Trainer Walluks lobt die Einstellung

  • Oktober 16, 2017

Drittliga-Handballer des DHK Flensburg halten die Partie gegen Springe lange offen, verlieren aber am Ende mit 27:35 zu hoch

Die Handballer des DHK Flensburg haben in der 3. Liga ihre erste Heimniederlage kassiert – das 27:35 (14:16) gegen den Ex-Zweitligisten HF Springe war jedoch zu hoch ausgefallen. Darüber waren sich beide Trainer einig. „Das Ergebnis sieht klar für uns aus, doch das erst aufgrund der letzten fünf bis sechs Minuten. Wir wussten schon vorher, dass wir auf einen starken und gut ausgebildeten Gegner treffen“, rückte HF-Coach Oleg Kuleschow die Partie ins rechte Licht. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Einstellung war viel besser als letzte Woche in Schwerin und jeder Spieler hat alles gegeben“, fand DHK-Trainer Torben Walluks lobende Worte für die Vorstellung seines Teams.

Mit zunehmender Spielzeit bekam die DHK-Deckung Probleme mit der starken Achse Tim Otto und Fabian Hinz auf der linken Springer Angriffsseite. Rückraumspieler Otto setzte sich immer wieder durch, erzielte Tore, und bediente zudem Linksaußen Hinz, der auch von der Siebenmetermarke sicher war. So geriet der DHK immer wieder mit zwei Toren in Rückstand. Nach dem 6:8 (16.) rissen die Gastgeber die Führung wieder an sich. Der Rückraum war energisch und auch Jannes Timm war bei seinen Strafwürfen erfolgreich. So stand es gut fünf Minuten vor der Pause 13:12 für das Walluks-Team, das sich aber einige Fehler zu viel leistete und so mit einem 14:16-Rückstand in die Kabinen musste.

Nach dem Wechsel sorgte ein von Sjören Tölle erfolgreich abgeschlossener Kempa-Trick zum 15:16 für Jubel in der Idrætshalle, die nun auf die Wende hoffte. Tim Otto erfreute sich nun einer engeren Bewachung. Doch HF-Coach Oleg Kuleschow, der 2002 mit dem SC Magdeburg die Champions League gewann und mit Russland Europa- und Weltmeister wurde (1996, 1997), zog ein Ass aus dem Ärmel. Denn Maximilian Schüttemeyer drückte nun dem Spiel seinen Stempel auf. Aus dem Rückraum und mit Siebenmetern steuerte er wichtige Tore für die Gäste bei. Neun seiner zehn Treffer erzielte er in den zweiten 30 Minuten.

Der DHK blieb bis zum 23:26, zwölf Minuten vor dem Abpfiff, dran. Ein besseres Resultat verhinderte das schwache Überzahlspiel der Gastgeber, die sich an der in der zweiten Halbzeit kompakten Springer Deckung die Zähne ausbissen. Zwei Tempogegenstöße des Zwei-Meter-Hünen Schüttemeyer, der dabei aber eine enorme Schnelligkeit und Ruhe offenbarte, stellten die Weichen für die Gäste mit 23:28 in Richtung Sieg, zumal Hendrik Pollex, Otto und erneut Schüttemeyer per Siebenmeter, bis zum 23:31 nachlegten. Am Ende stand das 27:35 und für Torben Walluks die Erkenntnis: „Wir haben jetzt Hamburg-Barmbek vor der Brust. Dort müssen wir mit dieser Einstellung auftreten, dann ist mir nicht bange“, so der DHK-Trainer, der beim Tabellennachbarn (6:10) am Sonnabend (18 Uhr) wieder ein Erfolgserlebnis anstrebt. jös DHK Flensburg: Weidner, Basenau – Zakrzewski (5), Jessen (4), Pedersen, Worm (2), Blumenberg, Wickert-Grossmann, Jochimsen (2), Timm (5/4), Ejmar (1), Johannsen (1), Tölle (3), Desler (4). HF Springe: Hoffmann, Wendland – Otto (8), Eichenberger (1), Borgmann (1), Preiß (1), Bormann, Schüttemeyer (10/3), Hinz (9/4), Krok (2), Pollex (1), Passias (2). Schiedsrichter: Dodt/Klappauf (Berlin).