DHK verpasst Acht-Punkte-Vorsprung
DHK Flensborg – HG Hamburg-Barmbek 34:34 (18:19)
Der DHK Flensborg hat einen weiteren Heimsieg in der 3. Liga Nord-Ost verpasst. Gegen Aufsteiger HG Hamburg-Barmbek kam unsere Mannschaft nicht über ein 34:34 (18:19) Remis hinaus. Dabei hatte unser Team zu viele unterschiedliche Phasen und nach Führungen Negativtäler zu durchschreiten. Dadurch verpasste es der Dansk Handbold Klub, sich einen satten Acht-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang 14 zu verschaffen.
Starker Beginn verpufft durch fehlende Abwehrpräsenz
Dabei startete der DHK perfekt in die Partie. Die Gastgeber legten mit schnellem Spiel nach sechs Minuten eine 5:1 Führung vor. In dieser Phase hielt Benni mit einigen Paraden seinen Vorderleuten zusätzlich den Rücken frei. Doch auch HG-Keeper Henri Wommelsdorf hatte eine starken Abend erwischt und hielt viele Bälle. Darunter einen Strafwurf von Thilo. Da die Gäste danach im Angriff geschickt Übergänge und das Einlaufen ihrer Außen, sowie das Absetzen des Kreisläufers ermöglichten, wurde unsere Deckung immer brüchiger. Vor allem der starke Barmbeker Kreisläufer Arne Eschweile traf nach belieben und sorgte in der 13. Minute für den 9:8 Anschlusstreffer. Kurz darauf erzielte Kevin Janzen mit dem 9:9 den ersten Ausgleich der Gäste seit dem 1:1. Nach dem 13:13 (20.), schien sich unsere Mannschaft wieder gefangen zu haben. Benni wehrte einen Strafwurf ab und Jonas per Doppelpack, sowie Maurice warfen den DHK mit 16:13 in Front. In den letzten sechs Minuten vor der Pause verlor unser Team aber erneut den Faden und musste binnen drei Minuten vier Gegentreffer in Folge schlucken. 16:17 stand es aus Sicht des DHK. Da die Gäste nach unserem Ausgleich immer wieder ein Tor vorlegten, gingen sie mit einem knappen 18:19 Vorsprung in die Kabinen der Idraetshallen.
Zweite Halbzeit zunächst umkämpft
Nach dem Wiederanpfiff waren die Hamburger die ersten Sekunden hellwach und bauten durch zwei Tore in Folge ihre Führung sogar zum 18:21 aus. Doch danach kämpfte sich der DHK Flensborg einheitlich zurück. Die Deckung stand endlich stabil und machte Druck auf den gegnerischen Rückraum. So fanden die Gäste kaum Lücken, zudem war Benni immer parat, wenn ein Abschluss der Barmbeker erfolgte. Nach dem 20:22 (37.), wurde unsere Mannschaft auch im Angriff druckvoller. Jonas und Thilo sorgten für den 22:22 Ausgleich, Schulle brachte den DHK mit seinem Comeback-Tor nach langer Verletzung gar mit 23:22 in Führung (39.). Doch auch die Gäste fingen sich und spielten im Angriff wieder überlegter. Zunächst war es Routinier Timon Kaminski, der immer wieder wichtige Barmbeker Treffer erzielte. Dazu fügte sich Henri Häusler sehr gut auf der Spielmacherposition ein. Ihm gelangen drei Tore und zwei Assists. Sein Treffer zum 28:29 läutete einen wahren Handballkrimi ein.
Schlussphase mit Auf und Ab und Krimi-Modus
Es begann die Crunchtime der Begegnung. Dabei übernahm unser SG-Profi Thilo immer mehr Verantwortung. Er erzielte den 29:29 Ausgleich und schaffte mit seiner Präsenz im Rückraum zusätzlich Räume und Übergänge. Jonas mit einem Dreher aus schwierigem Winkel von der Linksaußenposition, wobei er dem gegnerischen Torhüter Kay Siemer den Ball praktisch über die linke Hand legte, sorgte für die 30:29 Führung. Schulle mit platziertem Wurf aus dem rechten Rückraum legte zum 31:29 nach (53.). Doch auch die HG Hamburg-Barmbek konnte sich auf ihre Leistungsträger verlassen. Timon Kaminski und der in der Schlussphase mit wichtigen Treffern glänzende Ben Behncke, drückten dem Spiel ihren Stempel auf und beantworteten unsere Führung zu schnell mit Gegentoren. Behncke glich zum 32:32 aus (55.). Erneut raffte sich unser DHK auf und als Thilo per Doppelpack zum 34:32 einen weiteren Zwei-Tore-Vorsprung herauswarf, schien das Pendel für den DHK Flensborg auszuschlagen. Doch abermals Behncke und Justin Kaminski per Tempogegenstoß nach einem Ballverlust unserer Mannschaft, sorgten für den 34:34 Ausgleich. Und 46 Sekunden vor der Schlusssirene hatten die Gäste Ballbesitz. Doch nach einer Auszeit verloren sie den Ball, so dass unser DHK den letzten Angriff des Spiels hatte. 14 Sekunden vor Ultimo nahmen Magnus und Daniel ihre letzte Auszeit und besprachen mit der Mannschaft die letzten Spielzüge. Doch zunächst wurde der Angriff geblockt und Thilo zielte mit dem finalen Wurf über das Barmbeker Gehäuse. So blieb es beim über sechzig Minuten gerechten 34:34 Remis, dass die HG Hamburg-Barmbek zumindest auf fünf Zähler, und den ersten Abstiegsrang auf sieben Punkte Distanz hielt. Jörn Saemann
DHK Flensburg: Hauenstein, Schmitt – Niestroj (4), Günther (2), Schlott, Hansen (1), Adam, Knutzen (8), Mau, Lorenzen (6/3), Westphalen (2), Koscielski, Sonne Domino (3), Rithaphorn (5), Schulte (3).
HG Hamburg-Barmbek: Siemer, Wommelsdorf – Janzen (3), Ramm, Saleh, Timon Kaminski (7), Häusler (3), Stapenhorst (4), Eschweiler (7), Justin Kaminski (2), Litzenroth (3), Kühn, Schäfer, Matussek, Behncke (5/1), Deiter.
Schiedsrichter: Brendel/Schneider
Zuschauer: 482
Stimmen zum Spiel:
Mirco Demel (Trainer HG Hamburg-Barmbek):
Es war ein schöner Handballnachmittag. Aber beide Trainer sind bestimmt unzufrieden. Für uns war es ein verlorener Punkt. Es war ein hartes, aber faires Spiel. Es hat Spaß gemacht, in dieser Halle zu spielen. Leider haben wir den Anfang verpennt.
Magnus:
Wir sind im Moment in einer sehr großen Entwicklungsphase und haben den großen Anspruch, so ein Spiel zu gewinnen. Wir haben uns selbst geschlagen und im Weg gestanden. In der Abwehr waren wir viel zu offen und bekommen das Kreisspiel von Barmbek nicht in den Griff. Arne Eschweiler hat seine sieben Tore alle in der ersten Halbzeit erzielt. In der ersten Halbzeit waren wir zu oft Vogelwild und haben wie eine A-Jugend Mannschaft gespielt und hatten zu viele Fehlwürfe. Heute haben wir vieles gemacht, was nicht unser Weg ist. Deshalb müssen wir glücklich über den einen Punkt sein, der für uns sehr wichtig ist.
Maui:
Wir haben in der ersten Halbzeit zu hoch gestanden. Wir hatten richtig Bock auf das Derby. Aber man hatte das Gefühl, Barmbek wollte es heute mehr. Ich selbst bin wieder fit und bereit.
Schulle:
Es war schön, nach so langer Verletzungspause endlich wieder zu spielen. In der Halbzeit kam die Ansage, dass ich mich bereit machen soll für die zweite Halbzeit. Ich habe mich an das gehalten, was ich machen sollte. Aber ich habe auch zweimal zu eifrig geworfen. Es war für mich ein gutes Comeback. Ein Lob an Barmbek. Sie sind ein starker Aufsteiger und waren gut auf uns eingestellt. Trotz des Remis war es ein gutes Spiel, mit vielen glücklichen Toren auf beiden Seiten in der Schlussphase. Das Ergebnis ist am Ende dann so auch richtig.
Mathias:
Ich freue mich, dass ich beim DHK bleibe. Wir sind eine richtig gute Mannschaft, mit einem tollen Zusammenhalt. Ich musste mich am Anfang der Saison erst einfinden, habe jetzt aber meinen Platz in der Mannschaft gefunden. Die dänische Ausrichtung war natürlich auch ein Grund, hierzubleiben.