DHK Flensborg fährt mit breiter Brust nach Potsdam (FL-Avis vom 01.09.18)

  • September 1, 2018

Coach Jens Häusler hat mit seinem Drittligisten nach dem furiosen Auftaktsieg verstärkt am Gegenstoß gearbeitet.

Marc Reese
mr@fla.de

Flensburg. »Am Montag kamen alle mit einem Lächeln zum Training. Das war natürlich schön nach den anstrengenden Wochen der Vorbereitung. Es war aber auch nur ein Schritt auf einem langen Weg. Das hat wenig Aussagekraft, außer dass wir nun wissen, dass wir es können.«
Der famose Auftaktsieg am Sonnabend gegen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin hat allen, auch Trainer Jens Häusler, richtig gutgetan. Nun am Sonntag (Anwurf 16 Uhr) im ersten Liga-Auswärtsspiel beim VfL Potsdam, will der Drittligist möglichst ähnlich leidenschaftlich und erfolgreich zu Werke gehen.
»Potsdam ist ein Aufstiegsaspirant. Die wollen innerhalb kürzester Zeit nach oben. Unser Auftaktprogramm hat es gewaltig in sich, aber wir fahren mit breiter Brust nach Potsdam«, sagte Jens Häusler am Freitag. Er sieht Potsdam »von der Spielanlage her ähnlich wie Schwerin, vielleicht noch einen Tick stärker im Eins-gegen-Eins.«
Darauf sind der Coach und seine Schützlinge vorbereitet. »Wir haben unseren Fokus in dieser Trainingswoche auf das eigene Spiel gelegt. Wir haben an unserer Abwehr und am Angriffsspiel gearbeitet. Ein Schwerpunkt lag auf dem Gegenstoß, denn da sehe ich die besten Verbesserungsmöglichkeiten«, verriet Häusler. Es gehe ihm vor allem darum, dass seine Mannschaft mehr Sicherheit in ihren Aktionen findet.
Das gilt auch für Joachim Pedersen. Der Linkshänder wurde – wie berichtet – kürzlich vom dänischen Verein Aastrup/Hammelev IF (2. Division) aus Grenå verpflichtet. Der 20 Jahre junge und 1,90 Meter große Rückraumspieler dürfte schnell gebraucht werden, da Leon Wenske bekanntlich aufgrund seines Kreuzbandrisses monatelang im rechten Rückraum ausfällt.
Wie DHK-Teammanager Tobias Dahm auf Anfrage mitteilte, hat Pedersen inzwischen die Spielberechtigung und dürfte spielen. »Joachim ist vom Spielertyp anders gelagert als Leon, was uns variabler macht. Er hat viel Durchschlagskraft und die dänische Handballschule. Ich bin froh, ihn dabei zu haben. Er ist charakterlich ein guter Kerl. Sprachlich kommt uns da natürlich auch der hohe Anteil dänischer Spieler zugute, um gegebenenfalls übersetzen zu können«, erklärt Jens Häusler.

Danach empfängt der DHK die TSV Burgdorf II (8. Sept., 17 Uhr), ehe es an den darauffolgenden Samstagen zum MTV Braunschweig (15. Sept., 19.30 Uhr) und den Füchsen Berlin II (22. Sept., 19 Uhr) geht.