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Neunstündige Busfahrt nach Plauen als Zusatzmotivation

DHK will beim heimstarken Plauen punkten

Der DHK Flensborg schaut nach vorne. Nachdem am vergangenen Samstag, mit dem 37:31 Heimsieg gegen den SC DHfK Leipzig II der Bann gebrochen wurde und endlich wieder doppelt Zählbares auf dem Konto verbucht werden konnte, hat unser Trainer die nächsten Punkte im Visier. „Wir fahren nach Plauen, wo ein Gegner aus unseren Tabellengefilden auf uns wartet. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, gegen einen Gegner, mit dem wir uns unbedingt messen wollen“, sagt Magnus vor der Partie am Samstag (19 Uhr), in der Kurt-Helbig-Halle in Plauen, gegen Aufsteiger SV 04 Plauen-Oberlosa.

Ein starker Gegner, der schon überraschte

Und Magnus ist sich der schweren Aufgabe in Sachsen bewusst. „Plauen ist sehr heimstark und hat schon für einige Überraschungen gesorgt. Gleich am ersten Spieltag haben sie zu Hause gegen Hildesheim gewonnen“, sagt unser Trainer respektvoll über den 28:26 Auftaktsieg gegen einen der großen Favoriten der 3. Liga Nord-Ost und somit heißesten Zweitbundesligaanwärter. „Aber auch gegen Rostock haben sie zu Hause überrascht und ebenfalls gewonnen. Dazu kommen noch die wichtigen Siege gegen Ostsee und Söhre. Die Niederlage in eigener Halle gegen Oranienburg hat aber gezeigt, dass es dort auch möglich ist, zu gewinnen“, ergänzt Magnus und spiegelt die Form des 3. Liga Konkurrenten wieder, der mit 10:14 Punkten auf Rang zehn drei Zähler vor unserem DHK liegt. Dabei haben die Gastgeber eine sehr gute Mischung an Akteuren in ihren Reihen. „Sie sind eine richtig gestandene Männermannschaft. Sie haben sehr große Spieler, die dadurch eine sehr kompakte 6-0 Deckung stellen. Da müssen wir bereit sein für ein kämpferisches Spiel“, sagt unser Coach und hebt einen Spieler der Gastgeber hervor. „Matevz Kunst ist ihr überragender Spieler. Er ist der Kapitän und Kopf der Mannschaft. Er leitet ihr Spiel und ist zudem ihr bester Torschütze“, sagt Magnus über den Slowenen, der in seinem ersten Seniorenjahr sogar im Champions League Kader seines Heimatclubs RK Celje stand. Im vergangenen Jahr wechselte er vom österreichischen Zweitligisten Union Leoben nach Sachsen und stiegt mit dem SV 04 Plauen-Oberlosa im vergangenen Sommer in die 3. Liga Nord-Ost auf. In zwölf Partien gelangen ihm von der halblinken Königsposition im Rückraum bisher beeindruckende 79 Tore, allesamt aus dem Feld. Dies bringt ihn auf Platz vier der Torjägerliste, nur sieben Treffer hinter dem führenden ehemaligen DHK-Shooter Melf Hagen vom amtierenden Meister MTV Braunschweig.

Ausgeglichener Kader in Plauen – Hochmotivierter DHK in Sachsen

Zu Matevz Kunst gesellen sich aber sechs weiter Akteure, die dreißig Tore oder mehr erzielt haben. Tim Stäglich bringt es auf satte fünfzig Treffer, davon fünf per Strafwurf. Bester Schütze von der 7-Meter Marke ist Sebastian Naumann, der 21 Strafwürfe nervenstarke verwandelte. Dazu kommen 18 weitere Treffer aus dem Feld, so dass Neumann es auf 39 Tore bringt. Viertbester Torschütze des SV 04 Plauen-Oberlosa ist Roman Becvar. Der Tscheche führte einst als Spielmacher den TuS Nettelstedt-Lübbecke zurück in die Bundesliga und ist ehemaliger tschechischer Nationalspieler, der bei seinen 111 Einsätzen vor allem bei der Europameisterschaft 2018 Stammspieler war. Für die Sachsen erzielte er bisher 33 Treffer. Ihm folgt mit Libor Hanisch (32), Franz Schauer und Teo Jezernik (je 30), ein Trio, dass die 30er-Marke ebenfalls geknackt hat. Die sieben genannten Akteure des SV 04 Plauen-Oberlosa sind für 293 der bisherigen 369 Saisontore verantwortlich und somit eine große Herausforderung für unseren DHK. „Plauen ist ein sehr starker Gegner. Doch wir fahren gut neun Stunden dorthin. Das ist ein sehr gutes Teambuilding für uns, weil wir bereits Freitag losfahren und eine Übernachtung einplanen. Am Samstag, spielen wir dann um 19 Uhr und fahren gegen 21.30 Uhr zurück. Gegen 6.30 Uhr sind wir dann erst wieder zu Hause“, sagt unser Trainer zu den Voraussetzungen neben dem Handballparkett und will mit unserer Mannschaft Zählbares. „Diese ganze Reise ist ein zusätzliche Motivation. Wir wollen uns für die Zeit belohnen und Punkte mit auf die lange Rückfahrt nehmen“, sagt Magnus, der dabei auch auf Thilo setzen kann. „Thilo ist am Freitag mit den Profis der SG Flensburg-Handewitt in Melsungen. Wir werden ihn dann an einem Treffpunkt abholen, damit er in Plauen für uns spielen kann. Wir werden dort wieder alles auf der Platte lassen und wollen gewinnen“, sagt Magnus mit ganz klarer Zielsetzung. Jörn Saemann