DHK will „alles auf dem Platz lassen“
Der DHK Flensborg wartet seit sechs Partien auf einen Sieg. Doch das ist kein Grund, in Panik zu verfallen. „Es klingt immer hart, wenn es heißt, man hat seit sechs Spielen nicht gewonnen. Man muss dann auch sehen, wie diese Spiele gelaufen sind“, bleibt unser Trainer Magnus Frisk Jensen entspannt. Denn er betont, „es waren sehr gute Leistungen von uns dabei. So haben wir in Barmbek und gegen Magdeburg Unentschieden gespielt, also nicht verloren. Mit etwas Glück, hätten wir diese Spiele auch gewinnen können. So wie auch am letzten Wochenende gegen Eider/Harde. Doch leider haben sie mit einem Tor gewonnen.“ So geht Magnus mit viel Optimismus in die nächste Begegnung, die es am Sonntag, aber in sich hat. Dann ist unser DHK Flensborg beim Aufstiegsaspiranten HC Empor Rostock zu Gast. Der Anpfiff in der dortigen Fiete Reder Sporthalle erfolgt um 17 Uhr.
Duell der Tabellennachbarn als überraschende Konstellation
Dann lautet die überraschende Konstellation, das unsere mit 5:11 Punkten auf Rang zwölf stehende Mannschaft, beim auf Platz 13 liegenden direkten Tabellennachbarn zu Gast ist. Denn der letztjährige Tabellendritte und Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga aus Mecklenburg-Vorpommern, hat derzeit unerwartet magere 4:8 Zähler auf dem Konto. „Nach ihrem klaren und souveränen Auftaktsieg in Barmbek, hat Rostock dann überraschend beim Aufsteiger aus Plauen verloren. Doch Plauen hat auch Eintracht Hildesheim besiegt. Da sieht man, wie stark und ausgeglichen die 3. Liga Nord-Ost auch in diesem Jahr wieder ist“, sagt Magnus, der den Gastgebern ansonsten aber starke Leistung attestiert. „Gegen die Füchse Berlin II, die unglaublich stark sind und auch beim TSV Altenholz, haben sie stark aufgespielt. In Altenholz haben sie eine tolle Abwehr-, und Torhüterleistung gezeigt und total unglücklich mit 25:26 verloren. Nach dem klaren Sieg gegen Söhre, wo sie zwischenzeitlich sogar mit 14 Tore geführt haben, schienen sie sich gefangen zu haben. Die klare Niederlage zuletzt in Aue hat mich dann sehr gewundert“, sagt unser Trainer über den angeschlagenen Gegner, der aber aufgrund seiner Erfahrung der Favorit in der Begegnung ist. „Rostock hat eine sehr eingespielte Mannschaft, die Spieler mit sehr viel Zweitligaerfahrung hat. Sie haben immer das Ziel, in die 2. Liga aufzusteigen“, sagt Magnus.
Mit Leidenschaft und Willen dem angeschlagenen Gegner Paroli bieten
Mit diesem dementsprechend Respekt fordert unser Coach dann auch, dass seine Mannschaft engagiert in die Partie geht. „Wir sind der absolute Underdog und wollen unsere Außenseiterrolle genießen. Wichtig ist es, dass wir die totale Bereitschaft für dieses Spiel zeigen. Wir müssen mit sehr viel Mentalität reingehen und unsere Bestleistung abrufen. Dann wollen wir versuchen, in Rostock zu punkten. Ich kann auch jeden Fall versprechen, dass wir alles auf dem Platz lassen werden“, sagt Magnus vor den sechzig Minuten auf der Platte der Fiete Rieder Sporthalle. Dabei hat Magnus die große Hoffnung, dass unser DHK in Bestbesetzung nach Mecklenburg-Vorpommern reist. „Wir hatten ein paar angeschlagene Spieler, doch ich denke, dass wir mit allen nach Rostock fahren können. Zudem ist Thilo nach den Reise mit der Profimannschaft der SG Flensburg-Handewitt wieder dabei. Er hat zuletzt sehr viele wertvolle Erfahrungen gemacht. Ich bin froh, dass er dabei ist“, sagt Magnus zu den Voraussetzungen für das Spiel beim Traditionsclub aus Mecklenburg-Vorpommern. Und Magnus freut sich auf das Wiedersehen mit einem Landsmann. Denn mit Michael Jacobsen hat der HC Empor Rostock den ehemaligen Trainer des Junior-Teams und der Jugendmannschaften der SG Flensburg-Handewitt verpflichtet, der zuletzt drei Jahre als Co.-Trainer beim Bundesligisten Rhein Neckar Löwen war. „Ich habe in der Saisonvorbereitung mit ihm gesprochen und ihm dazu gratuliert, dass er den Trainerposten beim HC Empor Rostock angenommen hat. Ich habe in meiner ersten Zeit, als ich neu bei der SG-Akademie war, viel mit ihm zu tun gehabt. Er ist ein sehr guter Trainer, mit sehr viel Erfahrung und wird den HC Empor Rostock während der Saison mindestens noch unter die ersten vier Mannschaften in der Liga führen. Aber gegen uns muss es noch einmal eine Niederlage sein. Danach kann Michael dann alles gewinnen“, sagt Magnus lachend und fügt hinzu, „wenn unsere Mannschaften sich aufwärmen, dann können wir uns ein paar Minuten auf dänisch unterhalten. Es ist ja immer schön, Landsleute zu treffen. Aber bei aller Freude ist das Ziel, dass wir gewinnen“, sagt Magnus vor dem Spiel beim aktuellen Tabellennachbarn. Jörn Saemann