DHK im »Überlebenskampf« (FLA)

  • April 6, 2018

Flensburg. »Anstrengend«. Dieses Wort benutzt Geschäftsführer Peter Stotz als erstes, um seine momentane Gefühlslage in Sachen DHK Flensborg zu beschreiben. Denn der Handball-Drittligist muss in den verbleibenden vier Spielen mit allem was er hat um den Klassenerhalt kämpfen und bangen. »Wir brauchen noch zwei bis vier Punkte und müssen noch dazu am allerletzten Spieltag zuschauen – das ist nicht angenehm«, sagt Stotz mit Blick auf die brenzlige Lage beim Tabellen-Zwölften (17:31 Punkte). Den DHK trennen nur noch zwei Punkte von einem Abstiegsplatz und ausgerechnet am allerletzten Spieltag (5. Mai), wenn die Konkurrenz ein letztes Mal zum Ball greift, sind dem spielfreien DHK die Hände gebunden.

An diesem Freitag (Anwurf 20 Uhr/live auf sportdeutschland.tv) gastiert das bislang schwächste Auswärtsteam der Liga (4:18 Punkte) beim ligaweit besten Heimteam (21:3) TSV Altenholz. Zu guter Letzt stehen das Heimspiel gegen Tabellenführer HSV Hamburg (14. April) sowie die Auswärtsduelle bei den ebenfalls vom Abstieg bedrohten VfL Fredenbeck (21. April) und MTV Braunschweig (28. April) an.

Der Glaube an die Rettung aber ist da. »Die Jungs ziehen gut mit. Jens (Häusler) macht das gut, wir dürfen gerade gegen Altenholz aber keine Wunderdinge erwarten«, betont Peter Stotz. Jens Häusler, langjähriger Coach des HSV und bis vor wenigen Wochen noch Trainer der A-Jugend des THW Kiel, stieg nach der Trennung von Trainer Torben Walluks – wie berichtet – vorzeitig ein beim sportlich kriselnden DHK. Mit dem Team soll er nun den Klassenerhalt schaffen.

DHK-Rückraumspieler Ole Zakrzewski ist davon überzeugt, dass sein Team ein gänzlich anderes Gesicht zeigen wird als zuletzt am 17. März bei der 29:33-Ohrfeige in eigener Halle gegen Liga-Schlusslicht Hamburg-Barmbek.

Ole Zakrzewski: »In erster Linie glaube ich an uns«

»Wir hatten jetzt ein paar Wochen Zeit, um die Stimmung aufzuhellen. Wir sind uns der schwierigen Lage und Gefahr bewusst«, berichtet Rückraumspieler Ole Zakrzewski. Was ihm Hoffnung macht? »In erster Linie glaube ich an uns. Wir sind sportlich dazu fähig und gut genug, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen.«

Nun also Altenholz. Zakrzewski verweist darauf, dass der DHK beim 35:35-Remis im Hinspiel im November »in meinen Augen unser bestes Saisonspiel« gespielt hat. Zakrzewski: »Es kommt auf zwei Faktoren an. Wir müssen an das Niveau vom Hinspiel anknüpfen – und Altenholz darf sein Topniveau nicht erreichen. Sonst wird das nichts. Wir müssen einen perfekten Tag erwischen.«

Tobias Dahm, Teammanager des DHK Flensborg, beobachtet Konzentration, Wille und Bereitschaft im Team. »Aufbruchstimmung wäre das falsche Wort. Es gibt aber viele neue Impulse, Jens kommt mit viel Input und die Mannschaft nimmt das dankbar an. Es ist eine andere Intensität da und die Mannschaft ist selbstbewusster geworden, vertraut ihren Fähigkeiten«, sagt der 39-Jährige.

Dran mit dem Lucky-Punch

Dahm weiß, dass mit Fredenbeck und Braunschweig erst nach den Duellen gegen Altenholz und dem HSV die vermeintlich eher lösbaren Aufgaben anstehen, sagt generell aber: »Wir dürfen gegen Altenholz nicht zu viel erwarten. Wir sind aber auch jetzt mal dran, einen Lucky Punch zu setzen, wie es Braunschweig gerade in Schwerin geschafft hat. Ich warne davor, sich allein auf die beiden letzten Spiele zu verlassen.«