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Zwei personelle Ausfälle und zu viele Rückschläge

DHK verliert in Hamburg die Übersicht
HC Hamburg II – DHK Flensborg 39:32 (21:19)

Der DHK Flensborg hat die zweite Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Nach dem 27:34 in heimischen Idrætshallen gegen den SC Magdeburg II, setzte es beim Aufsteiger HC Hamburg II eine 32:39 (19:21) Pleite. Diese war unnötig, weil unsere Mannschaft in den entscheidenden Aktionen in der Abwehr zu fahrig agierte. „Wir haben in der Deckung nicht so gestanden und die Würfe dahin bekommen, wo wir sie hinhaben wollten. Es war heute so viel mehr drin für uns. Doch wenn man 39 Tore kassiert, dann kann man in der 3. Liga kein Spiel gewinnen“, sagte Magnus und legte den Finger in die Wunde.

Ausgeglichenem Beginn folgt eine zu schwache Chancenverwertung

Unser DHK Flensborg kam gut in die Partie. Bis zum 3:3 ging es hin und her. Danach konnte ein Zwei-Tore-Rückstand beim 4:6, durch einen Doppelschlag vom überragenden Maurice zum 6:6 wettgemacht werden. Nach dem 8:8 (12.) gab es dann die erste Delle im DHK-Spiel. Einige Ballverluste sorgten dafür, dass die Gastgeber immer wieder zwei Treffer Vorsprung hatten. Zudem scheiterte unsere Mannschaft zu oft am starken Hamburger Keeper Norwin Pein. Nach dem 10:11 durch Marc (17.), fiel der DHK beim 10:13 erstmals auf drei Tore zurück (20.). Kurze Zeit darauf musste Marc, der gerade auf Betriebstemperatur war und vier Treffer erzielte, von seinen Mitspielern gestützt, humpelnd das Feld verlassen.

Nur wenige Minuten später knickte Moritz um und musste ebenfalls passen. Doch unsere Mannschaft zeigte nach diesen personellen Ausfällen ihr Kämpferherz und ließ den Vorsprung der Gastgeber zumindest nicht mehr anwachsen. So ging es Tor um Tor und Satzi gelang der Anschlusstreffer zum 19:21. Da nach einer guten Deckungsaktion der Ball in der Hamburger Margit-Zinke-Halle aber zu weit wegrollte, konnte ein letzter guter Angriff nicht mehr aufgebaut werden. Bei einem verzweifelten Wurf von Maurice aus der eigenen Hälfte, ertönte die Halbzeitsirene.

Gutem Start folgen Probleme in Abwehr und Angriff

Nach dem Wechsel fand unsere Mannschaft gut in die Partie. Sie stressten die Hamburger Offensive und im eigenen Angriff wurden zunächst gute Lösungen gefunden. Dabei überragte Maurice weiter als Anspieler und Torschütze. Nach dem 20:21 durch den mutig agierenden Milo auf der Rechtsaußenposition, sorgte unser Spielmacher mit drei Toren stets für den erneuten Anschluss. Beim 23:24, sieben Minuten nach Wiederbeginn, hätte die Partie erstmals kippen können. Doch die Hamburger trafen danach zweimal in Folge. Maurice hielt mit dem 24:26 dagegen. Danach gab es aber zu viele Aussetzer im Angriff. Maurice war zunehmend in der Verantwortung und leistete sich erste kleine Fehler. Ihm war sein Ausfall während der Trainingswoche aufgrund eines grippalen Infektes anzumerken. So wurden drei der folgenden Angriffe unserer Mannschaft vergeben. Statt eines möglichen Remis, schwand spätestens nach dem 25:28 durch Milo die Chance auf Zählbares. Daran konnte auch unser Keeper Cata nichts ändern.

Nach seiner Einwechslung zu Beginn der zweiten Halbzeit bot er eine ganz starke Leistung und hielt seinen Vorderleuten den Rücken frei. Doch unser DHK verlor bis zur 49. Minute den Überblick und dadurch auch das Spiel. Denn der HC Hamburg II wurde im Angriff variabler. Statt aus dem langen starken Rückraum um Alem Hadzic, Kian Wudtke und Ben Kohnke, die von den dynamischen Maximilian Botta und Christopher Welter Unterstützung bekamen, wurde fortan von den Außenpositionen abgeschlossen. Leif Oest von der rechten Seite und Anton Härtel vom linken Flügel, setzten nun die entscheidenden Nadelstiche mit ihren Torerfolgen. Die Abwehr unserer Mannschaft war am Freitagabend einfach nicht in Normalform und musste so immer wieder erfolgreiche Hamburger Abschlüsse zulassen. So fiel unser DHK vorentscheidend auf 26:33 zurück.

Cata hielt zwar weiter stark, doch die Gastgeber sicherten sich immer wieder nach einer Parade unseres Keepers einen Freiwurf. Und oftmals landete der Ball doch noch im Netz. Mehr als das 32:36 durch Satzi, 151 Sekunden vor Ultimo, sollte unserer Mannschaft nicht mehr gelingen. Da die Zeit verrann, wurden schnell Abschlüsse zur Pflicht. Diese landeten aber nicht im Hamburger Tor. So konnten die Hansestädter noch drei weitere Treffer erzielen und am Ende stand die klare 32:39 Niederlage. „In der ersten Halbzeit haben wir 19 Tore erzielt und so eine gute Angriffsleistung geboten. Aber schon da klappte unser Rückzugsverhalten nicht und wir haben sechs oder sieben Tore durch die erste und zweite Welle der Hamburger kassiert. Das war schon zu viel. Und in der Abwehr haben wir sechzig Minuten lang nicht so verteidigt, wie wir es uns vorgenommen haben. Jetzt müssen wir das Spiel richtig bewerten und unsere Leistung in der Deckung in den nächsten Spielen aufgrund der Erfahrungen gegen Magdeburg und Hamburg neu anpassen“, sagte Magnus nach der Partie nachdenklich, aber auch schon mit dem wichtigen Blick nach vorne. Jörn Saemann

HC Hamburg II: Pein, Wloch – Wudtke (6), Kohnke (6), Oest (3), El-Shobaky (1), Botta (4), Argendorf, Unbehaun (2), Lieke, Welter (3), Pachmann (1), Huntemann, Hadzic (10/4), Härtel (3), Potapov.

DHK Flensburg: Hauenstein, Haidu – Schröder (3), Dethlefsen, Niestroj (11), Schmidt, Schlott, Hansen, Buschmann (2), Simon (3), Lorenzen (3/3), Zacharias Minning (4), Westphalen, Rithaphorn (2), Koscielski (4).

Schiedsrichter: Riebesam/Mischock (Görlitz)

Zuschauer: 187