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Für die Gastgeber die letzte Chance – für den DHK ein „Mentalitätsspiel“

Für die Gastgeber die letzte Chance – für den DHK ein „Mentalitätsspiel“

DHK will einen Auswärtssieg bei den Sportfreunden aus Söhre

Der DHK Flensborg hat am vergangenen Wochenende den Deckel drauf gemacht. Die Mannschaft von Magnus und Daniel sicherte sich mit dem 37:33 Heimsieg über den SV 04 Plauen-Oberlosa den Klassenerhalt in der 3. Liga Nord-Ost. Damit wird es auch in der Saison 2026/27 weiter Profihandball in Idraetshallen geben. Darum kämpfen auch die Sportfreunde Söhre, die am Samstag (18 Uhr), als Tabellenletzter einen Sieg gegen unser Team brauchen.

Gastgeber brauchen die Punkte – DHK will die Punkte

In der vergangenen Spielzeit wurde der Club aus Diekholzen bei Hildesheim von der 3. Liga Nord-West in die unserer Staffel eingegliedert. Nach Platz zehn in der Saison 2024/25, gerieten die Niedersachsen in der 3. Liga Nord-Ost von Anfang an in Bedrängnis. „Söhre hat eine ganz starke Mannschaft und hat in der 3. Liga Nord-West sehr gut gespielt. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so weit unten in der Tabelle stehen würden. Doch das zeigt, wie stark unsere Liga ist. Das spricht für die Leistungsdichte“, sagt Magnus mit Lob und Respekt vor unserer nördlichsten Staffel, die seit Jahren ein Haifischbecken im Kampf um Titel und 2. Liga Aufstiegsrunden, aber auch den Kampf gegen das Abrutschen in die jeweiligen Regionalliga ist. „Wir sind sehr froh, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Das spricht für unsere Weiterentwicklung, die in den letzten beiden Saisonspielen aber noch weitergehen soll. So auch in Söhre, denn dort erwartet uns ein richtiger Hexenkessel“, sagt Magnus auch voller Respekt vor den Sportfreunden Söhre und deren Publikum. „Ich habe viele Videos geschaut und da hat man die laute und emotionale Stimmung der Zuschauer gehört. Es ist für Söhre die letzte Chance, noch einmal in den Kampf um den Klassenerhalt einzugreifen. Sie müssen gewinnen und brauchen gegen uns die zwei wichtigen Punkte“, sagt Magnus mahnend über den Gegner, der mit aller Wucht gegen unsere Mannschaft antreten wird. „Es wird wieder ein ganz enges Spiel, in dem Söhre alles geben wird. Für uns ist es ein richtiges Mentalitätsspiel. Denn trotz des geschafften Klassenerhalt, müssen wir von Anfang an bereit sein. Und das ist ja auch unsere Philosophie. Als DHK dagegenzuhalten und auch aufgrund unserer Ausrichtung mit der SG-Akademie die Werte zeigen, für die wir stehen. Hundertprozentige Bereitschaft und den Willen zur Weiterentwicklung. Unser Ziel ist ganz klar. Wir wollen in Söhre gewinnen“, sagt Magnus und schaut ein wenig nach vorne. „Wir haben noch eine ganz kleine Chance, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Dazu müssen wir mit einem Sieg Druck auf den Stralsunder HV machen, der auf Rang neun steht. Außerdem wollen wir das letzte Auswärtsspiel der Saison erfolgreich gestalten, damit wir eine schöne Rückfahrt haben“, sagt Magnus mit großer Motivation.

Gastgeber besser als ihr Tabellenplatz

Doch dazu müssen die ebenfalls hochmotivierten Gastgeber Sportfreunde Söhre von 1947 in Schach gehalten werden. „Söhre ist eine sehr starke Mannschaft. Sie sind im Altersdurchschnitt ein sehr erfahrenes Team. Ihr absoluter Leistungsträger ist Tom Hanel. Er kommt von der Position des Spielmachers in der Rückraum Mitte und auch aus dem linken Rückraum. Er ist sehr beweglich und hat vor allem harte und präzise Schlagwürfe“, sagt Magnus und hebt dabei den besten Akteur der Gastgeber hervor. Hanel ist mit 188 Toren, darunter 42 Strafwürfe, auch der treffsicherste Spieler der Sportfreunde. Dies katapultiert ihn auf Rang vier der Torjägerliste der 3. Liga Nord-Ost. Sein kongenialer Mitspieler ist Kreisläufer Norman Kordas. „Er hat einen tiefen Schwerpunkt, ist aber sehr beweglich. Er ist nicht sehr groß, aber nach Anspielen extrem effektiv. Zusammen mit Tom Hanel bildet er ein sehr starkes Angriffsduo. Norman Kordas ist für mich der stärkste Angriffskreisläufer der 3. Liga Nord-Ost“, adelt Magnus den 113-fachen Torschützen der Sportfreude Söhre. Alle Treffer hat Kordas aus dem Feld erzielt. So ist er ein sicherer Vollstrecker aus der Nahwurfzone. Nur sieben Tore weniger als der Kreisläufer, hat Niklas Ihmann erzielt. Mit seinen 106/2 Treffern ist auch er ein absoluter Leistungsträger der Gastgeber, die dahinter viele Akteure haben, die sich die Verantwortung teilen. Dort sticht ein Duo besonders hervor. So bringt es Jonas Rost auf 79 Tore, darunter zwölf Siebenmeter. Auf der Spielmacherposition ist Tom Folger mit 60 Toren eine sehr gute Ergänzung zu Tom Hanel. Beide haben zudem ein sehr gutes Auge für die Mitspieler und bringen diese immer wieder in gute Abschlusspositionen. „Söhre ist sehr ausgeglichen besetzt. Sie sind wirklich viel besser als ihr Tabellenplatz. Ich erwarte eine heiße Mannschaft, die gegen uns um ihre letzte Chance kämpft“, sagt Magnus und freut sich auf, „sechzig intensive Minuten“. Jörn Saemann