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Der beste Angriff trifft auf die beste Abwehr

DHK erwartet den SC Magdeburg II

Der DHK Flensborg kann sich am Wochenende auf eine veränderte Situation in der 3. Liga Nord-Ost freuen. Denn anstatt wieder eine weite Auswärtsfahrt im Bus antreten zu müssen, dürfen unsere Handballer endlich wieder in den Genuss eines Heimspiels kommen. Vier Wochen nach dem 30:25 Erfolg gegen die HG Hamburg-Barmbek, waren die Männer von Magnus und
Daniel nämlich dreimal in der Ferne unterwegs. Die ausgeglichene 3:3 Punkteausbeute kann sich aber sehen lassen, sodass
unser Trainer mit Vorfreude in die kommende Partie am Samstag, in Idrætshallen geht. „Mit dem SC Magdeburg II, erwarten wir eine sehr gut ausgebildete Mannschaft, die junge Spieler aus der A-Jugend hinzubekommen hat. Und die sind in diesem Jahr immerhin deutscher Meister geworden“, sagt Magnus mit Respekt vor den Gästen aus der Börde. Der Beginn der Begegnung erfolgt etwas früher, als es die Handballfans ansonsten an Samstagen gewöhnt sind. Der Anpfiff ist um 16.30 Uhr. Denn nach
der 3. Liga Partie, wird in Idrætshallen auf der LED-Videowall das Bundesligatopspiel zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt live gezeigt.

Topstart der Gäste aus Magdeburg dank Top-Offensive

Vor dem mit Spannung erwarteten Duell der Erzrivalen aus Schleswig-Holstein, gibt es in der DHK-Heimspielstätte aber ebenfalls ein spannendes Ringen um zwei Punkte in Liga drei. Denn der SC Magdeburg II stellt mit 145 erzielten Toren in nur vier Spielen, die Ausnahmeoffensive in der Nord-Ost Staffel. „Es ist das Aufeinandertreffen des besten Angriffs gegen die beste Abwehr“, sagt Magnus mit Respekt und Stolz zu den Voraussetzungen für eine spannende Partie. Denn unser DHK musste in vier Spielen nur 102 Gegentreffer hinnehmen. Damit stellt unsere Mannschaft die beste Defensive der Liga. „Um die starke erste und zweite Welle des SC Magdeburg erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen, müssen wir in unserem Angriff viel Verantwortung für den Ball haben. Und wir müssen ein schnelles Rückzugsverhalten an den Tag legen. Wenn wir es schaffen, Magdeburg ins Positionsspiel Sechs gegen sechs zu bekommen, dann haben wir alle Möglichkeiten, dass Spiel zu gewinnen“, sagt unser Trainer. Denn sollte das Prunkstück der Gäste in Fahrt kommen, dann wird es eine extrem schwere Aufgabe. Die Top-Offensive hat dafür gesorgt, dass der SC Magdeburg II einen Topstart in die neue Saison erwischte. Zum Auftakt gab es eine knappe 30:32 Niederlage beim nur knapp am Aufstieg in die 2. Bundesliga gescheiterten Topfavoriten EHV Aue. Gegen den starken Aufsteiger HV Grün-Weiß Werder, folgte ein hauchdünner 38:37 Heimsieg. Die letzten beiden Partien der Gäste beeindruckten. Der Oranienburger HC wurde in eigener Halle klar mit 36:29 bezwungen, den SV 04 Plauen-Oberlosa fegten die Magdeburger am vergangenen Wochenende mit 41:30 aus der Börde.

Ausgeglichener Kader mit einem erfahrenen Spielmacher

„Zwar hatte Plauen einen schlechten Tag erwischt, aber die Leistung spricht klar und deutlich für Magdeburg. Sie haben eine ganz starke Mannschaft“, sagt Magnus und hat einige Leistungsträger im Kader der Gäste ausgemacht. Der Gefährlichkeit des besten Angriffs geschuldet, stehen zwei Magdeburger unter den ersten fünf Torschützen der 3. Liga Nord-Ost. Tim Thielecke rangiert mit 32 Treffern auf Rang drei, Noah Hensen mit nur drei Toren weniger auf Position fünf. Mats Brigzinsky folgt mit zwanzig Treffern. „Thielecke und Hensen sind sehr stark im Rückraum und stehen derzeit zurecht weit oben in der Torschützenliste. Wir müssen da sehr aufpassen“, sagt Magnus über den Rechtshänder Thielecke, der von der linken Seite kommt und Hensen, der als Linkshänder von rechts die Magdeburger Angriffsgefahr von den Halbpositionen perfekt ergänzt. Die liegt auch an dem variablen Offensivspiel, bei dem unser Trainer einen Akteur hervorhebt „Spielmacher Sebastian Bialas ist für mich ein Schlüsselspieler. Er ist auch als Torschütze gefährlich, leitet aber vor allem das Spiel der Magdeburger sehr klar und umsichtig. Er ist schon länger dabei, seine Erfahrung merkt man ihm stets an“, sagt Magnus voller Respekt über den Mittelmann der Gäste, der die Seele im Spiel des Bundesligaunterbaus ist. Dazu gesellt sich mit Malte Elze ein ebenfalls schon sehr erfahrener junger Spieler am Kreis.„Er ist Jugendnationalspieler und gehört dem Bundesligakader des SC Magdeburg an. Er setzt immer wieder Akzente“, sagt unser Coach warnend vor dem Akteur aus der Nahwurfzone, der stets für seine Nebenleute um freie Räume rackert. „Dazu hat Magdeburg traditionell sehr gute Außenspieler, die immer wieder die Anbindung zur Bundesligamannschaft haben. Wir müssen also sehr konzentriert spielen“, sagt Magnus, der während der Woche mit einigen erkälteten Spielern in seinem Kader zu kämpfen hatte. „Doch ich bin mir sicher, dass es keine Auswirkungen auf das Spiel hat. Alle werden fit sein“, so Magnus optimistisch. Und die eigene Stärke unterstützt die Gefühlslage unseres Trainers. „Wenn wir unsere Möglichkeiten abrufen und wieder sehr stark in der Defensive sind, dann haben wir große Chancen zu gewinnen. Und das wollen wir. Denn wir wollen unseren Matchplan durchbringen. Dabei hoffen wir auf eine volle Halle und die große Unterstützung der Zuschauer“, sagt Magnus und hat zwei Punkte in der Partie, die unter dem Motto „Oktoberfest“ läuft, fest im Visier. Jörn Saemann