DHK geht mit neuem Elan in schwierige Saison (fla)

  • August 26, 2017

»Die 3. Liga ist nach dem geographischen Wechsel der Mannschaften aus dem Großraum Hannover noch stärker als zuvor. Der einzige Aufsteiger ging gleich wieder runter. Deshalb bleibe ich dabei: Erst einmal müssen wir drei Mannschaften hinter uns lassen, und dann sehen wir weiter«, so der als vorsichtig bekannte Geschäftsführer Peter Stotz.
Um nicht missverstanden zu werden: Von Abstiegskampf redet niemand beim DHK, aber auch nicht von Mittelfeld oder oberes Drittel, in dem der DHK nach der Aufstiegssaison vor zwei Jahren einige Wochen verweilte.
Danach und in der vorigen Saison wollte der Funken irgendwie nicht mehr überspringen. Trainer Matthias Hahn verließ nach fünf Jahren und damit ein Jahr früher als von vielen erwartet, den Verein.
Gemeinsam mit Geschäftsführer Tim Blohme – beide arbeiten ehrenamtlich und haben »nebenbei« noch fordernde Jobs in der Wirtschaft – gibt Peter Stotz einen Einblick in die Stimmungslage beim DHK, der mitten in den Vorbereitungen steht.

Megastarke 3. Liga

Redakteur Raning Krueger (li.) im Gespräch mit den DHK-Geschäftsführern Peter Stotz (re.) und Tim Blohme. (Foto: Sven Geißler)

»Wir starten in einer megastarken Liga mit einem neuen Trainer, frischem Wind und einigen neuen Spielern, die sich genau wie die alten Hasen erstmal beweisen müssen. Das heißt auch, dass jeder seine Chance bekommt«, so Peter Stotz.
»Der neue Trainer, Torben Walluks, hat uns gleich im ersten Gespräch mit seinem Konzept überzeugt.
Eventuelle Zweifel wurden spätestens nach einigen Trainingseinheiten verworfen. Wenn schon Trainerwechsel, dann gerne mit anderer Philosophie, Neuerungen und wieder richtig Drive in der Mannschaft.
Eventuelle Skepsis ist längst der Freude gewichen. Und da gilt für alt wie jung im Kader des DHK«, so Tim Blohme, der nach eigener Aussage »geradezu euforisiert« ist vom gegenwärtigen Zustand beim SdU-Team.
Wen man auch fragt, so steht Tim Blohme nicht allein mit seiner Vorfreude auf die neuen Saison. Neuer Trainer, ein erweiterter Kader von 15 Mann und erwartungsfrohe Gesichter überall auf, neben sowie im Umfeld des DHK. So wittert auch ein Jannis Blumenberg, bislang dritter Kreisläufer, beim neuen Trainer eine Chance auf mehr Spielanteile.

Der besondere Verein

»Jeder Trainer nach Matthias Hahn hat es schwer. Aber Torben Walluks hat eine gute und konsequente Art, mit jungen Leuten umzugehen, er stellt Regeln auf und ist glaubwürdig. Zudem hat jeder der 15 Spieler das Zeug für die 3. Liga. Alle sind fit, während wir früher in der Vorbereitung schon 2-3 Verletzte hatten«, so Stotz optimistisch.
Die beiden engagierten Geschäftsführer sind stets bemüht, die Rahmenbedingungen beim DHK weiter zu verbessern. Menschlich, sozial und regional ist der DHK und sein Umfeld schon »berühmt« für das besondere Etwas, den dänischen Einfluss sowie die familiäre Stimmung unter den im Schnitt 500 Zuschauern, deres Zahl gegen den HSV Hamburg oder SG II auch auf 1100 steigt.

DHK stets präsent

Der Slogan mit Inhalt – »DHK – Na Klar!« – hallt auch bei Sponsoren nach. So konnte die Anzahl der Teampartner in diversen Netzwerken auf 100 gesteigert werden, so dass der Etat des DHK um 5000 auf 140.000 erhöht wurde. Unter den Förderern sind viele, die nicht mit Geld, sondern mit wichtigen (Service-)Leistungen helfen, jüngst etwa die Firma Nordgröön mit einem Livestream im Internnet.
Der DHK ist stets präsent und erhält viel Lob auch aus der Wirtschaft.
»Beim DHK läuft alles ehrenamtlich, und jeder trägt auf seine Weise zum Erfolg bei. Darauf sind wir auch ein wenig stolz. Vor allem für Peter Stotz könnte der Tag leicht mehr als 24 Stunden haben. Es ist unglaublich, was er alles von der Hand bekommt. Der DHK und ich könnten uns keinen besseren als Peter vorstellen«, so Tim Blohme – schon wieder mit seinem euphorischen Lächeln.
Und nochmal zu den Zielen für die kommende Saison des DHK Flensborg: Drei Mannschaften hinter sich lassen, Alles geben, besser als der 11. Platz der Vorsaison, gerne oberes Drittel aber perspektivisch innerhalb von fünf Jahren um den Aufstieg in die 2. Liga mitspielen.
Euphorie kann ja aus Träumen entstehen – oder Träume auslösen …
Raning Krueger