DHK in der Defensive zu anfällig
Sportfreunde Söhre – DHK Flensborg 40:33 (18:14)
Der DHK Flensborg hat sein letztes Auswärtsspiel der Saison 2025/26 verloren. Beim Tabellenvorletzten Sportfreunde Söhre hatte die Mannschaft von Magnus und Daniel klar mit 33:40 (14:18) das Nachsehen. „Wenn man vierzig Gegentore kassiert, dann kann man kein Handballspiel gewinnen. Wir haben es in der Abwehr in mehreren Konstellationen probiert, aber über sechzig Minuten keinen Zugriff bekommen. Heute war es leider ein schlechtes Spiel von uns“, sagte Magnus nach der Partie und ergänzte, „das waren heute nicht die Werte für die wir stehen. Aber das wir den Klassenerhalt schon geschafft hatte, war bei uns die Luft raus. Und das ist dann auch menschlich“, so unser Trainer mit Kritik, aber auch Verständnis.
Nach ausgeglichenem Beginn ein 0:6 Blackout
Zu Beginn der Partie waren beide Mannschaften präsent. Die Gastgeber versuchten viel mit kraftvollen Abschlüssen oder über den Kreis zum Erfolg zu kommen. Unser Team hielt mit ihrem gewohnten Tempohandball dagegen. So ging es hin und her, mit ständig wechselnden Führungen. In der achten Minuten glich Thilo für unseren DHK zum 6:6 aus. Danach brach unsere Offensive und Defensive förmlich zusammen. Denn der überragende Keeper der Sportfreunde Söhre, Jannis Nowitzki, zog unserem Angriff sprichwörtlich den Zahn. Er zeigte Paraden am Fließband. Selbst beste Chancen unseres Teams, vereitelte der Schlussmann der Gastgeber, zum Teil auch per Doppelparade. Diese vergebenen Möglichkeiten wurden im Gegenangriff durch die Hausherren, vor 362 begeisterten und sie unterstützenden Zuschauern, nachhaltig bestraft. Unsere Abwehr bekam überhaupt keinen Zugriff und so wurde unsere Mannschaft binnen sieben Minute förmlich überrollt. 6:13 lautete der Rückstand des DHK Mitte der ersten Halbzeit. Danach bekam unser Team den Gegner aber wieder in das normale Positionsspiel. So steigerte sich unsere Defensive und musste nicht mehr so viele Gegentreffer schlucken. Auch im Angriff wurde wieder besser agiert. Der DHK fand wieder die Linie und erspielte sich zahlreiche Chancen. Wäre Jannis Nowitzki nicht so überragend gewesen und hätte weiter viele unserer Chancen vereitelt, dann wäre mehr als der 15:19 Vier-Tore-Rückstand zur Pause drin gewesen. Doch das Comeback nach dem 0:6 Blackout, machte für den zweiten Durchgang Hoffnung.
Im zweiten Durchgang zu schnell klar zurückgelegen
Nach dem Wechsel traf zunächst der starke Söhre-Akteuer Yannik Ihmann zum 20:15. Doch Maurice antwortete mit unserem schnellen Handball zum 20:16. Doch wieder „nervte“ Jannis Nowitzki mit zahlreichen Paraden unsere Mannschaft, die 76 Sekunden später mit 16:22 ins Hintertreffen geriet. Nach Thilos ebenso schnellem Anschluss zum 17:22 keimte wieder Hoffnung auf, das die Partie noch eine Wende bekommen könnte. Doch wieder scheiterte unser Angriff an Nowitzki, zum Teil waren die Köpfe beim Abschluss schon unten. Söhres starker Kreisläufer Norman Kordas, der selbst nicht nur sicher im Abschluss war, sondern auch Räume für seine Mitspieler schaffte, erzielte das 23:17, Niklas Ihmann legte per Doppelpack das 25:17 drauf. Maurice und Addi, der mit sieben Treffern im Angriff einer der wenigen sicheren Torschützen unserer Mannschaft war, brachten den DHK beim 19:25 letztmals hoffnungsvoll heran. Doch unsere Deckung und auch unsere Torhüter hatten den sogenannten „gebrauchten Tag“ und so fiel der DHK Flensborg nach Thilos 21:28 (41.), mit dem 21:31 knapp vier Minuten später erstmals auf zehn Tore zurück. Die Gastgeber, die als Tabellenvorletzter den Sieg unbedingt brauchten, um im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal Hoffnung zu schöpfen, spielten danach weiter wie entfesselt auf. Unsere Mannschaft musste sich der Körpersprache der Sportfreunde Söhre beugen, die erst in den letzten fünfeinhalb Minuten beim 38:28 vom Gaspedal gingen. So konnte der DHK Flensborg das Resultat noch auf 33:40 mildern. „Heute hat bei uns nahezu alles gefehlt. Jetzt ärgern wir uns über die schlechte Leistung und die Niederlage. Das müssen wir auch, denn unser Anspruch ist ein anderer, als diese schwache Vorstellung. Aber auf die ganze Saisonleistung meiner jungen Mannschaft bin ich stolz, daran ändert auch dieses Spiel nichts. Wir werden die sechzig Minuten heute schnell abhaken“, sagte Magnus mit einer Stimme aus sportlicher Enttäuschung und menschlichem Verständnis. Jörn Saemann
Sportfreunde Söhre: Nowitzki (1), Reichenbach – Folger (2), Rost (4), Thiel (1), Yannick Ihmann (6), Tobien, Kellner (3), Kordas (6), Niklas Ihmann (8), Lehrke, Hanel (9/2), Klein, Scherbanowitz.
DHK Flensburg: Hauenstein, Haidu, Schmitt – Niestroj (2), Günther, Schlott, Hansen, Adam, Knutzen (4), Mau (1), Lorenzen (5/1), Westphalen (7), Koscielski (3), Sonne Domino (6/1), Rithaphorn (3), Schulte (2).
Schiedsrichter: Kaplan/Scheld
Zuschauer: 362