Den Frust von der Seele geworfen (sh:z)

  • September 19, 2016
ff36a2d568b37f6005b48db995491511DrilligaHandballer des DHK Flensburg um den überragenden Jeppe Bruhn freuen sich über das souveräne 36:22 gegen Bernburg

Die Handballer des DHK Flensburg haben im dritten Anlauf den ersten Sieg der noch jungen Saison in der 3. Liga gefeiert. Nach den ernüchternden Niederlagen gegen den HSV Hamburg (21:30) und beim VfL Fredenbeck (24:29) fegte die Mannschaft von Matthias Hahn den SV Anhalt Bernburg mit 36:22 (16:9) aus der Idrætshalle. „Man kann wirklich sagen, dass sich meine Mannschaft den Frust von der Seele gespielt hat. Diesmal haben Kleinigkeiten, die zuletzt gegen uns entschieden haben, den Ausschlag für uns gegeben“, sagte der DHKTrainer.

Besonders die Anfangsphase sorgte für gute Laune. Jeppe Bruhn verwandelte nervenstark drei Siebenmeter in Folge, dazu setzte er mit dem 4:0 per Tempogegenstoß noch einen drauf. Dagegen scheiterten die Gäste an der starken DHKDeckung und Paul Weidner im Tor der Gastgeber. So zog das HahnTeam gar auf 7:1 (10.) davon. Beim 13:5 (19.) hatten die Flensburger den höchsten Vorsprung in der ersten Halbzeit herausgeworfen und gingen mit einem 16:9-Vorsprung in die Kabinen.

„Unsere Deckung und die Torhüter waren wirklich sehr gut“, lobte Hahn. Kurz nach Wiederbeginn stand es 18:12 (33.) und binnen vier Minuten legten die Gastgeber ein 22:13 vor. Das letzte Aufbäumen der Gäste brachte weitere vier Minuten später den 22:16-Zwischenstand. Danach überrollte der DHK dann aber den Gegner. „Wir haben endlich mal wieder mit unserer stärksten Waffe, der ersten und zweiten Welle gespielt und so viele einfache Tore erzielt“, so Hahn.

Es rollte Tempogegenstoß auf Tempogegenstoß auf das Bernburger Tor. Dabei glänzte vor allem der überragende und 13-fache Torschütze Jeppe Bruhn. Aber auch Timo Brüne mit sechs Treffern sowie Jannes Timm und Marc Blockus (jeweils 5) wussten im Angriff zu gefallen. Unnachahmlich zog der DHK mit einem spektakulären 8:1-Lauf auf 30:17 davon. „Ich konnte allen Akteuren Spielanteile geben“, freute sich Hahn – der Spielfluss litt überhaupt nicht darunter.

Am Ende erzielte auch Neuzugang Jannis Blumenberg (kam von der SG FlensburgHandewitt) sein erstes Drittligator, er verwandelte einen Siebenmeter. „Das erste Tor kostet immer eine Kiste Bier. Und ich kenne meine Mannschaft. Das vergisst sie nicht“, schmunzelte Hahn.

jös

DHK Flensburg: Peters, Weidner – Blumenberg (1/1), Jessen (1), Moisen (n.e.), Brüne (6), Worm (2), WickertGrossmann, Timm (5/3), Johannsen (3), Bruhn (13/4), Tölle, Blockus (5).
SV Anhalt Bernburg: Folchert, Stemmler – Alter (2), Ciszynski (1), Pulay (8/4), Wetzel, Marschall, Kraft (1), Ackermann (3), Schneider (2), Popa (3), Maric (1), Steinbrink, Stiebler (1).
Schiedsrichter: Poguntke/Schneider (Hannover). Zuschauer: 308.