siebenmeter: 3/3:10/6

Flensborg Avis