3. Liga? DHK – na klar! (FLA)

  • April 23, 2018
Mit einem 32:24-Erfolg beim VfL Fredenbeck und Schützenhilfe aus Springe sicherte sich der DHK Flensborg am drittletzten Spieltag der 3. Liga den Klassenerhalt.

rm@fla.de

Fredenbeck. Die Spieler des DHK Flensborg saßen auf dem Boden der Fredenbecker Geestlandhalle. Pascal Stegle, Moderator des Livestreams bei den Heimspielen, gab mit Megaphon den Einheizer. Gemeinsam mit einer Handvoll mitgereister Fans und den Vereinsverantwortlichen wurde das berühmte »Humba-Tätärä«-Jubellied mit anschließender Tanzeinlage angestimmt. Die Emotionen, der Jubel und die Freude mussten raus.

Mit 32:24 (16:10) hatte der DHK beim VfL Fredenbeck gewonnen und da Hamburg-Barmbek in Springe verloren (23:28) hatte, war und ist dem DHK der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen.

Beim letzten Saisonspiel in Braunschweig (Sonnabend, 19.30 Uhr) kann sich der DHK sogar eine Niederlage erlauben. Und es macht mittlerweile auch nichts mehr, dass die Nordlichter am letzten Spieltag der Saison Zuschauer sind (Norderstedt wäre an dem Tag der Gegner gewesen, hat allerdings vor der Saison zurückgezogen und ist somit erster Absteiger). Der DHK ist auch in der kommenden Saison Drittligist.

Getreu dem Vereinsmotto lässt sich also sagen: 3. Liga? DHK – na klar!

»Die Erleichterung ist groß«, sagte Jens Häusler, seit einigen Wochen neuer Trainer beim DHK. Er lobte sein Team für die in Fredenbeck von Beginn an konzentrierte Leistung. »Die Jungs sind zu keinem Zeitpunkt nervös geworden und haben die guten Eindrücke aus der Trainingswoche bestätigt.«

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (4:4/8.) setzte sich der Gast ab und führte zur Pause mit 16:10. Überragender Akteur beim DHK war Torwart Jasper Basenau, der von Häusler ein Sonderlob erhielt. »Jasper hat fantastisch gehalten«, so der Coach, dessen Team sich zwischenzeitlich bis auf zehn Tore Vorsprung absetzte. »Mit der Führung im Rücken war es natürlich einfacher für uns. Fredenbeck hat allerdings nie aufgegeben und bis zum Ende gekämpft. Wenn man bedenkt, was hier auf dem Spiel stand, freue ich mich auch darüber, wie fair die Begegnung verlaufen ist. Es war hart, aber nie unfair.«

Vor allem aber herrschte Freude über den Klassenerhalt, denn damit nimmt eine turbulente DHK-Saison ein gutes Ende. Auf den langjährigen Erfolgscoach Matthias Hahn folgte im vergangenen Sommer Torben Walluks als Cheftrainer. Er brachte viel frischen Wind mit und sorgte für eine schwungvolle Stimmung zu Saisonbeginn. Mit 4:2 Punkten glückte der Saisonstart, wobei sich dort bereits eine gewisse Heimschwäche zeigen sollte. Es gab in den ersten beiden Saisonspielen zwei Remis. Im Laufe der Saison wurden wichtige Heimspiele, u. a. gegen Fredenbeck und vor wenigen Wochen gegen Hamburg-Barmbek verloren. Gepaart mit einer eklatanten Auswärtsbilanz (der DHK ist mit 6:20 Zählern das schlechteste Team der Liga in fremden Hallen) und ligaweit den meisten Gegentoren (790), geriet der DHK zuletzt ganz stark in den Abstiegsstrudel. Nach dem 29:33 vor eigenem Publikum gegen Hamburg-Barmbek vor einem Monat kam es zum Trainerwechsel. Häusler folgte auf Walluks. Ob das der entscheidende Impuls war, ist schwer zu sagen. Fakt ist, dass sich der DHK in den letzten beiden Partien trotz Niederlagen (gegen Altenholz und den HSV) bereits stabilisiert hatte und nun gegen den VfL ein Happy End feierte.

In der Kabine wurde die Sause mit Gesang und Akkordeonmusik fortgesetzt, bevor es mit dem Mannschaftsbus auf die Heimfahrt ging. Eine »Party-Rückfahrt«, so Häusler, der sich nun gemeinsam mit den Team-Verantwortlichen verstärkt darauf konzentrieren kann, eine schlagkräftige Truppe für die Saison 2018/19 auf die Beine zu stellen – genau wie in dieser Spielzeit in der 3. Liga.

DHK: Basenau, Muus Meyer – Zakrzewski 4, Jessen 3, Lohrbach 6/5, Brüne 5, Worm, Blumenberg, Wickert-Grossmann 1, Jochimsen 4, Ejmar, tölle 3, Desler 6

Schiedsrichter: Stefan Jedrzejak/Marcel Kasten

Zuschauer: 850