Das andere Bild des DHK Flensborg (FLA v. 04.11.19)

  • November 3, 2019
Die SdU-handballer des DHK Flensborg haben im Oberliga-Topspiel gegen den TSV Kronshagen ein Feuerwerk gezündet und das Publikum begeistert.

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Flensburg. So manch einer der 397 Zuschauer in Idrætshallen musste sich mehrfach verwundert die Augen reiben. War das noch der mit den gleichen Spielern besetzte DHK Flensborg, wie noch zu Beginn der Woche? Er war es, trat aber gegen den bis dahin noch ungeschlagenen TSV Kronshagen von Beginn an ganz anders auf. Starke und bewegliche Abwehr, herausragendes Tempospiel und ein spielfreudiger Angriff, wie er schon lange nicht mehr zu sehen war, kennzeichnete die SdU-Handballer an diesem Nachmittag. Die Folge war ein verdienter, wenn auch am Ende etwas zu klein ausgefallener, 32:26-Sieg der Gastgeber.

»Wir wollten nach fünf Wochen ohne Heimspiel und den schwächeren Leistungen zuvor, ein anderes Bild von uns zeigen. Das ist uns dann auch gelungen. Man hat das Lachen wieder gesehen und insgesamt sind wir einfach freier aufgetreten«, beschrieb Kapitän Tjark Desler die Gefühlswelt der Flensburger nach einer turbulenten Woche, wo drei Spiele, das Ausscheiden im Landespokal, eine Trainerentlassung und zwei starke Siege in der Oberliga durchlebt werden musste. Desler selbst hat sein Aufgabenfeld beim DHK unter der Woche erheblich vergrößert. Neben dem Amt als Kapitän steht Desler gemeinsam mit Johannes Krüger für das Training und die Spielvorbereitung und gegen Kronshagen musste er auch als Kreisläufer ran.

»Wir haben nach der Verletzung von Tobias Wickert-Grossmann nach Alternativen gesucht, zumal auch Jannis Blumenberg noch nicht wieder zur Verfügung gestanden hat. Da hat sich aber schlussendlich nichts ergeben und wir haben uns als Mannschaft dann entschieden das mit den vorhandenen Mitteln zu stemmen«, so Desler.

Dem Spiel des DHK hat dies aber nicht geschadet. Mit sehr viel Tempo aus einer starken Deckung mit einem gut aufgelegten Tim Wendt im Tor und einem unfassbar sicheren Vollstrecker in Johannes Krüger, der 18 Tore am Ende auf dem Konto hatte, erspielte sich die Heimmannschaft schon eine 16:13-Pausenführung.

»Das Tempospiel war einfach überragend. Davon habe ich sehr gut profitieren können. Das war aber auch ein Zeichen, dass wir als Mannschaft sehr gut funktioniert haben. Wir wollten es uns, den Gegnern und vor allem auch unseren Fans beweisen. Das ist unter dem Strich sehr ordentlich gelungen«, freute sich Krüger.

Bis auf 26:18 konnte sich der DHK bis zur Mitte des zweiten Durchgangs absetzen und lies sich auch bis zum Ende nicht mehr von der Erfolgsspur abbringen. Der 32:26-Sieg und die Leistung ließen Teammanager und Aushilfstrainer Tobias Dahm im Anschluss durchatmen.

»Im Moment müssen wir von Außen nur ganz wenig auf das Team einwirken. Die bringen alles selber mit und wollten das auch von Beginn vor eigenem Publikum zeigen. Mein Fazit ist, dass wir hoffentlich die Erkenntnis erlangt haben, dass wir als Team alles erreichen können. Dafür müssen wir den eingeschlagenen Weg aber auch konsequent weitergehen. Alle müssen bereit sein«, so Dahm, der dabei auch schon das Auswärtsspiel bei der HSG Eider Harde im Blick hatte.

DHK Flensborg: Wendt, Vogeler-Schibrath – de Bruin 1, Zinndorff 3, Honig, Desler 2, Kristof, Krüger 18/6, von Eitzen 6, Bandemer, Wenske 1, Johannsen 1, Marco Boyschau, Martin Boyschau.

TSV Kronshagen: Kumnick, Ehlert – M. Fischer 2, J. Fischer 1, Klatt 2, Ehlers, Christ, Jacobs 3, Schawaller 3, Wegner 6/2, Harder, Görlach 7, von Elm 1, Grage 1.

Zeitstrafen: 6:4. Siebenmeter: 6:4.

Schiedsrichter: Lochner/Mottig.

Zuschauer: 397.