DHK strebt nach zwei Bonuspunkten in Berlin
Der DHK Flensborg hat in der bisherigen Saison 2025/26 noch nicht das Glück auf seine Seite gezogen. Mit 5:13 Punkten liegt unsere Mannschaft auf dem 13. Tabellenplatz und hatte zuletzt gegen viele Spitzenmannschaften das Nachsehen. „Die Tabelle lügt immer. Wir haben in den ersten neun Saisonspielen sehr viele Teams aus den Top sieben der Liga als Gegner gehabt. Nur Barmbek und Ostsee gehören nicht dazu. So verfallen wir auch nicht in Panik. Wir haben viele knappe Ergebnisse dabei gehabt. Jetzt gilt es, daraus unsere Lehren zu ziehen und die Ruhe in den anstehenden Spielen auszustrahlen“, sagt unser Trainer Magnus Frisk Jensen vor der Begegnung beim nächsten absoluten Topteam der 3. Liga Nord. Denn am Sonntag (16 Uhr), ist unser DHK beim derzeitigen Ligaprimus Füchse Berlin II zu Gast.
Starke Jungfüchse grüßen von oben
„Die Füchse stehen zurecht da oben. Sie haben ihre einzige Niederlage überraschend deutlich mit minus 17 Toren bei Eintracht Hildesheim kassiert. Aber danach haben sie alles gewonnen und auch knappe Spiele für sich entschieden“, sagt Magnus über den Tabellenführer, der sich nur am zweiten Spieltag beim ehemaligen Bundesligisten klar mit 23:40 geschlagen geben musste. Dem Aufstiegsanwärter MTV Braunschweig schlugen die Berliner vor zwei Wochen zu Hause mit 30:28 und zogen punktgleich mit 16:2 Zählern am amtierenden Meister der 3. Liga Nord vorbei. „Wir wissen, wie schwer es dort wird. Aber wir fahren ja nicht nach Berlin, um am Sonntag nur ein Handballspiel zu bestreiten. Wir haben auch die Möglichkeit dort zu gewinnen, wenn unser Matchplan aufgeht“, sagt Magnus vor der Reise in die deutsche Hauptstadt. Unser dänischer Trainer weiß aber um die Qualität der Gastgeber. Lauro Pichiri ist im linken Rückraum derzeit für mich einer der besten Spieler in der 3. Liga Nord. Er war auch schon im letzten Jahr in der Mannschaft und ist vorne eine richtige Waffe. Und hinten ist er auch ein Abwehrchef“, adelt unser Trainer den mit 38 Treffern drittbesten Torschützen der Jungfüchse. Zwei Schützen sind aber noch erfolgreicher als Pichiri. „Justin Wollny ist ein sehr starker Spieler. Und von der Linksaußenposition Jan Grüner sehr torgefährlich und zuverlässig“, sagt Magnus über das Topduo in den Berliner Reihen. Wollny erzielte die Hälfte seiner 40 Tore per Siebenmeter, Grüner traf vom Flügel satte 51-mal. „Dazu kommen mit Willam Reichardt und den Kofler-Brüdern drei weitere sehr starke Akteure aus einer tollen Mannschaft hinzu. Die Kofler-Brüder sind Österreicher, die Daniel bei uns besonders gut kennt“, sagt Magnus mit einem Lachen über die Landsmänner unseres Co.-Trainers Daniel Wuzella. Die Geschwister sind für 61 Berliner Tore verantwortlich, Reichardt netzte bisher 35-mal im gegnerischen Tor ein. „Die Füchse Berlin spielen oftmals seit der Jugend zusammen. Dementsprechend eingespielt sind sie und zeigen es vor allem in dieser Saison“, sagt unser Trainer über die Hauptstädter.
Als Einheit gegen den Tabellenführer auftreten
Doch trotz deren Stärke, legt Magnus den Fokus auf unsere eigene Mannschaft. „Wir haben immer die Chance zu gewinnen. Wir sind eine geschlossene Einheit und so wollen wir auch auftreten. Aufgrund der Verletzung von Lasse Møller bei den Profis der SG Flensburg-Handewitt wird Thilo am nicht in Berlin dabei sein, sondern im Kader der SG am Sonntag gegen Erlangen stehen. Dazu kommen Schulle, Benni und Arv aus einer Verletzung. Aber dadurch bekommen die anderen Spieler mehr Einsatzzeiten, die sie auch verdient haben. Sie werden für die Anderen in die Bresche springen“, sagt Magnus mit großer Überzeugung. Und er erinnert an das letzte Spiel bei den Füchsen Berlin, dass mit 35:32 an unseren DHK Flensborg ging. „Das haben wir gewonnen und vor allem in der engen Schlussphase die Ruhe bewahrt. Das wollen wir auch diesmal wieder schaffen. Im Moment erwartet niemand in Berlin etwas von uns, die Füchse sind Favorit. Aber in dieser 3. Liga Nord ist alles möglich und wir glauben an uns. Wir wollen die Bonuspunkte“, sagt Magnus kämpferisch vor der Partie beim Tabellenführer. Jörn Saemann